Arbeitsmarkt in Nordkorea

Der Arbeitsmarkt Nordkoreas verbindet staatlich zugewiesene Beschäftigung mit weit verbreitetem informellem Einkommen aus lokalen Märkten. Nach der Sekundarschule oder dem Militärdienst weist der Staat im Allgemeinen Arbeit zu und beeinflusst häufig den Wohnort; eine freie Arbeitgeberwahl und freie Mobilität zwischen Arbeitsplätzen sind nicht etabliert. Beschäftigung gibt es in Landwirtschaft, Industrie, Bauwesen, Bergbau und Dienstleistungen, doch verlässliche aktuelle Lohn- und Stellendaten fehlen. Die berichtete Arbeitsmobilisierung kann unbezahlte oder unsichere Arbeit umfassen. Das Arbeitsverwaltungsgesetz von 2025 führt zentralisierte Register und Entsendungsanordnungen ein, deren Umsetzung unklar bleibt.

Tipp

Betrachten Sie Beschäftigung in Nordkorea als staatlich gelenktes Zuweisungssystem mit eingeschränkter Wahl, unsicherer Bezahlung und einer erheblichen Lücke zwischen formellen Regeln und berichteter Praxis. Nutzen Sie formelle Unterlagen zur Überprüfung einer Zuweisung. Bewerten Sie das Einkommen jedoch anhand der Verlässlichkeit von Löhnen, Rationen und Einkommen der Haushaltsmitglieder auf Märkten, nicht anhand der Stellenbezeichnung allein. Behandeln Sie Mobilisierung und Entsendungen ins Ausland als risikoreichere Beschäftigungsformen, da Freiheit zur Ablehnung, Bezahlung und Bewegungskontrolle unklar sein können.