Bei einer Teilzeitausbildung können Betrieb und Auszubildende die tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit um höchstens 50 Prozent kürzen. Die Ausbildungsdauer verlängert sich entsprechend. Die Beteiligten stimmen die Umsetzung mit der zuständigen Stelle ab. Bei einer Berufsausbildung im Ausland richten sich Vertrag, Dauer, Vergütung und Prüfungen nach den Regeln des jeweiligen Landes. Die Anerkennung des Abschlusses in Deutschland hängt vom Beruf und vom konkreten Abschluss ab. Kläre vor Beginn, welche Qualifikation der Weg vermittelt und ob sie für den geplanten Beruf in Deutschland anerkannt wird. Ein zweiter Bildungsweg kann zu einem ersten Berufsabschluss führen. Je nach Beruf kommen eine reguläre oder schulische Ausbildung und eine geförderte Ausbildung infrage. Wer bereits längere Berufserfahrung hat, kann unter bestimmten Voraussetzungen ohne vorherige Ausbildung zur Abschlussprüfung zugelassen werden. Die zuständige Stelle prüft den Einzelfall. Diese Prüfung führt zu einem ersten Berufsabschluss und ist von einer Weiterbildung nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung zu unterscheiden.
Besonderheiten vor einer Ausbildung in Deutschland
Wer während einer Ausbildung in Deutschland weniger Zeit im Betrieb verbringen kann, kann mit dem Ausbildungsbetrieb eine Teilzeitausbildung vereinbaren; sie dauert dadurch länger. Bei einem Ausbildungsplatz im Ausland gelten die Regeln des jeweiligen Landes. Ein zweiter Bildungsweg kann zu einem ersten Berufsabschluss führen, auch wenn der übliche Einstieg in eine Ausbildung nicht genutzt wurde.
Tipp
Wähle Teilzeit, Ausland oder einen späteren Einstieg danach aus, was zu deiner Zeit, deinem Berufsziel und deinem bisherigen Berufsweg passt. Kläre vor einer Zusage besonders die Folgen für Ausbildungsdauer, Abschluss und dessen Anerkennung in Deutschland.

