Für eine Teilzeitausbildung müssen der Ausbildungsbetrieb und der Auszubildende die verkürzte Ausbildungszeit vereinbaren. Die zuständige Stelle sollte in die Abstimmung einbezogen werden, besonders wenn sich dadurch die Gesamtdauer oder der geplante Prüfungstermin ändert. Teilzeit kann helfen, Ausbildung und Sorgearbeit, gesundheitliche Einschränkungen oder andere Verpflichtungen miteinander zu verbinden. Weniger Ausbildungsstunden bedeuten meist auch eine längere Ausbildungszeit; die Vergütung richtet sich bei Teilzeit grundsätzlich anteilig nach der vereinbarten Zeit. Eine betriebliche Ausbildung führt regelmäßig nicht zu BAföG. Bei einer schulischen Berufsausbildung kann Schüler-BAföG möglich sein, wenn Schulart und persönliche Voraussetzungen passen. Wer während einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildung Unterstützung braucht, kann bei der Agentur für Arbeit prüfen lassen, ob Berufsausbildungsbeihilfe infrage kommt. Kläre Fördermöglichkeiten vor Ausbildungsbeginn, denn für manche Leistungen zählt der Monat der Antragstellung.
Teilzeitausbildung vor einer Ausbildung in Deutschland
Eine duale Berufsausbildung kann in Deutschland einvernehmlich in Teilzeit stattfinden. Die tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit darf dabei höchstens um 50 Prozent sinken; die Ausbildung dauert entsprechend länger. Ob BAföG oder eine andere Förderung infrage kommt, hängt vor allem davon ab, ob es sich um eine betriebliche oder schulische Ausbildung handelt.
Tipp
Teilzeit passt, wenn eine kürzere tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit besser mit anderen Verpflichtungen vereinbar ist und die längere Gesamtdauer tragbar bleibt. Kläre vor dem Start schriftlich mit dem Betrieb, wie sich die Kürzung auf Ausbildungsplan, Vergütung und Prüfungstermin auswirkt.

