Der Betrieb zieht Lohnsteuer anhand der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale ein. Dazu gehören insbesondere Steuerklasse und Kirchensteuermerkmal. Bei einem niedrigen Jahreseinkommen kann der Lohnsteuerabzug null betragen oder zu hoch sein; zu viel gezahlte Lohnsteuer lässt sich gegebenenfalls über eine Steuererklärung zurückholen. Für 2026 liegt der Grundfreibetrag bei 12.348 Euro zu versteuerndem Einkommen. Das ist nicht dasselbe wie der Bruttolohn: Sozialversicherungsbeiträge und abzugsfähige Kosten beeinflussen die Berechnung. Kirchensteuer hängt von der Kirchenzugehörigkeit und dem Bundesland ab. Der Solidaritätszuschlag fällt bei der typischen Lohnsteuer einer Ausbildung meist nicht an. Fahrtkosten, Arbeitsmittel und Bewerbungskosten können steuerlich relevant sein, wenn die Voraussetzungen im Einzelfall erfüllt sind. Bei einer schulischen Ausbildung gelten nicht automatisch dieselben Lohnsteuerregeln wie bei einer betrieblichen Ausbildung; entscheidend ist, ob und in welcher Form steuerpflichtiger Arbeitslohn gezahlt wird.
Steuer vor einer Ausbildung in Deutschland
Bei einer betrieblichen Ausbildung in Deutschland wird die Ausbildungsvergütung als Arbeitslohn versteuert. Ob tatsächlich Lohnsteuer anfällt, hängt vom steuerpflichtigen Jahreseinkommen und den persönlichen Steuermerkmalen ab; der Ausbildungsstatus allein macht die Vergütung nicht steuerfrei.
Tipp
Plane mit dem tatsächlichen Nettobetrag, der nach möglichen Abzügen auf dem Konto ankommt. Prüfe die erste Lohnabrechnung und bewahre Unterlagen zu beruflich veranlassten Kosten auf, damit du einen fehlerhaften Abzug oder eine mögliche Erstattung erkennen kannst.

