Bei einer dualen Ausbildung zahlt der Betrieb eine monatliche Vergütung. Für Ausbildungen nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung gilt eine gesetzliche Mindestvergütung, deren Höhe vom Jahr des Ausbildungsbeginns abhängt. Bei einem Start im Jahr 2026 beträgt sie monatlich 724 Euro im ersten, 854 Euro im zweiten, 977 Euro im dritten und 1.014 Euro im vierten Ausbildungsjahr. Tarifliche Vergütungen können maßgeblich sein; die tatsächliche Zahlung variiert außerdem nach Beruf, Branche, Region und Betrieb. Die genannten Beträge sind Bruttowerte. Steuern und Sozialversicherungsbeiträge können die Auszahlung mindern. Für eine betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildung kann die Agentur für Arbeit unter bestimmten Voraussetzungen Berufsausbildungsbeihilfe zahlen. Sie berücksichtigt unter anderem den eigenen Bedarf und das eigene Einkommen sowie gegebenenfalls Einkommen der Eltern oder des Partners. Entfernung, auswärtiges Wohnen und persönliche Lebenslage spielen ebenfalls eine Rolle. Der Antrag zählt ab dem Monat, in dem er gestellt wird, deshalb sollte er vor oder zu Beginn des Unterstützungsbedarfs eingehen. Für eine schulische Ausbildung kommt je nach Schulart und persönlicher Voraussetzung Schüler-BAföG infrage; Berufsausbildungsbeihilfe ist dafür in der Regel nicht vorgesehen. Weitere Hilfen, etwa für Bewerbungskosten oder eine notwendige Fahrt, müssen häufig vor Entstehung der Kosten mit der Agentur für Arbeit geklärt werden. Kindergeld können Eltern während einer Ausbildung unter bestimmten Voraussetzungen bis zum 25. Geburtstag erhalten. Zuschüsse für Unternehmen zur Ausbildung sind davon zu unterscheiden: Sie finanzieren nicht unmittelbar den Lebensunterhalt der auszubildenden Person.
Ausbilderfinanzierung vor einer Ausbildung in Deutschland
Die Finanzierung einer Ausbildung stützt sich meist auf die Ausbildungsvergütung; ihre Höhe hängt von Beruf, Branche, Region, Betrieb und Tarif ab. Reicht das Geld nicht aus, kommen je nach Ausbildungsform und persönlicher Lage staatliche Hilfen oder weitere Unterstützungen infrage.
Tipp
Plane mit dem Betrag, der nach Abzügen tatsächlich verfügbar ist, und prüfe mögliche Hilfen frühzeitig. Welche Unterstützung passt, hängt vor allem davon ab, ob du betrieblich oder schulisch lernst und welche Einnahmen und Wohnkosten berücksichtigt werden.

