Die Polizei der Salomonen (RSIPF) ist die nationale Polizeibehörde. Sie schützt Leben und Eigentum, verhindert und untersucht Straftaten, nimmt Verdächtige fest, unterstützt Gerichtsverfahren, schlichtet Streitigkeiten und fördert die öffentliche Sicherheit über Provinzkommandos, Polizeistationen und Außenposten in Honiara und den neun Provinzen. Außerhalb Honiaras kann eine Reaktion wegen Entfernungen, Seetransport, Personal- und Kommunikationsengpässen länger dauern. Die jüngste ermittelte Straftatentabelle der RSIPF verzeichnet für 2019 insgesamt 3.114 Meldungen: Honiara 1.631, Guadalcanal 571, Makira-Ulawa 242, Western 217, Temotu 161, Choiseul 122, Central 88, Isabel 64, Malaita 18 und Renbel 0. Die Kategorien waren Verkehrsdelikte 939, Körperverletzung 517, Diebstahl, Betrug und Raub 383, sonstige Straftaten 280, Ruhestörung oder ordnungswidriges Verhalten 242, Eigentumsdelikte 233, häusliche Gewalt 190, Alkoholdelikte 138, sexuelle Übergriffe 95, Drogendelikte 63, Brandstiftung 23, Mord 9 und Korruption 2. Der Bericht verzeichnet außerdem 3.225 untersuchte Fälle einschließlich älterer Fälle sowie 1.045 aufgeklärte Fälle. Von den 190 Meldungen zu häuslicher Gewalt führten 176 zu Anklagen vor Gericht; die übrigen Fälle wurden teilweise außerhalb des formellen Gerichtssystems gelöst. Diese Zahlen sollten nicht dazu verwendet werden, die aktuelle landesweite Prävalenz oder jüngere Trends zu berechnen. Gewalt in der Familie und geschlechtsspezifische Gewalt bleiben zentrale praktische Sicherheitsprobleme. Illegaler Alkohol einschließlich Kwaso, Gewalt in der Familie, Risiken für Jugendliche, Drogen, Umwelt- und Ressourcendruck sowie neue Problemlagen sind die fünf im Kriminalpräventionsplan 2023–2027 genannten Einflussfaktoren. Gemeindepolizei der RSIPF, Provinzkomitees zur Kriminalprävention, örtliche Häuptlinge, Kirchenleitungen, Frauenführungspersonen und Jugendgruppen bearbeiten örtliche Risiken mit problemlösenden Verfahren sowie dem Modell Erkundung, Analyse, Reaktion und Bewertung. Gemeindeverordnungen, wie sie in Tangarare und Makira verwendet werden, können die örtliche Prävention unterstützen, ersetzen jedoch nicht automatisch nationale Polizei- oder Gerichtsverfahren. Hinweise der RSIPF beschreiben Herstellung, Verkauf oder Besitz von Kwaso als Straftat nach dem Alkoholgesetz. Vermeiden Sie Selbstjustiz, Drohungen, Gerüchte und falsche Anschuldigungen; eine gemeinschaftliche Reaktion darf niemanden Vergeltung aussetzen oder eine formelle Untersuchung behindern. Straftaten können rund um die Uhr beim Kommunikationszentrum der RSIPF gemeldet werden. In Notfällen gilt 999. Die neuesten Kontaktdaten der RSIPF nennen +677 23666 für Angelegenheiten ohne Notfall und +677 23800 für allgemeine Anfragen. Nennen Sie Art des Vorfalls, Ort, Zeitpunkt und unmittelbare Gefahrenlage und kontaktieren Sie anschließend die nächste Polizeistation oder den zuständigen Provinzposten. Zu den wichtigen Provinzstandorten gehören Honiara und Rove, Auki, KiraKira, Buala, Lata, Gizo, Taro, Tulagi und Tingoa. Eine Regierungsseite zur Opferunterstützung nennt für Polizeianfragen +677 23999; diese Angabe widerspricht der RSIPF-Kontaktseite. Prüfen Sie die Nummer daher, bevor Sie sich darauf verlassen. In den verfügbaren Informationen wurde keine amtliche Gebühr für eine Kriminalitätsmeldung gefunden. Betroffene können Unterstützung suchen, ohne eine Polizeimeldung als einzigen ersten Schritt zu behandeln. Safe Net ist unter 132 rund um die Uhr erreichbar und verbindet Angebote der RSIPF, des Gesundheitsministeriums, des Polizeiverbindungsbüros, des Family Support Centre, des Christian Care Centre und des Ministeriums für Frauen, Jugend, Kinder und Familienangelegenheiten. Seif Ples bietet unter +677 24677 rund um die Uhr Krisenhilfe, Notunterkunft, medizinische Hilfe, psychologische Erste Hilfe, Überweisungen und Unterstützung beim Zugang zu Behandlung nach möglicher STI- oder HIV-Exposition. Weitere ermittelte Angebote sind das Family Support Centre unter +677 20619 oder +677 26999, das Christian Care Centre unter +677 36319, der Sozialdienst des Gesundheitsministeriums unter +677 20569, die Abteilung für geschlechtsspezifische Gewalt unter +677 20686, die integrierte psychiatrische Ambulanz unter +677 20690, das Nationale Überweisungskrankenhaus unter +677 23601, die RSIPF-Abteilung für Gewalt in der Familie unter +677 20023, die Abteilung für sexuelle Übergriffe unter +677 21226, SIPPA unter +677 23954 oder +677 22991 und das Polizeiverbindungsbüro unter +677 28406 oder +677 22348. Die regionale Versorgung ist uneinheitlich; Transport und Kommunikation können den Zugang beeinflussen. Nach dem Gesetz zum Schutz der Familie von 2014 kann die Polizei eine Sicherheitsmitteilung ausstellen, wenn eine häusliche Beziehung besteht, es begründete Hinweise gibt, dass häusliche Gewalt stattgefunden hat oder droht, und dringender Schutz erforderlich ist oder eine Schutzanordnung nicht rechtzeitig erlangt werden kann. Die Mitteilung kann ohne Zustimmung der betroffenen Person ausgestellt werden und gilt im Allgemeinen 21 Tage. Eine Verlängerung um höchstens 21 Tage ist nur unter außergewöhnlichen Umständen möglich. Standardbedingungen untersagen weitere häusliche Gewalt und den Besitz von Schusswaffen. Zusätzliche Bedingungen können das Betreten eines Ortes, Annäherung oder Kontaktaufnahme mit einer geschützten Person sowie Waffenbesitz untersagen. Die Polizei muss einen Antrag auf Schutzanordnung unterstützen. Das Magistratsgericht entscheidet über Schutzanordnungen; eine dazu ermächtigte Justizperson kann eine vorläufige Anordnung erlassen. Eine Sicherheitsmitteilung hebt die Pflicht der Polizei zur Untersuchung oder Strafverfolgung möglicher Straftaten nicht auf. Die Staatsanwaltschaft ist für Strafverfolgung zuständig. Opfer sollen möglichst Privatsphäre sowie Höflichkeit, Mitgefühl und Respekt erhalten und können vor einer Aussage ein Gespräch mit der Staatsanwaltschaft führen. Staatsanwälte berücksichtigen die Ansichten von Opfern, diese bestimmen jedoch nicht die Entscheidung über eine Strafverfolgung. Das Büro des öffentlichen Rechtsbeistands bietet über seine Strafrechtsabteilung und die Abteilung für Familienschutz unabhängige verfassungsrechtliche Rechtshilfe, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Anspruch kann von finanzieller Lage, Rechtsproblem, Alter, Behinderung und Kommunikationsbarrieren abhängen; Gerichts- und Transportkosten können dennoch anfallen. Die Recherche ermittelte Rechtshilfebüros in Honiara, Auki und Gizo. Digitale Kriminalität ist ein aufkommendes Gebiet. Eine Absichtserklärung von 2026 zwischen dem Computer-Notfallteam der Salomonen (SICERT) und der RSIPF sieht gemeinsame Reaktion auf Vorfälle, Cybercrime-Ermittlungen, Informationsaustausch, digitale Forensik und Schulungen vor. Die verfügbaren lokalen Quellen belegen den aktuellen Status eines nationalen Cybergesetzes nicht abschließend; umfassende amtliche Cybercrime-Statistiken oder ein gesondertes nationales Opferportal wurden ebenfalls nicht ermittelt. Ein Bericht von 2024 gab an, dass Schulprojekte zur Cybersicherheit von RSIPF, SICERT und dem Cybersicherheitsprogramm der RSIPF 19 Schulen und etwa 2.750 Schülerinnen und Schüler erreichten; eine spätere RSIPF-Mitteilung nannte mehr als 10.000 erreichte Personen. Geben Sie unbekannten Kontakten keine Passwörter oder persönlichen Daten, verabreden Sie sich nicht ohne Schutzmaßnahmen offline mit Onlinekontakten und nehmen Sie nicht an, dass gelöschte Beiträge dauerhaft verschwinden. Nach der zitierten RSIPF-Schätzung von 2024 sind etwa 70 Prozent der Bevölkerung jünger als 25; Jugendthemen sind einer der fünf Einflussfaktoren in der nationalen Präventionsstrategie. Schulen, die nationale Abteilung für Gemeindepolizei, der Jugendrat von Honiara und Jugendgruppen unterstützen Prävention zu Alkohol, Drogen, Gewalt in der Familie, Cybermobbing, Online-Risiken und konstruktiven Aktivitäten. Eine eigene nationale Jugendkriminalitäts-Hotline oder besondere Meldestruktur wurde nicht ermittelt. In Honiara gelten Risiken durch Kleindiebstahl, Einbruch, Raub und sexuelle Übergriffe an abgelegenen Orten und nach Einbruch der Dunkelheit als erhöht. Amtliche Sicherheitshinweise nannten unter anderem den Central Market, örtliche Strände, White River, Lungga Bridge, Sun Valley, Mataniko Bridge, Burns Creek und Henderson. Allein reisende Frauen können besonders gefährdet sein. Schließen Sie Türen, Fenster und Fahrzeuge ab, halten Sie Wertsachen verborgen, vermeiden Sie nächtliche Wege allein und nutzen Sie registrierte Taxis oder etablierte Verkehrsmittel. Politische Unruhen und Feiertage können lokale Risiken rasch verändern. Katastrophenhilfe, nicht explodierte Kampfmittel und Verbraucherschutz gehören zu benachbarten Themen, sofern sie nicht unmittelbar eine Straftat oder persönliche Sicherheit betreffen.
Kriminalität auf den Salomonen
Kriminalität auf den Salomonen umfasst Diebstahl, Körperverletzung, Raub, Einbrüche, Gewalt in der Familie, sexuelle Übergriffe, Drogen- und Alkoholdelikte, Betrug, Brandstiftung und andere Gefahren für Personen und Eigentum. Die jüngste ermittelte landesweite Straftatentabelle erfasst Meldungen von 2019 und wurde 2020 veröffentlicht; sie bildet daher weder einen aktuellen Trend noch eine Prävalenzrate ab. Honiara weist im Allgemeinen höhere Alltagsrisiken als der Landesdurchschnitt auf, besonders nach Einbruch der Dunkelheit, an abgelegenen Orten sowie während politischer Unruhen oder Feiertagen. Die Polizei der Salomonen und gemeindenahe Dienste bieten Wege zur Meldung, Prävention und Opferunterstützung.
Tipp
Nutzen Sie je nach Situation den schnellsten sicheren Melde- oder Unterstützungsweg und ersetzen Sie polizeilichen Schutz nicht durch Selbstjustiz oder informellen Druck. Bei unmittelbarer Gefahr rufen Sie 999; Vorfälle ohne Notfall können der RSIPF oder einer örtlichen Polizeistelle gemeldet werden. Safe Net und Seif Ples unterstützen bei Schutz, Unterkunft, medizinischer Versorgung und Vermittlung. Treffen Sie in Honiara, an abgelegenen Orten, bei nächtlichen Wegen und während Unruhen zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen; außerhalb Honiaras ist mit größeren Transport- und Kommunikationsproblemen zu rechnen.

