Das Verkehrssystem Nordkoreas umfasst Eisenbahnen, öffentlichen Nahverkehr, Straßen, Fußwege, begrenzte See- und Binnenschifffahrt sowie verstreute Flugverbindungen. Das Eisenbahnministerium, das Ministerium für Land- und Seeverkehr, das Ministerium für Stadtverwaltung und lokale Verwaltungen teilen sich die formellen Zuständigkeiten. Genehmigungs- und Kontrollregelungen sind jedoch nur teilweise transparent. Das Eisenbahngesetz der DVR Korea regelt Betrieb, Personen- und Güterverkehr, den Schutz der Bahn und Sanktionen. Das Straßengesetz der DVR Korea bildet den maßgeblichen Rechtsrahmen für Straßen und stammt aus dem Jahr 1997; spätere Änderungen wurden vorgenommen. Die Eisenbahn ist das nationale Rückgrat für den Fernverkehr. Eine auf ESCAP beruhende Bestandsaufnahme von 2014 verzeichnete 10 Hauptstrecken und etwa 90 Nebenstrecken. Dokumentierte internationale Bahnverbindungen sind Sinuiju–Dandong, Nampo–Ji'an, Namyang–Tumen und Tumangang–Khasan. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass derzeit Personenverkehr verfügbar ist. Historische Schätzungen für 2014 ordneten der Eisenbahn 74,8 % des Personen- und 90,7 % des Güterverkehrs zu; auf Straßen entfielen 24,9 % beziehungsweise 6,1 %, auf den Seeverkehr 0,3 % beziehungsweise 3,2 %. Diese Zahlen dienen als historische Vergleichswerte und sind keine aktuellen nationalen Messungen. Pjöngjang verfügt über eine Metro, Straßenbahnen, Oberleitungsbusse und Busse. Andere städtische Systeme sind weniger zusammenhängend; in Provinz- und ländlichen Gebieten sind Netze und Angebote im Allgemeinen weniger dicht. Strommangel, Ersatzteilengpässe und Wartungsprobleme können den Betrieb unterbrechen. Berichten zufolge werden Schwellen, Gleisbette, Brücken, Tunnel und Stützmauern repariert. Unabhängige Belege für die landesweite Leistungsfähigkeit bleiben jedoch begrenzt. Zum Straßenverkehr gehören Autos, Busse, Lkw sowie informelle Minibus- und Lkw-Dienste. Zum Fahren ist ein gültiger nordkoreanischer Führerschein erforderlich; Straßenbedingungen, Verkehrszeichen und Fahrweisen unterscheiden sich. Verlässliche Belege für ein allgemeines Selbstfahrer- oder Mietwagensystem für ausländische Besucher liegen nicht vor. Für manche Einheimische ist das Fahrrad ein alltägliches Verkehrsmittel. Touristische Fahrradvermietung oder -käufe sollen jedoch nicht verfügbar sein; aus dem Zugang von Touristen lassen sich keine Schlüsse auf die Fahrradnutzung im Inland ziehen. Zu Fuß gehen bleibt für kurze Strecken in der Stadt und für den letzten Teil einer Reise praktisch, aber Zustand und Barrierefreiheit von Gehwegen sind nicht durchgängig dokumentiert. Für Reisen zwischen Regionen kann eine interne Genehmigung nötig sein. Eine Aufenthaltskarte für Pjöngjang kann den Zugang zur Hauptstadt erleichtern; die formellen Vorschriften sind öffentlich nicht vollständig verfügbar. Ausländische Besucher reisen normalerweise organisiert mit einheimischen Reiseleitern oder Betreuern. Die allgemeinen Grenzbeschränkungen Nordkoreas sind seit 2020 streng; es gab nur begrenzte Öffnungen, und nicht alle Personenverbindungen wurden wiederhergestellt. Für erlaubte Reisen benötigen Inhaber eines US-Passes eine Special Validation. Die DMZ ist kein regulärer Einreiseweg. Ausländische Besucher müssen außerdem örtliche Anweisungen befolgen; GPS-Geräte und Satellitentelefone sind laut gemeldeter US-Reisehinweise illegal. Aktuelle Fahrpreise, Ticketregeln, Taktungen und Reisezeiten sind landesweit nicht zuverlässig öffentlich dokumentiert. Verspätungen können auf Infrastrukturzustand, Stromversorgung, Wartung, Jahreszeit und Fahrzeugverfügbarkeit zurückgehen. Elektrische Verkehrsmittel in Städten verursachen vor Ort vergleichsweise wenig direkte Emissionen. Ihre umfassendere Umweltwirkung hängt jedoch davon ab, wie der Strom erzeugt wird. Für präzise landesweite Vergleiche gibt es kein zuverlässiges nationales Verkehrsemissioneninventar.
Verkehr in Nordkorea
Die Eisenbahn bildet das Rückgrat des Fernverkehrs in Nordkorea. In Städten gibt es Systeme wie die Metro Pjöngjangs, Straßenbahnen, Oberleitungsbusse und Busse. Straßen, Fußwege und informelle Bus- oder Lkw-Dienste schließen Versorgungslücken. Netzdichte, Fahrpläne, Fahrpreise und verfügbare Fahrzeuge variieren jedoch stark und sind landesweit nicht zuverlässig dokumentiert. Außerdem unterliegen Reisen Genehmigungen und Besucherkontrollen, weshalb ausländische Reisende sich im Allgemeinen nicht selbstständig im Land bewegen können.
Tipp
Betrachten Sie Verkehr in Nordkorea als kontrollierten und störungsanfälligen Teil der Reiseplanung, nicht als Möglichkeit für selbstständige Fahrten von Ort zu Ort. Nutzen Sie ein Verkehrsmittel, das für die genehmigte Reise vorgesehen ist, planen Sie Zeit- und Betriebspuffer ein und klären Sie Genehmigungen, Fahrpreise und Abfahrtsdetails über die zuständige lokale Organisation.

