Zur Presse in Nordkorea gehören die Koreanische Zentrale Nachrichtenagentur (KCNA), Rodong Sinmun, Minju Choson und Chongnyon Jonwi. KCNA verbreitet genehmigte Nachrichten für inländische Medien; die Partei der Arbeit Koreas und ihre Abteilung für Propaganda und Agitation kontrollieren die politischen Inhalte. Das Koreanische Zentrale Rundfunkkomitee beaufsichtigt den Rundfunk. KCTV, Mansudae TV, Ryongnamsan TV und Sports TV bieten staatliches Fernsehen. Zwei landesweite Radiosender und das Dritte Rundfunknetz verbreiten nationale und lokale Programme. Fernsehgeräte sind auf staatliche Sender eingestellt, ausländische Übertragungen werden gestört. KCTV sendet gewöhnlich etwa von 9:00 bis 22:30 Uhr, wobei Programmzeiten und Empfang variieren. Kwangmyong ist ein staatliches Intranet für Forschung, Bildung, Nachrichten und inländische Anwendungen. Es bietet keinen gewöhnlichen Zugang zum globalen Internet. Mobile Daten ermöglichen inländische Anrufe, SMS, Videoanrufe und Intranetdienste. Eine UN-Schätzung von 2022 bezifferte den Anteil der Bevölkerung mit Mobiltelefon auf etwa 50 bis 80 Prozent; die ITU registrierte 2024 5,79 Millionen aktive Mobilfunk-Breitbandanschlüsse. Keine dieser Zahlen belegt einen offenen Internetzugang. Der Zugang ist in Pjöngjang und anderen Städten gewöhnlich besser als in Provinzen und abgelegenen Gebieten und hängt außerdem von Strom, Ausstattung, Einkommen und institutionellem Status ab. Manbang ist ein staatlicher IPTV-Dienst über Kwangmyong. Er bietet Live-, Wiederholungs- und Abruffernsehen, Zeitungen und Lehrmaterialien. Berichten aus dem Jahr 2025 zufolge umfasste das Angebot etwa 20 Kanäle und war möglicherweise rund um die Uhr verfügbar; Kosten für Abonnement und Geräte sind nicht verlässlich veröffentlicht. Erforderlich sind kompatible Geräte, Netzzugang und ein aktives Abonnement. Schulen und Universitäten nutzen ebenfalls Kwangmyong, elektronische Bibliotheken, Fernunterricht und Lehrmaterialien von Manbang. Nordkorea verfügt über kein reguliertes Gegenstück zu offenen sozialen Medien mit unabhängigen Profilen, Nutzermoderation oder uneingeschränkter öffentlicher Vernetzung. Menschen können staatliche Intranet-Anwendungen, Mobiltelefonate und SMS nutzen; auch informelle Offline-Netze verbreiten Informationen. Der Import von Filmen, Musik und anderen Medien auf USB-Sticks oder SD-Karten, versteckter Fernseh- oder Radioempfang und chinesische Mobilfunknetze nahe der Grenze sind dokumentiert. Diese Praktiken können jedoch erhebliche rechtliche und sicherheitsbezogene Folgen für Einzelpersonen und ihre Familien haben. Die Verfassung erwähnt formal Presse- und Meinungsfreiheit, doch politischer Zugriff und Strafrecht schränken den praktischen Zugang ein. Das Gesetz über die Zurückweisung reaktionären Gedankenguts und reaktionärer Kultur von 2020, das Gesetz zur Gewährleistung der Jugenderziehung von 2021, das Gesetz zum Schutz der Kultursprache von Pjöngjang von 2023 und die Änderung des Gesetzes zur Kontrolle von Funkwellen von 2023 legen schwere Beschränkungen für ausländische Medien, Sprache, Geräte und Kommunikation fest. Elektronische Geräte wie Smartphones und Computer können technisch überprüft werden und müssen grundsätzlich innerhalb von zehn Tagen nach dem Kauf registriert werden. Fernseh- und Radiogeräte dürfen nur autorisierte Sender empfangen; für ausländische Radio- oder Satellitennetze ist eine Genehmigung erforderlich. Berichten zufolge reichen die Strafen von Geldbußen und unbezahlter Arbeit bis zu Arbeitserziehung und schwererer Strafverfolgung. UN-Berichte nennen für bestimmte geschützte Äußerungen Strafen bis hin zur Todesstrafe. Sicherheitsorgane, die Staatsanwaltschaft und die Gruppe 109 führen Kontrollen und Razzien durch, zum Teil ohne Vorankündigung oder Gerichtsbeschluss. Inländische Journalisten arbeiten unter Aufsicht von Partei und Staat; Abweichungen von der offiziellen Linie können zu Festnahme, Abschiebung oder Zwangsarbeit führen. Ausländische Agenturen wie AFP und Kyodo arbeiten unter enger Überwachung. Unabhängige Medienorganisationen, Bürgerjournalismus und freie Medienarbeit haben keinen verlässlich belegten rechtlichen Spielraum. Es gibt formelle Beschwerden und Petitionen, sie bieten jedoch keine verlässliche unabhängige Kontrolle der Medien. Informationen aus staatlichen Quellen erfordern daher eine sorgfältige Trennung offizieller Aussagen von unabhängig berichteten Belegen, obwohl die Bevölkerung nur sehr eingeschränkt und rechtmäßig auf externe Quellen zum Vergleich zugreifen kann.
Medien in Nordkorea
Die Medien in Nordkorea bestehen vor allem aus staatlich kontrollierten Zeitungen, Rundfunk und digitalen Netzen. KCNA verbreitet freigegebene Nachrichten; KCTV und andere staatliche Sender bieten Fernsehen. Kwangmyong ist ein landesweites Intranet und kein offener Zugang zum globalen Internet. Der Zugang variiert nach Ort, Stromversorgung, Ausstattung und institutionellem Status; unabhängiger Journalismus, offene soziale Medien und ein regelmäßiger Zugang zum globalen Internet stehen der Bevölkerung im Allgemeinen nicht zur Verfügung.
Tipp
Behandeln Sie Medien in Nordkorea als kontrolliertes Informationssystem und nicht als normale Auswahl unabhängiger Nachrichten, sozialer Medien und offener Streamingdienste. Nutzen Sie für Ihren Zweck den autorisierten Kanal und betrachten Sie ausländische Medien, unerlaubten Empfang und externe Netze als ernstes Risiko für Einzelne und Familien.

