Das Straßennetz ist Burundis zentrales Verkehrssystem und umfasst ungefähr 11.000 Kilometer. Dazu gehören Nationalstraßen (RN), Provinzstraßen (RP), Gemeindestraßen (RC), ländliche Straßen und innerstädtische Straßen. Nach den verfügbaren Recherchen waren nur etwa 12 Prozent des Netzes in gutem Zustand. Regen, Überschwemmungen, Erdrutsche und eine unzureichende Entwässerung können die Fahrzeiten verlängern oder einzelne Verbindungen vorübergehend unterbrechen. Wichtige regionale Verbindungen führen über den Northern Corridor durch Ruanda und Uganda nach Mombasa, über den Central Corridor nach Daressalam sowie über den Southern Corridor in Richtung Demokratische Republik Kongo, Sambia und südliches Afrika. Rund 90 Prozent des Güterverkehrs erfolgen auf der Straße; etwa 70 Prozent des Handels entfallen auf den Central Corridor. Für die Instandhaltung sind hauptsächlich die Straßenbehörde (Office des Routes) und der nationale Straßenfonds (Fonds Routier National) zuständig. Je nach Aufgabe haben auch die Generaldirektion für Verkehr (Direction Générale des Transports), der öffentliche Verkehrs- und Logistikbetreiber (OTRACO), die nationale Polizei (Police Nationale) sowie die Steuer- und Zollverwaltung zusätzliche Zuständigkeiten. Der öffentliche Personenverkehr besteht hauptsächlich aus Bussen, Autotaxis und Motorradtaxis. Die Angebote konzentrieren sich insbesondere auf Bujumbura, Gitega und Verbindungen zwischen Städten. Eine vollständige und aktuelle landesweite Übersicht über Haltestellen, Fahrpläne und Preise ließ sich aus den verfügbaren Quellen nicht erstellen. Zugang, Häufigkeit, Preis, Sicherheit und saisonale Verfügbarkeit hängen daher stark vom Ort, Betreiber und Straßenzustand ab; Fahrgäste bestätigen Abfahrt und Preis üblicherweise an einer Station, bei einer Agentur oder direkt vor Ort. Der Straßenverkehr wird durch Gesetz Nr. 1/26 vom 23. November 2012 geregelt. Es umfasst unter anderem öffentliche Straßen, Kraftfahrzeuge, Fahrräder, Karren, Fußgänger, Zulassung, Führerscheine, Transportgenehmigungen, Verkehrszeichen und Sanktionen. Fahrzeuge, die gegen Bezahlung Personen oder Güter befördern, benötigen eine technische Untersuchung und eine Transportgenehmigung. Die technische Untersuchung findet bei solchen Fahrzeugen alle sechs Monate und bei Fahrzeugen zur privaten oder gewerblichen Nutzung generell alle zwölf Monate statt. Die Genehmigung wird zweimal täglich ausgestellt; die aktuelle Gebührenordnung und das geprüfte Fahrtenbuch sollten vor Ort kontrolliert werden. Innerhalb bebauter Gebiete gilt eine allgemeine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h; außerhalb bebauter Gebiete beträgt sie 80 km/h und auf geteilten Straßen 100 km/h. Für Fahrzeuge zur entgeltlichen Personenbeförderung gelten niedrigere Grenzen von 40 km/h innerhalb bebauter Gebiete und 70 km/h außerhalb bebauter Gebiete. Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als zehn Tonnen dürfen je nach Straßenart höchstens 90, 80 oder 50 km/h fahren. Motorradtaxis erfordern eine Berufskarte, einen Kompetenznachweis und eine jährliche ärztliche Untersuchung. Der Fahrer darf höchstens eine Person befördern; Fahrer und Fahrgast müssen einen Helm tragen, und der Fahrer muss eine gekennzeichnete Weste tragen. Fußgänger und Radfahrer gehören in Städten zu den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern. An vielen Orten fehlen Gehwege, Radwege, sichere Überquerungen, Beleuchtung und Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Gehen und Radfahren verbinden daher häufig auch Wohngebiete, Haltestellen und Arbeitsplätze, ohne dass ein landesweites geschütztes Netz eingerichtet wurde. Ein von der Weltbank unterstütztes Konzept umfasst unter anderem Radwege, Fußwege, Überquerungen, Bushaltestellen, Wartehäuschen, Beleuchtung und die Überwachung der Verkehrssicherheit. Der Hafen von Bujumbura verbindet den Tanganjikasee mit Kigoma, der Demokratischen Republik Kongo und Sambia. Die Wasserstraße ist derzeit besonders für Güterverkehr und Logistik wichtig; ein verlässlicher regelmäßiger Fahrplan für den Personenverkehr ließ sich nicht feststellen. Die Renovierung des Hafens begann am 17. August 2023 und soll nach dem verfügbaren Projektstand bis zum 31. Dezember 2027 abgeschlossen sein. Hafenbehörden, Zoll, Einwanderungsbehörden und die Seepolizei sind beteiligt; ein gemeinsames Abfertigungssystem ist geplant. In Burundi konnte kein regelmäßiger Personen- oder Güterverkehr mit der Eisenbahn festgestellt werden. Der Schienenverkehr ist gesetzlich geregelt, aber die Eisenbahnstrecke Uvinza–Musongati befindet sich im Bau. Das Projekt begann am 16. August 2025, soll ungefähr 282 Kilometer umfassen, acht Bahnhöfe einschließen und Verbindungen zu drei Bahnhöfen in Burundi sowie fünf in Tansania schaffen. Die geschätzte Bauzeit von sechs Jahren beschreibt die Infrastrukturplanung und garantiert keinen aktuellen Zugverkehr. Der Internationaler Flughafen Melchior Ndadaye (Melchior Ndadaye International Airport) ist das zentrale Drehkreuz des Luftverkehrs. Für 2024 wurden 4.798 Flugbewegungen, 276.759 Passagiere und 2.392,16 Tonnen Fracht erfasst. Internationale Straßen-, Wasser- und Luftverbindungen sind derzeit für Reisen und Handel deutlich wichtiger als ein nicht vorhandener planmäßiger Inlandsverkehr. Fahrzeughalter müssen die Anforderungen an Zulassung, Führerschein, Haftpflichtversicherung und technische Untersuchung erfüllen. Betreiber benötigen je nach Tätigkeit eine Genehmigung oder Registrierung. Zu den zuständigen Behörden gehören die Verkehrsverwaltung, der öffentliche Verkehrsbetreiber, die Straßenbehörde, der nationale Straßenfonds, die nationale Polizei, die Steuer- und Zollverwaltung sowie Hafen- und Luftfahrtbehörden. Aktuelle Beschwerdeverfahren, Streitigkeiten über Fahrpreise und einheitliche landesweite Tarife waren in den verfügbaren Quellen nicht ausreichend dokumentiert.
Verkehr in Burundi
In Burundi werden Menschen und Güter überwiegend auf der Straße befördert. Busse, Taxis und Motorradtaxis ergänzen den privaten Verkehr, während Gehen und Radfahren im Alltag verbreitet, aber meist informell organisiert sind. Der Hafen von Bujumbura und der internationale Flughafen verbinden Burundi mit regionalen und internationalen Märkten; einen regelmäßigen Eisenbahnverkehr gibt es derzeit nicht.
Tipp
Plane Reisen in Burundi mit Zeit- und Sicherheitsreserven, da Fahrzeiten, Preise und Verfügbarkeit je nach Ort, Betreiber, Wetter und Straßenzustand erheblich variieren können. Für Fahrten innerhalb einer Stadt kommen Busse, Autotaxis und Motorradtaxis infrage; für längere Strecken solltest du Straßen-, Wasser- und Luftverkehr je nach Zweck, aktueller Verfügbarkeit und Kosten vergleichen. Verlasse dich weder auf die geplante Eisenbahn noch auf einen einheitlichen landesweiten Fahrplan.

