ECD umfasst üblicherweise das Alter von vier bis fünf Jahren. Infant Education besteht aus ECD A und B sowie Grades 1 und 2; Junior Education umfasst Grades 3 bis 7. Gemeinsam bilden sie die Primary Education. Lower Secondary reicht von Form 1 bis Form 4; Upper Secondary von Form 5 bis Form 6. Diese Stufen entsprechen deutschen Schularten nicht genau und sollten anhand der simbabwischen Bildungsstruktur verstanden werden. Section 5 des Education Act definiert verpflichtende staatlich finanzierte Grundbildung von ECD bis Form 4. Eltern dürfen einem Kind den Zugang dazu nicht verwehren. Der Rechtsrahmen verbietet außerdem Diskriminierung bei Aufnahme oder Ausschluss aufgrund von Herkunft, Sprache, Religion, Geschlecht, Schwangerschaft, Behinderung oder sozialem und wirtschaftlichem Status. Eine staatliche Schule ist üblicherweise die nächstgelegene Grund- oder Sekundarschule zum Wohnort des Kindes. Ist sie voll, sollte sie eine schriftliche Bescheinigung ausstellen, damit das Kind die nächste erreichbare Schule aufsuchen kann; ist diese nicht erreichbar, muss die ursprüngliche Schule es aufnehmen. Laut Gesetz ist staatlich finanzierte Grundbildung gebühren- und abgabenfrei; der Staat stellt Lernmaterialien, Infrastruktur und weitere Ressourcen bereit. Gleichzeitig führt Statutory Instrument 240 of 2023 Gebühren für Unterricht und Internat an staatlichen Schulen auf, darunter USD 5–20 für Grundschulkinder vor Ort, USD 20–40 für örtliche Sekundarschülerinnen und -schüler, höhere Tarife für Personen von außerhalb des Landes sowie zusätzliche Internatsgebühren. Dies ist der jüngste gefundene staatliche Gebührentarif; seine Gültigkeit 2026 ist hier nicht bestätigt. Nichtstaatliche Schulen benötigen eine vorherige Genehmigung ihrer Gebühren und Abgaben. Ein Kind darf nicht allein deshalb ausgeschlossen werden, weil eine Zahlung aussteht. Das Ministry of Primary and Secondary Education (MoPSE) legt Lehrplan und Prüfungsrahmen für staatliche und nichtstaatliche Schulen fest. Der Heritage-Based Curriculum 2024–2030 betont kulturelles Erbe und indigenes Wissen, STEAM, Geisteswissenschaften und Sprachen, bildende und darstellende Kunst, Design und Technologie, kaufmännische Fächer und technologieorientierte Bildungswege. Forms 5 und 6 umfassen fünf Schwerpunktbereiche: STEAM, Visual and Performing Arts, Humanities and Languages, Design and Technology sowie Commercials. Einige private und internationale Schulen nutzen Cambridge- oder International-Baccalaureate-Programme unter lokaler Genehmigung und Regulierung. Simbabwe erkennt 16 Amtssprachen an, darunter Englisch, Shona, Ndebele und Gebärdensprache. Im ECD-Unterricht wird üblicherweise eine vertraute indigene Sprache oder Muttersprache verwendet; Schulen sollen Amtssprachen unterrichten. Unterrichts- und Prüfungssprache müssen mit den geltenden Schulregelungen vereinbar sein. Infant und Junior Education umfassen Sprachen, Mathematik, Naturwissenschaften oder Technologie, Heritage Studies, ICT, Kunst, Sport und verwandte Fächer. Forms 1–4 umfassen üblicherweise mindestens zehn Lernbereiche, fächerübergreifende Themen und Wahlfächer. Die Leistungsbewertung verbindet laufende beziehungsweise formative Arbeiten mit Abschlussprüfungen. Continuous Assessment Learning Activities (CALA) sind schulische Projekte und damit verbundene bewertete Arbeiten. Nach der aktuellen Reformregelung entfallen bei Ergebnissen in Grade 7 sowie Ordinary und Advanced Level ungefähr 80% auf Abschlussprüfungen und 20% auf laufende Leistungsnachweise. Der Zimbabwe School Examinations Council (ZIMSEC) registriert Prüfungszentren und Kandidatinnen und Kandidaten, führt nationale Prüfungen durch, korrigiert sie und stellt Zeugnisse aus. Grade 7 verbindet Grundbildung mit Form 1, Form 4 führt zum Ordinary Level (O-Level) und Form 6 zum Advanced Level (A-Level). Fehlende vorgeschriebene CALA-Arbeiten können dazu führen, dass kein Prüfungsergebnis erteilt wird. Das Basic Education Assistance Module (BEAM) unterstützt gefährdete Kinder, im Allgemeinen im Alter von ungefähr sechs bis neunzehn Jahren, mit Unterrichts-, Abgaben- und Prüfungsgebühren in Grund-, Sekundar- und sonderpädagogischer Bildung. Das Ministry of Public Service, Labour and Social Welfare verwaltet diese Unterstützung. Der Disability Act 2025 verlangt inklusive Bildung, angemessene Vorkehrungen, Braille, Gebärdensprache und individuelle Unterstützung, soweit erforderlich. Schulen können außerdem Essensprogramme, Sanitäreinrichtungen, Internate und Förderklassen oder -schulen anbieten. Den verfügbaren Informationen zufolge gibt es kein einheitliches landesweites Schultransportsystem; die Regelung ist daher bei der Schule zu erfragen. MoPSE verantwortet nationale Politik, Lehrplan, Registrierung, Inspektion und die Koordination von Fördermitteln. Provincial Education Directors, District Schools Inspectors, Schulleitungen und Lehrkräfte setzen diese Vorgaben auf aufeinanderfolgenden Ebenen um. Kommunalbehörden stellen Grund- und Sekundarschuldienste und Grundstücke bereit; das Ministry of Local Government and Public Works ist für Standorte, Bau, Planung und Instandhaltung staatlicher Schulen zuständig. Ein School Development Committee oder eine School Parents Assembly unterstützt die örtliche Verwaltung und Entwicklung. Die jeweils zuständigen Stellen verwalten einzelne Schulen, darunter private, missions-, kirchliche und internationale nichtstaatliche Schulen. In manchen Gebieten beeinträchtigen fehlende Plätze an öffentlichen Schulen, überfüllte Klassen, Satellitenschulen und gestaffelte Klassennutzung den Zugang. Eine Satellitenschule ist ein vorläufiger oder unzureichend ausgebauter Schulstandort für eine unterversorgte Gemeinschaft. Bei hot seating teilen sich verschiedene Gruppen zu unterschiedlichen Zeiten dieselben Klassenzimmer. Das kann Klassengröße, Stundenplan, Ausstattung und Zugang zur nächstgelegenen Schule beeinflussen.
Schule in Simbabwe
Das formelle Schulsystem Simbabwes reicht von Early Childhood Development (ECD) bis zur Primar- und Sekundarbildung. ECD A und B sowie Grades 1–2 bilden die Infant Education, Grades 3–7 die Junior Education, Forms 1–4 die Lower Secondary und Forms 5–6 die Upper Secondary. Staatliche, kommunale, kirchliche, private, internationale, Förder- und Internatsschulen bieten unterschiedliche, lokal regulierte Bildungswege.
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