Der Straßenverkehr ist das wichtigste landgestützte Verkehrssystem, umfasst aber formelle Dienste und informelle Praktiken. Ein öffentliches Kraftfahrzeug, üblicherweise PMV genannt, ist ein Bus oder Minibus zur Personenbeförderung. PMV-Lizenzen können das zulässige Gebiet, Straßen oder Fernstraßen, Haltestellen, die Höchstzahl der Fahrgäste und den Fahrplan festlegen. PMV-Fahrer benötigen die entsprechende Fahrerlaubnis oder Genehmigung; für Besatzungsmitglieder kann eine gesonderte Genehmigung erforderlich sein. Provinzregierungen bearbeiten die Lizenzierung innerhalb einer Provinz. Büros der Road Traffic Authority (RTA) in Port Moresby, Mt Hagen, Lae und Kokopo bearbeiten entsprechende regionale oder provinzübergreifende Angelegenheiten. Taxis sind eine weitere etablierte Möglichkeit im Stadt- und Regionalverkehr; Verfügbarkeit und Bedingungen unterscheiden sich je nach Ort. Das Department of Works and Highways verwaltet das nationale Straßennetz, den Road Fund, die Instandhaltung und das Programm Connect PNG. In seinen Angaben zur Instandhaltung werden rund 8.700 Kilometer Nationalstraßen genannt. Gazette G345/G346-2025 enthält eine rechtliche Klassifizierung und beschreibt den Ausbau von Connect PNG auf 11.535 Kilometer. Diese Zahlen beziehen sich auf unterschiedliche Bereiche und sind nicht als eine bestätigte aktuelle Netzlänge zu behandeln. Provinz- und Distriktbehörden verwalten andere Straßenabschnitte; die Instandhaltungsverantwortung hängt daher von der jeweiligen Straße ab. Zu den wichtigsten benannten Verbindungen gehören Highlands Highway, Hiritano Highway, Ramu Highway, Sepik Highway und New Britain Highway. Nur ein begrenzter Teil der Verbindungen ist befestigt und ganzjährig zuverlässig. Starker Regen, Überschwemmungen, Erdrutsche, Küstenerosion und Erdbeben können Reisen verzögern, Brücken beschädigen und Straßen sperren. Connect PNG und Projekte für widerstandsfähigen Verkehr befassen sich mit Brücken, Entwässerung, Hangsicherung und Fußgängeranlagen. Die Bedingungen unterscheiden sich jedoch weiterhin stark zwischen dem National Capital District, den Highlands, Momase, den Inseln und abgelegenen Regionen. Manche Siedlungen sind daher statt einer durchgehenden Straßenverbindung auf Luft- oder Wasserwege angewiesen. Für 2026 bis 2030 erhöht der genehmigte Regulierungszeitraum die PMV-Höchsttarife 2026, 2027 und 2028 jeweils um 20 Prozent. Im National Capital District beträgt der Höchsttarif für eine Fahrt mit einem städtischen PMV für Erwachsene K1.60; längere Fahrten im Stadtgebiet und in den Vororten kosten in der Praxis häufig etwa K2. Taxifahrten können bis zu K4.50 Grundgebühr plus K5.90 je Kilometer kosten. Dies sind Höchstbeträge; niedrigere Tarife oder fortgeltende Vergünstigungen können gelten. Der tatsächliche Fahrpreis hängt von Gebiet, Entfernung, Fahrzeug und Verfügbarkeit ab und sollte daher vor der Fahrt bestätigt werden. Ein Kraftfahrzeug benötigt im Allgemeinen eine Registrierung, ein Verkehrstüchtigkeitszeugnis, eine aktuelle Haftpflichtversicherung für Dritte und die vorgeschriebene Gebühr. Eine Sicherheitsplakette ist vorgeschrieben; mindestens alle sechs Monate ist eine Inspektion erforderlich. PMVs und Taxis benötigen zusätzliche Betriebs- und Fahrerlaubnisse. Ein ausländischer Führerschein wird bis zu sechs Monate nach der Einreise anerkannt und benötigt möglicherweise eine englische Übersetzung. Je nach Verfahren kann ein voller Führerschein für ein bis fünf Jahre ausgestellt werden. Motor Vehicles Insurance Limited (MVIL) und Provinzregierungen bieten an den jeweiligen Orten praktische Zulassungsdienste an. In Papua-Neuguinea wird links gefahren. Nach den Road Traffic Rules 2017 beträgt die Höchstgeschwindigkeit im Allgemeinen 60 km/h in Städten, 100 km/h außerhalb von Städten und Dörfern, 40 km/h innerhalb eines Dorfes und 25 km/h an einer Kreuzung. Ebenfalls 25 km/h gelten in der Nähe einer Schule oder eines Spielplatzes, wenn Kinder anwesend sind, sowie an Fußgänger- oder Kinderüberwegen; Fahrer müssen querende Personen passieren lassen. Sicherheitsgurte müssen angelegt werden, wenn der Sitz mit einem Gurt ausgestattet ist. Die Verkehrsregeln gelten auch für Fahrer, Motorradfahrer, Fahrgäste, Fußgänger und Tiere. Der Luftverkehr ist für Orte ohne ausreichende Straßenverbindungen unverzichtbar. Die National Airports Corporation verwaltet 22 nationale Flughäfen; der Jacksons International Airport in Port Moresby ist das internationale Drehkreuz. Die Civil Aviation Safety Authority of Papua New Guinea überwacht die Sicherheit der Zivilluftfahrt. Fluggäste müssen Sicherheitseinweisungen, Anschnallzeichen, Rauchverbote, Sicherheitskontrollen und Anweisungen der Besatzung beachten. Tickets, Flugpläne und Zugang hängen vom Anbieter und dem jeweiligen Dienst ab. Der Seeverkehr verbindet Küsten- und Inselgemeinden und unterstützt den internationalen Handel. PNG Ports verwaltet ein Netz aus 15 Häfen; Lae und Port Moresby sind wichtige Drehkreuze. Die National Maritime Safety Authority überwacht die Sicherheit von Schiffen und Seeleuten, die Suche und Rettung sowie die Vermeidung von Meeresverschmutzung. Passagierverbindungen, Fahrpläne, Genehmigungen und Preise hängen vom jeweiligen Anbieter und Hafen ab; einen landesweiten Passagierfahrplan oder einheitlichen Tarif gibt es nicht. Papua-Neuguinea hat kein betriebenes nationales Eisenbahnsystem. In der staatlichen Planung wird die Eisenbahn lediglich als mögliche Option für 2035 bis 2040 genannt; sie ist daher keine derzeitige Reisemöglichkeit. Ein zuverlässig dokumentiertes landesweites Radwegenetz, Bikesharing-Angebot oder eigener Radtarif ist ebenfalls nicht belegt. Wo die Bedingungen es zulassen, fahren Menschen individuell Fahrrad; Radfahren ist jedoch kein etabliertes nationales Teilsystem des Verkehrs. Zu Fuß zu gehen bleibt vielerorts praktisch notwendig, während formelle Gehwege und Überwege lückenhaft sind. Für den National Capital District sind Lücken in der Fußgängerinfrastruktur dokumentiert; manche Projekte am Highlands Highway ergänzen getrennte Gehwege. Es gelten Abgasnormen für Fahrzeuge; bei der Verkehrsplanung kommen zunehmend Standards zur Klimaresilienz für Straßen, Brücken und andere Infrastruktur zum Einsatz. Die Seeverkehrsbehörde befasst sich mit Meeresverschmutzung. In der verfügbaren Primärforschung wurde kein verlässlicher nationaler Datensatz zu Verkehrsemissionen oder zur Verkehrsmittelverteilung ermittelt. Nationale Umweltvergleiche sollten daher nicht als präzise Zahlen dargestellt werden.
Verkehr in Papua-Neuguinea
Zum Verkehr in Papua-Neuguinea gehören Straßen, öffentliche Kraftfahrzeuge, Taxis, Fußverkehr sowie Luft- und Seeverkehr; die Erreichbarkeit unterscheidet sich jedoch stark nach Provinz und Siedlung. Öffentliche Kraftfahrzeuge, meist Busse oder Minibusse, und Taxis übernehmen einen großen Teil des formellen städtischen und regionalen Personenverkehrs. Viele abgelegene Orte sind auf Flugzeuge oder Boote angewiesen, weil Straßenverbindungen unvollständig sind oder durch Regen, Überschwemmungen, Erdrutsche, Küstenerosion oder Erdbeben unterbrochen werden. Papua-Neuguinea hat kein betriebenes nationales Eisenbahnnetz und kein belegtes landesweites Radwegenetz.
Tipp
Richten Sie die Wahl des Verkehrsmittels nach der tatsächlichen Erreichbarkeit Ihres Ziels und nicht nach der scheinbaren Entfernung auf der Karte. Lizenzierte PMVs oder Taxis eignen sich häufig für Fahrten innerhalb von Städten und Regionen. Für abgelegene Orte oder Inseln können zusätzliche Zeit und eine Fahrt mit Flugzeug oder Boot erforderlich sein. Prüfen Sie vor der Abfahrt Fahrzeugpapiere, Führerscheinstatus und Straßenverhältnisse, wenn Sie selbst fahren.

