Die aktuellste amtliche Verteilung der Religionszugehörigkeit stammt aus der Volkszählung des National Statistical Office von 2011, da die endgültigen Zahlen der Volkszählung 2024 keine Angaben zur Religion enthielten. Von den Bürgern in privaten Haushalten bezeichneten sich 95,6 % als christlich, 1,4 % als nichtchristlich; 0 % gaben an, keiner Religion anzugehören, und 3,1 % machten keine Angabe. Die Konfessionszahlen von 2011 umfassten römisch-katholisch 26 %, evangelisch-lutherisch 18,4 %, Siebenten-Tags-Adventisten 12,9 %, Pfingstkirchen 10,4 %, United Church 10,3 %, andere christliche Gruppen 9,7 %, Evangelical Alliance 5,9 %, anglikanisch 3,2 %, baptistisch 2,8 %, Salvation Army 0,4 % und Kwato Church 0,2 %. Aktuelle nationale Konfessionszahlen für 2024 wurden nicht veröffentlicht. Regionale Muster unterscheiden sich: In der Autonomen Region Bougainville waren 68 % römisch-katholisch, in der Provinz Morobe 67 % evangelisch-lutherisch und in der Provinz Northern 61 % anglikanisch. Lokale Gemeinden und Konfessionen bieten Gottesdienste, Gebete, Bibelunterricht, Evangelisation, Seelsorge und konfessionsspezifische Rituale an. Zugang, Mitgliedschaft, Vorbereitung, Spenden und Gebühren werden lokal geregelt; es gibt keinen einheitlichen nationalen Tarif für Gottesdienste oder ein landesweit einheitliches Buchungsverfahren. Kirchen betreiben außerdem Schulen, Gesundheitsdienste und Bildungseinrichtungen als Teil ihrer breiteren Gemeinschaftsarbeit. Der Papua New Guinea Council of Churches (PNGCC) verbindet große Kirchen zur Zusammenarbeit, zum Gebet, für Friedensarbeit, Versöhnung und gesellschaftliches Engagement. Zu seinen Mitgliedern gehören anglikanische, baptistische, katholische, evangelisch-lutherische, Gutnius-Lutheran-, Salvation-Army- und United-Church-Organisationen. Auch die Catholic Bishops Conference of PNG and Solomon Islands unterstützt die Zusammenarbeit christlicher Kirchen und den Dialog mit anderen Glaubensrichtungen. Kleine muslimische und Baháʼí-Gemeinschaften sind dokumentiert; der PNGCC hält auch Kontakte zu muslimischen, buddhistischen und hinduistischen Gemeinschaften. Die Verfassung schützt in Abschnitt 45 Gewissens-, Gedanken- und Religionsfreiheit sowie religiöse Praxis, Bekundung und Verbreitung; Abschnitt 38 sieht rechtmäßige Einschränkungen etwa im Zusammenhang mit öffentlicher Ordnung, Gesundheit und Sicherheit vor. Niemand darf gezwungen werden, Religionsunterricht zu erhalten oder an religiösen Zeremonien oder Bräuchen teilzunehmen. Kinder sind vor Religionsunterricht ohne Zustimmung von Eltern oder Erziehungsberechtigten geschützt. Religionsunterricht kann in Schulen angeboten werden; auch weltlicher Unterricht über Religion ist möglich. Glaubensbasierte Träger sind ein integraler Bestandteil des National Education System. Christian Values and Ethics Education wird von Prep bis zur 12. Klasse angeboten; Christian Religious Education hat auf jeder Stufe ein eigenes 60-Minuten-Zeitfenster. Schulen kirchlicher Träger können eigene Programme verwenden. Eine Verfassungsänderung, die das Parlament am 12. März 2025 verabschiedete, bezeichnete Papua-Neuguinea als christliches Land. Der in der Forschungsdokumentation verfügbare konsolidierte Verfassungstext enthielt die Änderung jedoch noch nicht. Inkrafttreten und aktueller Rechtswortlaut sollten daher vor einer rechtlichen Berufung überprüft werden. Zu den offiziellen Feiertagen 2026 gehören Karfreitag am 3. April, Karsamstag am 4. April, Ostersonntag am 5. April, Ostermontag am 6. April, National Day of Repentance am 26. August und Weihnachten am 25. Dezember. Konfessionen und lokale Gemeinden können weitere Feiertage begehen. Taufe oder Segnung, Konfirmation, Abendmahl, Trauungssegen, Beerdigung und Gedenkgottesdienste richten sich nach Konfession und Gemeinde. Eine religiöse Zeremonie allein schafft nicht automatisch einen zivilen Registereintrag. Eine Gewohnheitsrechtsehe kann durch Einhaltung örtlicher Bräuche, eine Mitteilung oder Bescheinigung des Village Court oder eine Segnungsbescheinigung eines Geistlichen belegt werden. Eine zivile Ehe wird nach dem Marriage Act von einem registrierten Standesbeamten oder Provincial Administrator geschlossen. Die Registrierung beim Papua New Guinea Civil and Identity Registry belegt die Ehe rechtlich und kann für Erbschaft, Ansprüche, Staatsangehörigkeit und soziale Sicherheit wichtig sein. Gebühren, Vorbereitungsfristen und Terminabläufe unterscheiden sich je nach Konfession, Gemeinde, Registerstelle und Provinz.
Religion in Papua-Neuguinea
Religion ist in Papua-Neuguinea überwiegend christlich geprägt. Zu den größten Gruppen gehören römisch-katholische, evangelisch-lutherische, adventistische, pfingstkirchliche, vereinigte und anglikanische Gemeinden. Traditionelle religiöse Überzeugungen und Bräuche können neben christlicher Zugehörigkeit fortbestehen; außerdem gibt es kleine Baháʼí-, muslimische, buddhistische und hinduistische Gemeinschaften. Gewissensfreiheit, Religionsausübung und Schutz vor Zwang sind vorbehaltlich rechtmäßiger Einschränkungen verfassungsrechtlich geschützt.
Tipp
Betrachte Religion in Papua-Neuguinea als örtliche Entscheidung, die Gemeinde, Konfession, Gewohnheitsrecht und gegebenenfalls ein separates ziviles Verfahren einbezieht. Kläre zuerst den praktischen Zweck: Gottesdienst, Bildung, religiöse Zeremonie, rechtliche Registrierung oder Dialog. Gehe nicht von landesweit einheitlichen Gebühren, Zugangsmöglichkeiten, aktuellen Mitgliedszahlen oder Rechtswirkungen aus.

