Wahlen sind ein zentraler Teil der Demokratie in Österreich. Wahlberechtigte Menschen geben ihre Stimme frei, persönlich und geheim ab. Niemand muss offenlegen, welche Partei oder Person gewählt wurde. In Österreich gibt es mehrere Wahlarten. Dazu gehören insbesondere Nationalratswahlen, Landtagswahlen, Gemeinderatswahlen, Bundespräsidentenwahlen und Wahlen zum Europäischen Parlament. Sie betreffen unterschiedliche staatliche Ebenen und erfüllen deshalb verschiedene Aufgaben. Bei der Nationalratswahl werden die Abgeordneten des Nationalrates bestimmt. Das Ergebnis beeinflusst, welche politischen Mehrheiten im Parlament möglich sind. Die Bundesregierung wird nicht unmittelbar als gemeinsames Team vom Volk gewählt, sondern entsteht im Zusammenspiel der verfassungsmäßigen Organe und der politischen Mehrheiten. Landtagswahlen bestimmen die Zusammensetzung des Landtages eines Bundeslandes. Gemeinderatswahlen entscheiden über die örtliche politische Vertretung. Wie das Bürgermeisteramt besetzt wird, ist nicht überall gleich geregelt und hängt vom jeweiligen Landesrecht ab. Bei der Bundespräsidentenwahl wird das Staatsoberhaupt direkt gewählt. Bei der Europawahl bestimmen die Wahlberechtigten die österreichischen Mitglieder des Europäischen Parlaments. Diese Wahlen betreffen daher andere Aufgaben als eine Nationalrats- oder Gemeinderatswahl. Viele Vertretungskörper werden nach Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt. Dabei sollen Parteien ungefähr entsprechend ihrem Stimmenanteil Mandate erhalten, sofern die geltenden Voraussetzungen erfüllt sind. Persönliche Vorzugsstimmen können je nach Wahl ebenfalls eine Rolle spielen. Vor einer Wahl wird ein Wählerverzeichnis geführt. Am Wahltag erfolgt die Stimmabgabe üblicherweise in einem zugeordneten Wahllokal; mit einer Wahlkarte bestehen zusätzliche Möglichkeiten. Entscheidend ist, dass der Stimmzettel den Vorgaben entsprechend ausgefüllt und unbeobachtet abgegeben wird. Nach Schließung der Wahllokale werden die Stimmen nach festen Regeln ausgezählt und die Ergebnisse zusammengeführt. Kontrollpersonen, Wahlbehörden und dokumentierte Abläufe sollen eine korrekte Durchführung sichern. Für die Verteilung von Mandaten gelten die Regeln der jeweiligen Wahl. Wahlen geben politische Richtung vor, lösen aber nicht jede Sachfrage unmittelbar. Gewählte Organe müssen beraten, Mehrheiten bilden und rechtliche sowie finanzielle Grenzen beachten. Wer informiert wählt und auch zwischen Wahlen mitwirkt, stärkt die demokratische Kontrolle.
Wahlen in Österreich
Wahlen ermöglichen den Bürgerinnen und Bürgern in Österreich, politische Vertretungen und bestimmte Ämter demokratisch zu bestimmen. Gewählt wird auf mehreren Ebenen, darunter Bund, Bundesländer, Gemeinden und Europäische Union. Das Wahlgeheimnis schützt die freie persönliche Entscheidung.
Tipp
Prüfe in Österreich vor jeder Wahl, ob du im Wählerverzeichnis richtig erfasst bist und wo dein Wahllokal liegt. Wenn du dort nicht wählen kannst, kümmere dich rechtzeitig um eine Wahlkarte und befolge ihre Hinweise genau. Vergleiche Programme und Personen anhand weniger Themen, die für dich besonders wichtig sind.

