Die Volkszählung Nepals von 2021 erfasste 23.677.744 Hindus, 2.393.549 Buddhisten, 1.483.066 Muslime, 924.204 Anhänger der Kirat-Religion, 512.313 Christen und 102.048 Anhänger von Prakriti. Diese Zahlen entsprechen Volkszählungskategorien und beschreiben persönliche Praxis, regionale Unterschiede oder möglicherweise mehrere religiöse Identitäten nicht vollständig. Hinduistische Praxis ist landesweit sehr verbreitet; buddhistische und islamische Institutionen sind ebenfalls breit etabliert. Kirat-, christliche, Prakriti- und kleinere Gemeinschaften haben besondere regionale oder lokale Bedeutung. Religiöser Zugang beginnt üblicherweise bei einer lokalen Gemeinschaft oder einem Gotteshaus. Tempel, Klöster, Gumbas, Moscheen, Kirchen und Gemeinschaftsorganisationen bieten Gottesdienste, Unterricht, Zeremonien und Unterstützung an. Eine Guthi ist eine treuhandähnliche Institution, die religiöses Eigentum, Tempel, Klöster, Feste und पूजा-bezogene Aufgaben verwalten kann. Guthi Sansthan und das Department of Archaeology sind für Guthi-Eigentum, religiöse Stätten und Kulturerbe zuständig. Das Ministry of Home Affairs bearbeitet nationale Feiertage und zugehörige Verwaltungsfragen; District Administration Offices können örtliche Strukturen zur Wahrung religiöser Harmonie unterstützen. Die örtlichen Ward Offices registrieren Ereignisse wie Geburt, Heirat und Tod. Artikel 4 der Verfassung definiert Nepal als säkularen Staat. Artikel 26 schützt das Recht jeder Person, gemäß eigener Überzeugung eine Religion zu haben, auszuüben und zu schützen, vorbehaltlich öffentlicher Gesundheit, Anstand, Moral, öffentlichem Frieden und des Schutzes anderer Religionen. Der Staat muss Menschen unabhängig von ihrer Religion gleichbehandeln. Konversion und Handlungen, die einer anderen Religion schaden, sind eingeschränkt. Kapitel 9 des Muluki Criminal Code sieht Strafen für Beschädigung oder Entweihung religiöser oder heiliger Stätten, Verletzung religiöser Gefühle, vorsätzliche Behinderung religiöser Rituale anderer sowie konversionsbezogene Handlungen vor. Die genannten Höchststrafen reichen von einer Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe für die Behinderung eines Rituals bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe und einer Geldstrafe von NPR 50.000 für Konversion, versuchte Konversion, Anstiftung oder konversionsbezogene Propaganda. Zu den religiösen Schulen gehören Madrasa, Gumba, Vedavidyashram, Gurukul und Ashram. Das Ministry of Education, Science and Technology ist für Politik, Standards, Verfahren, Unterstützung, Überwachung, Regulierung und Koordination zuständig. Der School Education Sector Plan 2022/23–2026/27 sieht Zuschüsse für Ashram- oder Gurukul-, Gumba- und Madrasa-Schulen auf bestimmten Schulstufen vor. Formelle Schulregistrierung, Anerkennung und Lehrplanvorgaben sind von gemeinschaftlichem Religionsunterricht getrennt. Nepals jährliche Feiertagsliste umfasst religiöse und ethnisch-religiöse Anlässe wie Maha Shivaratri, Ram Navami, Buddha Jayanti, Krishna Janmashtami, Ghatasthapana, Eid ul Fitr, Eid ul Adha, Weihnachten, Tamu Lhosar, Sonam Lhosar, Gyalpo Lhosar, Ubhauli und Udhauli. Die genauen Termine und der amtliche Feiertagsstatus sind anhand der aktuellen Liste des Ministry of Home Affairs zu prüfen. Ein öffentlicher Feiertag bedeutet nicht, dass jede Gemeinschaft den Anlass auf gleiche Weise begeht. Das Nepal Hajj Committee bietet nepalesischen Muslimen einen staatlich organisierten Weg zur Hadsch. Das Verfahren umfasst jährliche Anträge, Auswahl, Orientierung, Pass- und Visaverfahren, Reise, Unterkunft und gesundheitliche Vorbereitung. Umrah fällt ebenfalls in seinen Zuständigkeitsbereich. Andere Pilgerreisen werden gewöhnlich von lokalen oder gemeinschaftlichen Institutionen organisiert. Ritual- und Gemeinschaftskosten folgen keiner landesweit einheitlichen Gebührenordnung; die Hadschkosten werden jedes Jahr amtlich bekannt gegeben. Religiöse Hochzeiten, Namensgebungs- oder Aufnahmezeremonien, Beerdigungen und Gebete richten sich nach der jeweiligen Gemeinschaft und dem Ritual. Eine religiöse Zeremonie ersetzt keine zivile Registrierung. Geburten, Todesfälle, Eheschließungen, Scheidungen und Migration werden beim Ward Office registriert, das für den ständigen Wohnsitz oder den Ort des Ereignisses zuständig ist. Bei einer Heiratsregistrierung treten beide Ehepartner als Melder auf; die Registrierung innerhalb von 35 Tagen ist kostenlos, danach fällt eine Verspätungsgebühr an. Der interreligiöse Dialog ist institutionell zersplittert. District Administration Offices können lokale Religious Harmony Committees einrichten. Das National Inter-Religious Network Nepal betreibt seit 2008 nationale, Distrikt- und kommunale interreligiöse Strukturen. Die Muslim Commission ist ein Verfassungsorgan mit Schwerpunkt auf Rechten, Kultur und Stärkung muslimischer Menschen. Einheitliche nationale Gebühren, Mitgliederzahlen und detaillierte Ritualregeln für alle Gemeinschaften sind nicht festgelegt; örtliche Praxis sollte deshalb bei der zuständigen Gemeinschaft oder Institution erfragt werden.
Religion in Nepal
Religion in Nepal ist gesellschaftlich und institutionell vielfältig und umfasst hinduistische, buddhistische, islamische, Kirat-, christliche und Prakriti-Gemeinschaften. Nepal ist ein säkularer Staat, der Glauben, Praxis und Schutz der Religion gewährleistet, zugleich aber Konversion und Handlungen einschränkt, die religiöse Harmonie oder öffentlichen Frieden beeinträchtigen. Religiöses Leben wird durch lokale Gemeinschaften, Tempel, Klöster, Gumbas, Moscheen, Kirchen, Guthis und registrierte Organisationen organisiert, nicht durch eine zentrale Religionsbehörde.
Tipp
Beginnen Sie mit dem konkreten Zweck: Gottesdienst, religiöse Bildung, Lebensereignis, Pilgerreise, Dialog oder zivile Registrierung. Wenden Sie sich an die zuständige lokale Gemeinschaft oder Institution und prüfen Sie ihre aktuellen Anforderungen, Kosten, Termine und ihre Rechtslage, denn in Nepal gibt es keine zentrale Religionsbehörde. Trennen Sie religiöse Zeremonien von staatlicher Registrierung, besonders bei Heirat, Geburt und Tod.

