Alle drei Inseln sind von schweren Notlagen bedroht, doch die Risiken unterscheiden sich je nach Ort. Grande Comore ist besonders dem Karthala, Küstenüberschwemmungen und anderen Gefahren an der Küste ausgesetzt. Anjouan und Mohéli waren am 14. Dezember 2024 stark von Zyklon Chido betroffen; Häuser und Ernten wurden beschädigt, außerdem kam es zu Überschwemmungen, Erdrutschen, Stromausfällen und Vertreibungen. Zyklon Kenneth verursachte im April 2019 mindestens sieben Todesfälle, mehr als 200 Verletzte und Schäden und Verluste von etwa 186 Millionen US-Dollar, rund 16 % des nationalen BIP. Auch Tsunamis und Ausfälle von Straßen, Häfen, Flughäfen, Strom-, Wasser- und Sanitärversorgung, Gesundheitsdiensten und Telekommunikation sind relevant, weil es nur begrenzte Ausweichmöglichkeiten für Verkehr und Versorgung zwischen den Inseln gibt. Die Direction Générale de la Sécurité Civile koordiniert im Innenministerium mit der Plateforme Nationale pour la Prévention et la Réduction des Risques de Catastrophes, den Inselbehörden, Gouverneuren, Gemeinden und internationalen Partnern. Die Direction Technique de la Météorologie innerhalb der ANACM stellt Wetterinformationen bereit; das Observatoire Volcanologique du Karthala überwacht vulkanische Aktivität. Der Komorische Rote Halbmond sowie Partner der Vereinten Nationen, der IFRC, der Weltbank, der ARC und REPAIR können Einsätze unterstützen. Formelle Systeme, humanitäre Hilfe und informelle lokale Maßnahmen bestehen nebeneinander. Die nationale Strategie zur Verringerung des Katastrophenrisikos 2024–2030 bietet einen Rahmen für weitere Verbesserungen. Wetterinformationen können von Wetterbehörden, lokalen Verantwortlichen, Radio, Mobilfunknetzen und gemeinschaftlichen Kanälen kommen. TIAEWS/HADHARI startete am 23. April 2026 ein Projekt, das Warnungen auf den Inseln verständlicher, inklusiver und handlungsorientierter machen soll. Der Projektstart belegt keine vollständige landesweite Abdeckung. Haushalte sollten Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Beleuchtung, ein Radio, eine geladene Powerbank und wichtige Dokumente bereithalten, Fluchtwege und Sammelpunkte bestimmen und Unterstützung für Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Schwangere planen. Bei Gebäuden an instabilen Hängen, exponierten Küsten, Flussbetten sowie in Lava- oder Aschegebieten ist besondere Vorsicht geboten. Befolge während einer Notlage bestätigte Anweisungen der Behörden, verlasse bedrohte Küsten, Flussbetten, steile Hänge sowie Lava- oder Aschegebiete und meide beschädigte Gebäude und Versorgungsleitungen. Eine einheitliche landesweite Übersicht zu Notunterkünften und Transportmöglichkeiten ist nicht verlässlich dokumentiert. Prüfe Wege, Sammelpunkte und vorübergehende Unterkünfte daher vor Ort. Kehre erst zurück, wenn die Behörden Entwarnung geben. Es kann Hilfe mit Lebensmitteln, Wasser, Notunterkünften, Ausrüstungspaketen und Bargeld oder Gutscheinen geben. Der Zugang hängt jedoch von Ereignis, Schäden, Schutzbedürftigkeit, Registrierung, Insellogistik und der Präsenz von Partnern ab; einen allgemeinen Leistungsanspruch, eine Gebührenordnung oder garantierte Entschädigung gibt es nicht. Der Wiederaufbau beginnt häufig mit Erhebungen zu Schäden und Bedarf. Er kann vorübergehende Unterkünfte, Wasser und Sanitärversorgung, Lebensmittel, Gesundheit, Schutz und Unterstützung beim Lebensunterhalt umfassen. Das Post-Kenneth Recovery and Resilience Project beinhaltet widerstandsfähiges Wohnen, Küstenschutz, Straßen und gemeinschaftliche Infrastruktur. Eine Zusatzfinanzierung von 12,5 Millionen US-Dollar kam 2025 hinzu, darunter Arbeiten an einem 12 Kilometer langen Abschnitt der RN3, der etwa 13.000 Menschen versorgt.
Katastrophen auf den Komoren
Die Komoren sind Zyklonen, Starkregen, Überschwemmungen, Erdrutschen, vulkanischer Aktivität des Karthala, Erdbeben, Küstenerosion, steigendem Meeresspiegel, Dürren und Wasserknappheit ausgesetzt. Das Katastrophenmanagement liegt bei Zivilschutzbehörden, Insel- und Gemeindestrukturen, Wetter- und Vulkanüberwachung, humanitären Organisationen und lokalen Netzwerken; ein einheitliches landesweites System ist nicht verlässlich dokumentiert. Vorsorge, lokale Warnkanäle und Haushaltspläne mindern Risiken, wenn Verkehr, Strom, Wasser oder Kommunikation ausfallen.
Tipp
Betrachte Katastrophenvorsorge auf den Komoren als örtlichen Haushaltsplan, der von mehreren Behörden und gemeinschaftlichen Kanälen unterstützt wird, nicht als einen einzigen landesweiten Dienst. Priorisiere einen nutzbaren Fluchtweg, grundlegende Vorräte, verlässliche Warnungen und Hilfe für Menschen, die beim Fortkommen Unterstützung brauchen. Verlasse dich nicht auf automatische Unterbringung, Transporte, Entschädigung oder Nothilfe.

