Die Unionsregierung ist auf den Komoren für Bank- und Finanzangelegenheiten zuständig; die Inselregierungen beaufsichtigen keine Banken. Die BCC lässt Finanzinstitute zu, führt das offizielle Register, beaufsichtigt Zahlungssysteme und setzt Kontrollen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung durch. Bankgeschäfte ohne Genehmigung der BCC sind illegal. Die öffentliche Liste der BCC vom 10. Dezember 2025 nennt BFC, BIC-Comores, Exim Bank Comores SA, SNPSF, BDC, die IFD-Netze URSA, USM, URGC und Union des MECK, MCTV, Telco Money SA, CASI und Hury Money SA. Institutions Financières Décentralisées (IFD) sind dezentrale Finanzinstitute, die über örtliche Netze Finanzdienstleistungen anbieten. Die jährliche Klassifizierung der BCC für 2024 zählte vier Banken, vier IFD, drei weitere Finanzinstitute und ein spezialisiertes Finanzunternehmen. Da sich Namen und Einordnungen ändern können, ist das aktuelle Register der BCC vor Kontoeröffnung oder Geldtransfer maßgeblich. Banken nehmen Einlagen entgegen und bieten Giro-, Spar- und Termineinlagen, Zahlungsmittel, Überweisungen, Lastschriften, Schecks, Karten, Devisengeschäfte und Kredite an. KMF ist das einzige gesetzliche Zahlungsmittel für inländische Zahlungen. Der feste Eurokurs beträgt 1 EUR zu 491,96775 KMF; innerhalb der Franc-Zone besteht uneingeschränkte Umtausch- und Übertragbarkeit. Eine Person oder juristische Person mit rechtmäßigem Wohnsitz, ob dauerhaft oder vorübergehend, hat Anspruch auf ein Einlagenkonto. Die Kontovereinbarung soll schriftlich erfolgen und den Kontobetrieb, die Schließung und mögliche Strafgebühren regeln. Zum Rahmen für ein Basiskonto gehören Kontoführung, mindestens ein sicheres Zahlungsmittel, Überweisungen, Lastschriften, Zugang zum Clearing und vierteljährliche Auszüge sowie eine Kontokennung in Form eines RIB oder RIP. Der Anbieter legt fest, welche Identitäts-, Registrierungs- und sonstigen Prüfunterlagen er verlangt. Wiederholte Ablehnungen können der BCC vorgelegt werden; diese kann eine Bank benennen. Banken und andere Anbieter müssen Kundenprüfung und Geldwäschekontrollen durchführen. Anbieter müssen ihre allgemeinen Bedingungen und Tarife veröffentlichen. Die genauen Gebühren für Konto, Karte und Überweisung unterscheiden sich jedoch nach Anbieter. Ein einheitlicher zentraler Gebührentarif besteht auf den Komoren nicht. Ein Kreditvertrag muss den effektiven Gesamtzinssatz, TEG genannt, ausweisen; die BCC legt eine Obergrenze für überhöhte Kreditzinsen fest. Ein verpflichtender Einlagensicherungsfonds schützt Einlagen; die Gelder des Fonds werden bei der BCC gehalten. Eine Entschädigung ist möglich, wenn Einlagen nicht verfügbar sind. Die geltende Deckungsgrenze und das Antragsverfahren müssen bei der BCC bestätigt werden. 2024 erreichten die gesamten Einlagen 193,6 Milliarden KMF; 66,5 Milliarden KMF davon hielten Privatpersonen. Übertragbare Einlagen stiegen um 16,9 % auf 116,695 Milliarden KMF, Spar- und Termineinlagen sanken um 3,9 % auf 69,4 Milliarden KMF. Der Zahlungsrahmen nach Décret 15/026/PR regelt Karten, Wechsel, Schuldscheine, Überweisungen, Lastschriften und Schecks. Ein Scheck kann teilweise ausgezahlt werden, wenn das Kontoguthaben nicht ausreicht; der Mindestbetrag für einen Scheck liegt bei 10.000 KMF. Probleme mit Schecks können zu einem Bankverbot führen. Der Rahmen fördert außerdem elektronische Zahlungsmittel und begrenzt die Abhängigkeit von Bargeld. Moroni betreibt seit 2006 unter Leitung der BCC ein Clearing für Interbank-Papiere. Das System verarbeitet Schecks, Überweisungen und nicht eingelöste Zahlungsinstrumente an Werktagen, nicht aber samstags, sonntags oder an Feiertagen. Seit dem 23. April 2026 bieten KomorPay und sein automatisiertes Überweisungssystem ACH-Dienste für Überweisungen unter 10.000.000 KMF und entmaterialisierte Schecks an. Die Abwicklung erfolgt stapelweise mit nachgelagerter Nettoverrechnung. RTGS wickelt Überweisungen über 10.000.000 KMF und dringende Zahlungen in Echtzeit ab. Die BCC nennt durchschnittlich einen Tag für Überweisungen und einen Werktag für Schecks. Annahmeschlusszeiten und Bedingungen des Anbieters können jedoch die einzelne Transaktion beeinflussen. Zu den aufgeführten Teilnehmenden zählen AFG, BPC, BDC, BFC, EXIM, MECK Moroni und Union des MECK. Zahlungskarten sind gesetzlich geregelt, werden jedoch schrittweise eingeführt. Komor Switch deckt Bargeldabhebungen an bankübergreifenden Geldautomaten, Sofortüberweisungen zwischen Banken und mobilen Geldkonten sowie Karten- oder Telefonzahlungen bei Händlern ab. Welche Dienste einer Kundin oder einem Kunden zur Verfügung stehen, hängt von Anbieter und Insel ab. Eine flächendeckende landesweite Verfügbarkeit sollte daher nicht angenommen werden. Mobile Geldtransfers werden unter anderem von BDC Holo, Telco Money und Huri Money angeboten; auf der öffentlichen Liste der BCC steht Hury Money SA. Die Dienste nutzen mobile Stellen, Vermittler, Untervertriebe und Zahlungsterminals. 2024 erreichte das E-Geld-Guthaben 2,7 Milliarden KMF. Es gab 669.584 Konten, davon 195.141 aktive Konten beziehungsweise 29,1 %. Das System verzeichnete 5.458.040 Transaktionen. Mehr als 93 % davon betrafen Aufladung, Ein- oder Auszahlung sowie Überweisungen zwischen Privatpersonen. Anbieter von mobilem Geld dürfen nur in ihrem zugelassenen Tätigkeitsbereich arbeiten und müssen im BCC-Register stehen. Mali Ya Wakazi nutzt zugelassene lokale Händler als Vermittler für Einzahlungen, Auszahlungen und Kontoeröffnungen. Es bietet eine formelle Alternative für Bankgeschäfte in der Nähe. Der landesweite Ausbau und die Verfügbarkeit hängen jedoch von Insel und Anbieter ab. Der Zugang in ländlichen Gebieten ist aufgrund hoher Zugangskosten, Sicherheitenanforderungen und schlechter Abdeckung uneinheitlich. Der Bericht für 2024 verzeichnete 140 Zweigstellen außerhalb des Hauptsitzgebiets. Bank- und IFD-Zugang zusammen erreichten 39,23 % der Bevölkerung; die breitere finanzielle Inklusion unter Einbezug von Banken, Mikrofinanzierung und E-Geld erreichte 49,20 %. Die Aufsichtsdaten von 2024 umfassten neun regulierte Einrichtungen. Ihre aggregierte Solvenz betrug 15 %, doch nur vier der neun erfüllten das von der BCC angegebene Minimum von 10 %. Notleidende Kredite machten 13,6 % aus; die Rückstellung betrug 59 %. Außerdem wurde ein Konzentrationsrisiko gemeldet. Die BCC überarbeitete ihren Abwicklungsrahmen, der nun einen Vorrang für Einleger und eine Abwicklungsfinanzierung vorsieht. SOGAK ist eine spezialisierte Garantieeinrichtung mit einem Kapital von 300.000.000 KMF, die den Zugang zu Krediten unterstützt. Prüfe vor einer Einzahlung, Überweisung oder Nutzung eines Online-Finanzdienstes das Register der BCC. Die BCC hat vor gefälschten ausländischen Aufsichtsbehörden und nicht zugelassenen Onlinebanken gewarnt. Cyberbetrug und Betrug mit mobilem Geld bleiben praktische Risiken. Vorfälle mit Bargeldtransporten führten 2025 zur vorübergehenden Aussetzung neuer Unteragenturen und zur Einrichtung einer Sicherheitskommission unter Beteiligung von APBEF und BCC. Bewahre schriftliche Kontovereinbarung, Tarif, Auszüge und Transaktionsbestätigungen auf. Beschwerden können an den Anbieter und den Aufsichtskontakt der BCC gerichtet werden. Ein unabhängiger Bankenombudsmann oder ein standardisiertes Beschwerdeverfahren ist im verfügbaren Rahmen nicht belegt.
Banken auf den Komoren
Bankdienstleistungen auf den Komoren bieten zugelassene Banken, dezentrale Finanzinstitute und E-Geld-Anbieter unter der Aufsicht der Banque Centrale des Comores (BCC) an. Banken führen Giro-, Spar- und Termineinlagen, Zahlungen, Karten, Überweisungen, Devisengeschäfte und Kredite. KMF, der Komoren-Franc, ist das einzige gesetzliche Zahlungsmittel für inländische Zahlungen. Zugang, Gebühren, Identifikationsanforderungen sowie Bargeld- und digitale Angebote unterscheiden sich nach Anbieter und Insel.
Tipp
Wähle einen zugelassenen Anbieter auf den Komoren nach den Diensten, die du wirklich brauchst, der Insel, auf der du ihn nutzen willst, und dem gewünschten Verhältnis von Filialzugang, digitalem Zugang, Gebühren und Zahlungsmöglichkeiten. Prüfe den Anbieter im BCC-Register, lass dir die Kontobedingungen schriftlich geben und kläre den Einlagenschutz, bevor du größere Beträge einzahlst. Mobile Geldangebote und lokale Vermittler können den Zugang erleichtern; prüfe ihre Zulassung und Verfügbarkeit jedoch gesondert.

