Das Ministerium für Grundbildung ist für Vorschul- und Grundschulbildung zuständig. Das Ministerium für Sekundarbildung beaufsichtigt allgemeinbildende und technische Sekundarbildung über regionale und bezirkliche Dienststellen sowie Schulinspektionen. Schulen können staatlich, privat, konfessionell oder gemeinschaftlich getragen sein. Privatschulen benötigen die vorgeschriebene Registrierung oder jährliche Genehmigung, da nicht registrierte Einrichtungen geschlossen werden können. Vorschulbildung wird von staatlichen, privaten und gemeinschaftlichen Trägern angeboten, ist aber nicht verpflichtend. Die Grundschule dauert normalerweise sechs Jahre und ist gesetzlich verpflichtend. Der Unterricht an öffentlichen Grundschulen ist grundsätzlich gebührenfrei; Familien können dennoch für Bücher, Uniformen, Materialien, Transport, Mahlzeiten, Prüfungen oder Beiträge von Eltern und Gemeinschaft zahlen. Im französischsprachigen System ist der Abschluss mit dem Certificat d'études primaires (CEP) verbunden; im englischsprachigen System streben die Schülerinnen und Schüler das First School Leaving Certificate (FSLC) an. Für die Abschlussprüfung der Grundschule ist eine Geburtsurkunde erforderlich. Die allgemeinbildende Sekundarschule unterscheidet sich zwischen den beiden Amtssprachensystemen. Im französischsprachigen System dauert sie normalerweise sieben Jahre: vier Jahre im ersten Zyklus und drei Jahre im zweiten. Auf den ersten Zyklus folgt das Brevet d'études du premier cycle (BEPC), im zweiten Zyklus kommt das Probatoire und auf das Abschlussjahr das Baccalauréat. Im englischsprachigen System dauert sie üblicherweise ebenfalls sieben Jahre, mit fünf Jahren im ersten und zwei Jahren im zweiten Zyklus. Die wichtigsten Prüfungen sind General Certificate of Education Ordinary Level und Advanced Level. Es gibt geisteswissenschaftliche und naturwissenschaftliche Zweige; das konkrete Angebot hängt von der Schule ab. Der technische Zweig wird unter dem Ministerium für Sekundarbildung schulisch angeboten und dauert gewöhnlich vier Jahre im ersten und drei Jahre im zweiten Zyklus. Zu den Abschlüssen gehören Certificat d'aptitude professionnelle, technisches Probatoire, technisches Baccalauréat oder Brevet de Technicien. Berufliche Bildung nach der Schule ist ein eigenes Gebiet. Französisch und Englisch sind die beiden Amtssprachen. Unterrichtssprache, Prüfungsbehörde und Abschluss hängen vom Teilsystem der Schule ab. Zweisprachige Schulen oder Abteilungen können beide Sprachen kombinieren; manche Schulen bieten zusätzlich Unterstützung in lokalen Sprachen. Laufende Leistungsbewertung, Trimesterprüfungen, Jahresabschlussprüfungen, Sport und weitere Schulaktivitäten gehören zum Schulalltag. Das Schuljahr läuft landesweit üblicherweise von September bis Juni in drei Trimestern. Der aktuelle Kalender, Prüfungstermine, Unterrichtszeiten und Fördermaßnahmen richten sich jedoch nach jährlichen Beschlüssen der Bildungsbehörden. Kinder werden normalerweise über eine Schule und die zuständigen örtlichen Bildungsbehörden angemeldet. Der Eintritt in die untere Sekundarstufe folgt auf den Abschluss der Grundschule und das einschlägige CEP, FSLC oder die geltenden Aufnahmebedingungen. Schulwechsel und Wiedereinstieg nach einer Unterbrechung können möglich sein; die Schule und örtlichen Behörden müssen aber einen verfügbaren Platz und die erforderlichen Unterlagen bestätigen. Gebühren der Sekundarstufe unterscheiden sich nach Schultyp und jährlicher Bekanntmachung. Entfernung, Armut, fehlende Geburtsurkunden, Ausschluss von Kindern mit Behinderungen, Lehrkräfte- und Infrastrukturmangel, Vertreibung und Unsicherheit können den Schulbesuch unterbrechen, besonders im hohen Norden sowie in den Regionen Nordwest und Südwest. Ein landesweit einheitliches, eigenständiges Sonderschulsystem gibt es in Kamerun nicht. Die 2024 bestätigte Nationale Politik für inklusive Bildung unterstützt Inklusion an Regelschulen, angepassten Unterricht, Braille, Gebärdensprache und psychosoziale Unterstützung. Daneben gibt es ungleich verfügbare Spezial-, Gemeinschafts-, Glaubensgemeinschafts- und NGO-Angebote. Die Verfügbarkeit hängt vom Ort, den Bedürfnissen des Kindes und den Möglichkeiten der Schule ab. Das Recht auf Bildung, Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung gilt neben Pflichten zu Anwesenheit, Schulregeln, Leistungsbewertung und Unterlagen der Sorgeberechtigten. Der praktische Schutz und Zugang sind jedoch nicht in allen Gebieten gleich stark.
Schule in Kamerun
Das Schulsystem in Kamerun umfasst Vorschule, sechsjährige Grundschule und allgemeinbildende oder technische Sekundarschule. Öffentliche und private Schulen gehören französischsprachigen, englischsprachigen oder zweisprachigen Systemen an; Lehrplan, zuständiges Ministerium und Abschluss hängen von Stufe und Teilsystem ab. Die Grundschule ist gesetzlich verpflichtend. Zugang, Kosten und Kontinuität unterscheiden sich nach Ort, Schulstatus, Haushaltsmitteln und Sicherheitslage. Klären Sie Anmeldung, erforderliche Unterlagen und den Übergang zur nächsten Stufe mit der Schule und den örtlichen Bildungsbehörden.
Tipp
Prüfen Sie bei der Schulwahl in Kamerun gemeinsam Sprachsystem, Stufe, rechtlichen Status, Erreichbarkeit und Gesamtkosten. Bestätigen Sie Unterrichts- und Prüfungssprache, Registrierung oder jährliche Genehmigung der Schule, erforderliche Unterlagen und den aktuellen Kalender, bevor Sie sich festlegen. Halten Sie eine Alternative bereit, wenn Entfernung, fehlende Geburtsurkunden, Unterstützung bei Behinderungen, Vertreibung oder Unsicherheit den Schulbesuch unterbrechen könnten.

