Das Nationale Statistikinstitut INEGE erfasst den Haushaltsverbrauch mit der II Encuesta Nacional de Hogares, kurz ENH2. Die Erhebung lief von August 2022 bis August 2023 und wurde 2024 veröffentlicht. Der durchschnittliche Jahresverbrauch eines Haushalts lag bei rund 4.190.000 XAF/FCFA, der durchschnittliche Jahresverbrauch pro Person bei rund 1.437.000 XAF. Der mittlere monatliche Verbrauch pro Person betrug 67.000 XAF, der Durchschnitt 88.000 XAF; im untersten Dezil waren es rund 23.000 XAF und im höchsten Dezil 258.000 XAF. Diese Werte sind weder Schwellen für verfügbares Einkommen noch Empfehlungen für ein übliches Bargeldbudget. Lebensmittel und alkoholfreie Getränke machten 34,0 % des nationalen Verbrauchs aus, sonstige Waren 29,9 %, Miete 14,5 %, Bildung und Gesundheit 12,6 %, langlebige Güter 5,1 %, Licht und Wasser 2,9 % sowie Alkohol und Tabak 1,0 %. Ländliche Haushalte verwenden einen größeren Anteil ihres Verbrauchs für Lebensmittel als städtische: 41,8 % gegenüber 31,2 %. In der Region Continental beträgt der Anteil 40,2 %, in der Insularregion 24,0 %. Lokale Erzeugung, Importe und die Logistik auf Inseln beeinflussen die Preise. Die Armutsgrenze für Lebensmittel lag auf methodischer Grundlage von 2022–2023 bei etwa 1.007 XAF pro Person und Tag. Rund 26,8 % der Haushalte zahlen Miete. Der jährliche Mietverbrauch pro Person lag landesweit bei etwa 234.000 XAF, in Städten bei 265.000 XAF, auf dem Land bei 177.000 XAF und in Bioko Norte bei 395.000 XAF. Beobachtete Monatsmieten liegen häufig bei etwa 20.000 oder 50.000 XAF; eine verlässliche landesweite Mietpreistabelle gibt es nicht. Der Zugang zu Strom lag landesweit bei rund 82 %, in städtischen Gebieten bei 97 % und auf dem Land bei 50 %. Der Zugang zu Leitungs- oder Hahnwasser betrug etwa 50 % insgesamt, 57 % in Städten und 34 % auf dem Land. Kosten für Generatoren, Wassertanks und Ersatzwasser können daher die tatsächliche Haushaltsbelastung verändern, besonders außerhalb der wichtigsten Städte. Ein nationales Wassergebührenmodell von 2024 sieht für Haushalte mit geringem Einkommen eine soziale Monatsgebühr von 3.000 XAF vor; die Umsetzung und Anspruchsberechtigung sollten gesondert geprüft werden. Transportkosten hängen von Straße, Flugzeug, Schiff, Treibstoff und Entfernung ab und sind für Bioko, Annobón und entlegene ländliche Gebiete besonders relevant. Eine verlässliche landesweite Übersicht für Haushaltspreise liegt nicht vor. Gesundheitsausgaben umfassen direkte Zahlungen an öffentliche oder private Anbieter, Apotheken und informelle Versorgung. Die direkten Gesundheitsausgaben aus eigener Tasche machten 2021 etwa 7 % des Haushaltsverbrauchs aus. Als häufige Zugangshürde nannten 29,6 % der Befragten fehlendes Geld; 35,2 % gaben Selbstmedikation an. Im Versorgungsmuster kommen öffentliche Krankenhäuser, Privatkliniken, Apotheken, Gesundheitszentren, INSESO-Einrichtungen und traditionelle Heilende vor. Grundschulbildung ist gesetzlich verpflichtend und kostenlos; Schulmaterial, Fahrtkosten, private Schulen und weiterführende Bildung können dennoch erhebliche Ausgaben verursachen. Für Mobilfunk gibt es konkretere Preisangaben: GETESA bot 3 GB sowie 15 Minuten und 30 SMS für 1.000 XAF, 7,5 GB für eine Woche zu 4.500 XAF und 24 GB für einen Monat zu 15.000 XAF an. Festnetz-Internetpreise hängen von Anbieter und Paket ab. Eine separate verlässliche nationale Kostenreihe für Freizeit gibt es nicht. Familienunterstützung lässt sich nicht auf eine nachgewiesene allgemeine regelmäßige Geldleistung stützen. Das Registro Único Social wird geplant oder ausgebaut; der Zugang zu sozialer Absicherung bleibt fragmentiert. Schätzen Sie Kosten daher nach Haushaltsgröße, Stadt oder Land, Continental- oder Insellage, Wohnsituation, eigener Lebensmittelerzeugung, Entfernung, Gesundheitsbedarf, Bildungsniveau und Kommunikationsnutzung. Bank-, Schulden- und Steuerfragen gehören zu eigenen Themen.
Lebenshaltungskosten in Äquatorialguinea
Die Haushaltskosten in Äquatorialguinea unterscheiden sich je nach Ort, Haushaltsgröße, Wohnsituation und Zugang zu Dienstleistungen. Lebensmittel machen 34 % des nationalen Haushaltsverbrauchs aus, Miete rund 15 % und Bildung sowie Gesundheit etwa 13 %. Nationale Kennzahlen umfassen neben Käufen auch selbst erzeugte Güter, Geschenke und den rechnerischen Wohnwert und nicht nur Geldzahlungen.
Tipp
Erstellen Sie ein Budget für Ihren tatsächlichen Haushalt und Wohnort, statt den nationalen Durchschnitt als festes Monatsziel zu verwenden. Trennen Sie regelmäßige Geldzahlungen von eigener Lebensmittelproduktion, Geschenken, Wohnwert und unregelmäßigen Ausgaben. Priorisieren Sie Lebensmittel, Wohnen, Versorgung, Transport, Gesundheit und Bildung. Behandeln Sie angegebene Tarife, Mieten und Sozialleistungen erst dann als verfügbar, wenn örtliche Bedingungen und Anspruch bestätigt sind.

