Für Kinder beginnt der rechtliche Zugang zu Schule, Gesundheitsversorgung, Justiz, späterer Beschäftigung, Wahlen, Bankdiensten und Sozialhilfe mit der Geburtenregistrierung. Nach dem geltenden Rechtsrahmen soll sie innerhalb von 30 Tagen erfolgen. Eine Kurzform der Geburtsurkunde ist für Kinder von 0 bis 7 Jahren kostenlos; ab acht Jahren können Geldbußen, Stempelabgaben oder Kosten für die Bestätigung anfallen, während vollständige Urkunden gebührenpflichtig sein können. 2025 wurden 40.306 Kinder kostenlos registriert, darunter 8.760 im ersten Lebensjahr. Gesundheitsstationen, mobile Teams, Impftermine, das Zivilstandsregister (Civil Registry), Eltern, Ärztinnen und Ärzte, Familienmitglieder und eine traditionelle Autorität (Régulo) können beim Zugang helfen. Das elektronische System SIREC befindet sich im Übergang; 2019 waren nur 46 Prozent der Kinder unter fünf Jahren registriert.
Lebensphasen in Guinea-Bissau
Lebensphasen in Guinea-Bissau werden durch Übergänge wie Geburt, Schulbesuch, bezahlte Arbeit, familiäre Verantwortung und höheres Alter geprägt. Staatliche Stellen, Haushalte, Verwandte, Gemeinschaften und Nichtregierungsorganisationen teilen sich die Verantwortung für Unterstützung; der Zugang ist in der Regel in Bissau besser als in abgelegenen Regionen. Fehlende Dokumente, Armut, Transportprobleme, Saisonarbeit und institutionelle Lücken erschweren viele Übergänge.
Tipp
Sichere zuerst die Geburtenregistrierung, denn fehlende Dokumente können später Schule, Reisepässe, Arbeit, Bankgeschäfte und Sozialhilfe erschweren. Prüfe bei Schulabbruch, Berufseinstieg, höherem Alter, Behinderung oder Krise den tatsächlich erreichbaren örtlichen Weg und plane Transport, Gebühren und Unterstützung durch die Familie ein. Verlass dich bei Rente oder Pflege nicht auf einen einheitlichen staatlichen Anspruch; kläre formelle Beiträge, Unterstützung im Haushalt und erreichbare Dienste frühzeitig.

