Überbetriebliche Ausbildung ist meist kein eigener Ausbildungsweg neben der dualen Ausbildung. Sie ist ein zusätzlicher Lernort, wenn bestimmte praktische Inhalte nicht im Unternehmen stattfinden können. Das kommt besonders im Handwerk und bei kleinen oder spezialisierten Unternehmen vor. Auszubildende arbeiten weiter im Unternehmen und besuchen weiter die Berufsschule. Zusätzlich nehmen sie an Lehrgängen in Bildungszentren, Werkstätten oder Einrichtungen teil. Diese Lehrgänge können Maschinen, Techniken oder Arbeitsschritte abdecken, die im eigenen Unternehmen selten vorkommen. Die zuständige Stelle, Kammer oder Innung kann solche Lehrgänge organisieren oder vorschreiben. Der Ausbildungsvertrag wird dadurch normalerweise nicht zu einem Vertrag mit der überbetrieblichen Einrichtung. Die Prüfung und der anerkannte Berufsabschluss richten sich weiter nach dem Ausbildungsberuf. Überbetriebliche Ausbildung ist nicht dasselbe wie BvB, weil BvB auf eine Ausbildung vorbereitet und keinen Berufsabschluss ersetzt. Sie ist auch nicht automatisch eine außerbetriebliche Ausbildung für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz. Entscheidend ist, ob der Lehrgang eine bestehende duale Ausbildung ergänzt oder ob ein anderer Förderweg gemeint ist.
Überbetriebliche Ausbildung in Deutschland
Überbetriebliche Ausbildung ergänzt meist eine duale Ausbildung durch zusätzliche praktische Lehrgänge. Sie hilft, Inhalte zu lernen, die ein Unternehmen nicht vollständig selbst vermitteln kann. Der Ausbildungsvertrag bleibt in der Regel beim Unternehmen, Berufsschule und Prüfung gehören weiter zur normalen dualen Ausbildung.

