Die Arbeitskräfteerhebung (Labour Force Survey (LFS)) des Amtes für Wirtschaftsplanung und Statistik (Department of Economic Planning and Statistics (DEPS)) verzeichnete 2025 348,700 Personen im erwerbsfähigen Alter, 220,400 Beschäftigte und 11,600 Arbeitslose ab 18 Jahren. Gegenüber 2024 sank die Beschäftigung um 1,900 Personen, während die Arbeitslosenquote um 0.3 Prozentpunkte auf 5.0 Prozent stieg. 2024 gab es 203,600 Arbeitnehmer, 6,900 Arbeitgeber, 10,500 Selbstständige und 1,300 mithelfende Familienangehörige. Der informelle Sektor umfasste 12,200 Personen oder 5.5 Prozent; bei Hausangestellten waren 66.4 Prozent informell beschäftigt. 2024 waren in Brunei 158,400 Staatsangehörige und 63,900 ausländische Arbeitskräfte beschäftigt. Im öffentlichen Sektor arbeiteten 67,100 Personen, im privaten Sektor 155,200. Die größten Wirtschaftszweige waren öffentliche Verwaltung mit 41,600 Beschäftigten, Groß- und Einzelhandel mit 28,400 und Baugewerbe mit 24,600. Bei den Berufsgruppen lagen Dienstleistungs- und Verkaufskräfte mit 50,800 vorn, gefolgt von Fachkräften mit 39,700 sowie Technikern und vergleichbaren Facharbeitskräften mit 33,000. Die Statistik verwendet die Einteilung in Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen nach der Klassifikation BDSIC 2011 (BDSIC 2011) in Verbindung mit ISIC Rev. 4. Die Beschäftigung wuchs besonders im Groß- und Einzelhandel, in der Gastronomie und Lebensmittelproduktion, der petrochemischen Produktion sowie in Informations-, Fach-, Technik-, Verwaltungs- und Unterstützungsdienstleistungen. Die Zahl der Selbstständigen stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,700. Das deutet auch auf mehr unternehmerische und plattformbasierte Arbeit hin. Brunei-Muara ist das Verwaltungs- und Bevölkerungszentrum, während Belait von Industrie und Energie geprägt ist. Die geprüften Daten erlauben jedoch keine verlässliche Rangfolge der Beschäftigung nach Distrikt. 2025 lebten etwa 332,700 Personen in Brunei-Muara, 67,900 in Belait, 48,500 in Tutong und 9,500 in Temburong. Für formale Qualifikationen bietet das Institut für technische und berufliche Bildung Bruneis (Institute of Brunei Technical Education (IBTE)) technische und berufliche Bildung an: Level 2 des Qualifikationsrahmens von Brunei Darussalam (Brunei Darussalam Qualifications Framework (BDQF)) entspricht einer ISQ-Qualifikation (ISQ), Level 3 einer NTec-Qualifikation (NTec), Level 4 einer HNTec-Qualifikation (HNTec) und Level 5 einem Diplom. Zu den Fachgebieten zählen unter anderem Ingenieurwesen, Informations- und Kommunikationstechnologie, Gastgewerbe, Wirtschaft, Agrartechnologie, Baugewerbe und Gesundheitswissenschaften. Das Beschäftigungszentrum Bruneis (Pusat Pekerjaan Brunei / JobCentre Brunei (PPB/JCB)) unterstützt Stellenvermittlung und Beschäftigungsfähigkeit. Laut JCB ist das Programm i-Ready (i-Ready) für Staatsangehörige oder Personen mit Daueraufenthaltsrecht gedacht, die bei PPB registriert, arbeitslos oder noch wenig berufserfahren sind. Genannt werden ein Alter von 17 bis 40 Jahren, eine Dauer von 18 Monaten sowie Gruppen mit Bachelorabschluss, BDQF Level 5 und BDQF Levels 2 bis 4. Bewerbungen erfolgen online über JCB, danach folgen Auswahl und Vorstellungsgespräch. Für die Einstellung wird eine Bearbeitungszeit von 30 Kalendertagen angegeben. Das Programm SkillsPlus (SkillsPlus) richtet sich an Arbeitssuchende und Freiberufler von 16 bis 55 Jahren ohne feste Beschäftigung und setzt eine Registrierung bei JCB voraus. Für kurze Schulungen beträgt die Förderung höchstens 1,000 BND pro Person oder 15,000 BND pro Unternehmen. Das durchschnittliche monatliche Einkommen betrug 2024 1,683 BND, der Median 1,000 BND. Das Durchschnittseinkommen lag im öffentlichen Sektor bei 2,122 BND und im privaten Sektor bei 1,494 BND. Die erste Anwendungsphase der Mindestlohnverordnung (Employment (Minimum Wage) Order 2025) setzte für Vollzeitarbeit in Banken und Finanzinstituten sowie Informations- und Kommunikationstechnologieunternehmen einen Grundlohn von 500 BND pro Monat oder für Teilzeitarbeit 2.62 BND pro Stunde fest. Die Regel gilt für Staatsangehörige und ausländische Arbeitskräfte in erfassten Unternehmen, jedoch nicht für den öffentlichen Dienst, Auszubildende, Inhaber eines Professional Visit Visa oder Special Authorisation Work Pass, Hausangestellte, informell Beschäftigte, Seeleute oder Freiwillige. Die Gehaltsrichtlinie (Salary Guideline) ist davon getrennt und enthält eine Empfehlung, keinen allgemein geltenden gesetzlichen Mindestlohn. Die Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte erfolgt über eine Lizenz für ausländische Arbeitskräfte (Foreign Worker Licence (LPA)) und das nationale Arbeitsverwaltungssystem (National Labour Management System (NLMS)). Arbeitgeber reichen Unternehmens- und Beschäftigtendokumente ein, legen eine von TAP bestätigte Liste lokaler Beschäftigter vor und reichen erforderliche Qualifikationsnachweise ein. Der Beschäftigungsplanungsausschuss (Manpower Planning and Employment Council (MPEC)), PPB/JCB und das Department of Labour wirken je nach Verfahren an Vermittlung, Genehmigung, Kontrolle und Durchsetzung mit. Anforderungen zum Verhältnis lokaler zu ausländischen Beschäftigten (Local-Foreign Workforce Ratio), auch Nationalisierung (Nationalization) oder NTA genannt, sowie Abgaben für ausländische Arbeitskräfte begrenzen deren Umfang und Einsatz. Ausländische Beschäftigung soll lokale Beschäftigung ergänzen und mit der Zeit stärker lokalisiert werden. Im Baugewerbe stieg die Zahl ausländischer Beschäftigter von 14,400 im Jahr 2023 auf 19,600 im Jahr 2024. Der Employment Order (Employment Order 2009) bildet den Rahmen für Löhne, Arbeitszeiten und Urlaub. Auch Pflichten der Arbeitgeber zu Unterkünften für ausländische Arbeitskräfte und Kontrollen durch das Department of Labour können gelten. Die Bearbeitungszeit für LPA variiert; für neue Unternehmen wird eine Kontrolle innerhalb einer Woche genannt. Verlässliche amtliche Gebühren waren in den geprüften Quellen nicht angegeben. Beitrag- und Rentensysteme (TAP, SCP und SPK) werden in diesem Zusammenhang ebenfalls genannt.
Arbeitsmarkt in Brunei
Bruneis Erwerbsbevölkerung umfasste 2025 rund 232,000 Personen; die Erwerbsbeteiligung lag bei 66.5 Prozent und die Arbeitslosenquote bei 5.0 Prozent. 2024 arbeiteten 69.8 Prozent der Beschäftigten im privaten und 30.2 Prozent im öffentlichen Sektor. Handel, Baugewerbe, öffentliche Verwaltung, Dienstleistungen, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie technische Berufe prägen Beschäftigung und Wandel.
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