Bildungskredite sind geliehenes Geld und müssen später zurückgezahlt werden. Vor einer Ausbildung sollten sie deshalb nur als ergänzende Möglichkeit betrachtet werden, nicht als erste Lösung. Zuerst sollte geklärt werden, ob Ausbildungsvergütung, Wohngeld, BAföG, regionale Förderung, Familie oder andere Unterstützung ausreichen. Wenn trotzdem eine Lücke bleibt, sollten Kreditbetrag, Zinsen, Auszahlung, Laufzeit und Rückzahlungsbeginn genau verglichen werden. Kleine monatliche Beträge können über längere Zeit hohe Gesamtkosten erzeugen. Ein Kredit kann sinnvoll wirken, wenn er den Ausbildungsstart, eine notwendige Unterkunft oder Fahrtkosten ermöglicht. Er kann aber belasten, wenn nach der Ausbildung noch kein sicheres Einkommen vorhanden ist. Verträge sollten nicht unter Zeitdruck unterschrieben werden. Beratung bei Verbraucherzentrale, Schule, Arbeitsagentur oder einer geeigneten Einrichtung kann helfen, Angebote besser einzuordnen. Ein Bildungskredit sollte nur aufgenommen werden, wenn der Nutzen klar ist und die Rückzahlung realistisch geplant werden kann.
Bildungskredite vor einer Ausbildung in Deutschland
Bildungskredite können eine Finanzierungslücke vor oder während einer Ausbildung schließen. Sie sollten aber nur geprüft werden, wenn andere Hilfen, Vergütung und eigene Mittel nicht reichen. Entscheidend sind Rückzahlung, Zinsen, Laufzeit und die tatsächliche monatliche Belastung.

