Vietnam hält Wahlen zur Nationalversammlung (Quốc hội) und zu den lokalen Volksräten (Hội đồng nhân dân) ab. Diese Gremien vertreten die Wähler und wirken an staatlichen Entscheidungen auf nationaler oder lokaler Ebene mit. Die Wahlen in Vietnam finden innerhalb eines sozialistischen Einparteiensystems unter Führung der Kommunistischen Partei Vietnams statt. Die Bürger wählen zugelassene Kandidaten. Das System beruht jedoch nicht auf regelmäßigem Wettbewerb zwischen mehreren Parteien, die eine Regierung bilden wollen. Bürger erhalten im Allgemeinen mit 18 Jahren das Wahlrecht und können ab 21 Jahren für ein Amt kandidieren, jeweils vorbehaltlich der geltenden gesetzlichen Voraussetzungen. Die Wahl ist direkt und geheim; die Wähler wählen Kandidaten in ihrem örtlichen Wahlgebiet. Die Wahlen zur Nationalversammlung und zu den Volksräten finden üblicherweise im Rahmen von fünfjährigen Amtszeiten statt. Der genaue Wahlkalender, die örtlichen Regelungen und die rechtlichen Vorgaben können sich ändern. Wähler sollten daher die amtlichen Bekanntmachungen ihres Wohnorts beachten. Kandidaten können mit der Kommunistischen Partei, gesellschaftlichen Organisationen, Arbeitsstätten oder lokalen Gemeinschaften verbunden sein oder sich nach dem gesetzlichen Verfahren unabhängig nominieren lassen. Die Vietnamesische Vaterlandsfront organisiert Konsultationstreffen, bei denen Kandidaten vorgestellt, besprochen und geprüft werden, bevor die endgültigen Kandidatenlisten erstellt werden. In Wahlgebieten werden gewöhnlich mehrere Vertreter gewählt. Die Wähler können aufgefordert werden, eine vorgegebene Zahl von Kandidaten aus der Liste auszuwählen. Auf dem Stimmzettel und in den örtlichen Anweisungen steht, wie viele Stimmen abgegeben und wie die Wahlzettel korrekt ausgefüllt werden dürfen. Wahlorgane erstellen Wählerlisten, richten Wahllokale ein und bereiten Stimmzettel, Wahlmaterialien und Auszählungsverfahren vor. Wähler geben ihre Stimme normalerweise in einem zugewiesenen Wahllokal ab. Für Menschen, die nicht auf übliche Weise wählen können, können besondere Regelungen gelten. Nach der Stimmabgabe werden die Stimmen ausgezählt und die Ergebnisse über das amtliche Wahlsystem bekannt gegeben. Von den gewählten Vertretern wird erwartet, dass sie Wähler treffen, Anliegen anhören, an öffentlichen Entscheidungen mitwirken und über die Institutionen, in denen sie tätig sind, berichten oder darauf reagieren. In der Praxis ist eine Wahl in Vietnam eine Möglichkeit, Vertreter innerhalb des staatlichen Systems zu wählen. Sie bietet Bürgern einen formellen Weg zur Stimmabgabe, zur Mitteilung von Anliegen und zur Bewertung von Vertretern. Der politische Wettbewerb und die Kandidatenauswahl bleiben dabei durch das nationale sozialistische System geprägt.
Wahlen in Vietnam
Bei Wahlen in Vietnam werden Abgeordnete für die Nationalversammlung und die lokalen Volksräte gewählt. Das Wahlsystem Vietnams besteht innerhalb eines sozialistischen Staates unter Führung der Kommunistischen Partei Vietnams. Es unterscheidet sich daher von Mehrparteienwahlen, bei denen konkurrierende Parteien abwechselnd die nationale Regierung bilden.
Tipp
Lies vor einer Wahl in Vietnam die amtliche Bekanntmachung für dein Gebiet und prüfe, wo dein Name und dein Wahllokal verzeichnet sind. Informiere dich, wie viele Kandidaten du auswählen darfst, und markiere den Stimmzettel genau nach den Anweisungen. Nutze nach der Wahl Treffen mit Vertretern oder lokale Behörden, um konkrete Anliegen aus der Gemeinschaft vorzubringen.

