Der Kindergarten richtet sich im Allgemeinen an Kinder von 3 bis 6 Jahren und nutzt spielerisches Lernen zur Vorbereitung auf die Schule. Die Primarstufe umfasst Year 1–6. Die Sekundarstufe umfasst nach dem Education Act Junior Secondary Years 7–10 und Senior Secondary Years 11–14, auch wenn statistische Berichte Year 11 und höhere Jahrgänge teilweise anders zusammenfassen. Internate, berufsbildende Angebote an Sekundarschulen, Schulen mit sonderpädagogischem Bedarf und internationale oder private Schulen gehören zum weiteren Schulangebot, soweit sie anerkannte Bildung anbieten. Tagesbetreuung für Kinder von 0 bis 3 Jahren zählt nicht zur Schule, es sei denn, sie erfüllt eine formelle Vorschulfunktion. Das Vanuatu Education Management Information System erfasste 2024 721 ECCE-Schulen, 461 Grundschulen und 146 Sekundarschulen. Erfasst wurden 15,768 ECCE-Lernende, 56,104 Lernende in der Primarstufe, 24,825 in Junior Secondary und 7,846 in Senior Secondary. Von den erfassten Schulen lagen 1,200 auf dem Land und 128 in Städten. Die Zahlen umfassten 1,064 registrierte und 264 nicht registrierte Schulen. Da bei einigen Registrierungen die Aktualisierung anhand der Volkszählung von 2024 fehlte, ist der Registrierungsstatus sorgfältig zu interpretieren. Das erfasste Trägermodell umfasste 674 staatliche Schulen, 305 staatlich unterstützte Kirchenschulen, 19 nicht staatlich unterstützte Kirchenschulen und 330 private Schulen. Das Ministry of Education and Training, üblicherweise MoET genannt, legt die nationale Ausrichtung fest und verwaltet das Schulsystem. Provincial Education Officers und Provincial Education Boards bearbeiten Bildungsfragen der Provinzen, einschließlich der Aufsicht über staatliche Schulen. Eine Education Authority beaufsichtigt eine nichtstaatliche Schule. Schulleitungen, Schulräte und Schulverbände kümmern sich um viele Alltagsangelegenheiten. Die Teaching Service Commission registriert und lizenziert Lehrkräfte. Für den Schulbetrieb sind eine Registrierung und eine jährliche Überprüfung durch den Director General erforderlich. Voraussetzung sind ein genehmigter Lehrplan, qualifiziertes Personal, geeignete Einrichtungen und Lernmaterialien, vorgeschriebene Schultage und wöchentliche Unterrichtsstunden sowie die Einhaltung des Education Act, der Verordnungen und Richtlinien. Ein Kind beginnt Year 1 normalerweise mit sechs Jahren oder wenn es bis zum 31. Mai sechs Jahre alt wird. Der Eintritt in Year 7 erfolgt üblicherweise vor dem zwölften Geburtstag; ein Provincial Education Board oder eine Education Authority kann jedoch eine Ausnahme zulassen. Eltern sind gesetzlich verpflichtet, Kindern von sechs bis unter vierzehn Jahren Bildung zu ermöglichen; dies umfasst Kindergarten und Schule. Über die Aufnahme entscheiden die Schule oder die zuständige Bildungsbehörde. Ein landesweites Einzugsgebietsverfahren nach deutschem Vorbild ist nicht belegt. Schulen können nur begrenzte Plätze haben oder eigene Prüfungs- und Übergangsregeln anwenden. Bei der Aufnahme darf nicht aufgrund von Geschlecht, Religion, Nationalität, Herkunft, Sprache oder Behinderung diskriminiert werden. Englisch und Französisch sind die wichtigsten Unterrichtssprachen. Grundschulen unterrichten im Allgemeinen in einer dieser Sprachen; Sekundarschulen führen die erste Unterrichtssprache fort und beginnen mit der jeweils anderen. Der Minister kann den Unterricht bestimmter Fächer in einer lokalen Sprache oder Bislama genehmigen. 2024 wurden 313 Grundschulen mit Englisch als Unterrichtssprache und 148 mit Französisch gemeldet; bei den Sekundarschulen waren es 109 englischsprachige und 37 französischsprachige. Zu ECCE-Angeboten gehörte auch Unterricht in lokalen Sprachen und Bislama. Eine zweisprachige Schule kann daher ein anderes Sprachmuster haben als eine Schule mit nur einer Unterrichtssprache. Der Vanuatu National Curriculum bildet den nationalen Rahmen von der Vorschule bis zu den Sekundarstufen. Er wird durch Lehrpläne für Fächer und Unterrichtsmaterialien unterstützt und im Rahmen laufender Reformen aktualisiert. Das National Curriculum and Assessment Board legt Art, Inhalte und Verfahren von Prüfungen fest und beaufsichtigt national anerkannte Zertifikate und Qualifikationen. Zur Leistungsbewertung gehören Klassenarbeiten, formative Prüfungen, der Vanuatu Standardized Test of Achievement (VANSTA) in der Primarstufe, die Year 10 National Examination sowie nationale oder externe Prüfungen in der Sekundarstufe. Englischsprachige Lernende absolvieren üblicherweise Prüfungswege für Year 12 und optional Year 13; französischsprachige Lernende können Wege über Year 13 oder Year 14 einschließlich DAEU verfolgen. Das konkrete Angebot hängt von Schule und Unterrichtssprache ab. Die Gebührenzuschuss- und Gebührenbefreiungspolitik zielt auf Year 1–10; staatliche Zuschüsse unterstützen Schulen, die die Auflagen erfüllen. Eltern und Gemeinschaften können dennoch mit genehmigten Beiträgen, Spendenaktionen, Uniformen, Transport oder anderen schulbezogenen Kosten konfrontiert sein. Der Education Act erlaubt vorgeschriebene Gebührenbereiche, Gebührenerlass bei Zahlungsunfähigkeit einer Familie und Zahlungsvereinbarungen vor einem Schulausschluss. Nichtstaatliche Schulen ohne staatliche Finanzierung können außerhalb der üblichen Gebührenobergrenze liegen; Uniformkosten können nach Vorschrift zulässig sein. Ein allgemeiner Anspruch auf kostenloses Schulessen ist in Vanuatu nicht belegt. Internate sind gesetzlich anerkannt, aber Essen und andere Internatsleistungen unterscheiden sich je nach Schule. Schulzeiten, Schultage und wöchentliche Unterrichtsstunden sind vorgeschrieben. Schulen verwalten außerdem Unterlagen, Gesundheit und Hygiene, Sportunterricht, außerschulische Aktivitäten sowie gegebenenfalls Internate und Betreuung. Ein landesweiter Anspruch auf Schülertransport ist nicht belegt. Schulleitungen haben Pflichten zum Wohlergehen von Lernenden und Personal, zur Beratung, Information der Eltern und Nachverfolgung bei Fehlzeiten schulpflichtiger Kinder. Eine Suspendierung kann bis zu zwei Wochen dauern und erfordert eine Untersuchung und Anhörung. Auch ein Schulausschluss erfordert Untersuchung und Anhörung; gegen ihn kann beim Director General Beschwerde eingelegt werden. Medizinischer Ausschluss und Wiederaufnahme richten sich nach eigenen Regeln. Die Inclusive Education and Training Policy 2025–2030 behandelt Zugang für Menschen mit Behinderungen, geschulte Lehrkräfte und barrierefreie Lernumgebungen. Die Child Safeguarding Policy verlangt ein sicheres und inklusives Umfeld, positive Disziplin und die Meldung von Missbrauch. Der Zugang zur Grundschule ist breiter als der Zugang zur Sekundarschule: Die Nettoeinschulungsquote 2024 betrug 85.9% in der Primarstufe, 57.4% in der Sekundarstufe und 38.8% bei ECCE. Der Wechsel von ECCE zu Year 1, von der Grundschule zu Junior Secondary und von Year 10 zu Senior Secondary hängt von relevanten Prüfungen, freien Plätzen und den Regelungen der aufnehmenden Schule ab. Ein Schulabschluss kann direkt zu Hochschule oder Ausbildung führen; diese tertiären und beruflichen Wege sind jedoch eigene Bildungsbereiche.
Schule in Vanuatu
Die formelle Schulbildung in Vanuatu reicht von Early Childhood Care and Education (ECCE), einschließlich Kindergarten, über die Primarstufe Year 1–6 bis zur Sekundarstufe Year 7–14. Die Basisdaten von 2024 erfassten 1,328 Schulen und 104,543 Lernende. Angebot und Zugang unterscheiden sich deutlich zwischen ländlichen und städtischen Gebieten. Schulen unterrichten auf Englisch, Französisch, zweisprachig oder in manchen genehmigten Fächern in lokalen Sprachen und Bislama.
Tipp
Bei der Wahl einer Schule in Vanuatu geht es vor allem um Eignung und Zugang: Stimme Bildungsstufe, Unterrichtssprache, verfügbarem Platz und realistischer täglicher Anfahrt oder Internatslösung aufeinander ab. Prüfe Registrierung, Kosten, Unterstützungsangebote und Übergangsbedingungen direkt bei der Schule oder zuständigen Bildungsbehörde. Der Zugang zur Sekundarstufe ist enger als zur Primarstufe; beginne daher frühzeitig mit der Prüfung von Aufnahme und Übergang.

