Der formelle Bildungsweg in Tuvalu beginnt mit frühkindlicher Betreuung und Bildung (ECCE), setzt sich mit Grund- und Sekundarschulbildung fort und schließt an technische, berufliche und weiterführende Bildung an. ECCE ist für Kinder von 3 bis 5 Jahren freiwillig. Es gibt 18 Zentren, die von Gemeinschaften, Kaupule, Nichtregierungsorganisationen oder privaten Anbietern betrieben werden. Die Regierung unterstützt ECCE durch Gehälter des Personals, Infrastruktur, Lehrmaterialien und fachliche Unterstützung. Verwaltungsausschüsse der Schulen helfen bei der Aufsicht über ECCE-Angebote. Die Grundschule umfasst Year 1 bis Year 8. Der reguläre Eintritt in Year 1 erfolgt mit 6 Jahren. Tuvalu hat neun staatliche Grundschulen und eine nichtstaatliche Grundschule, die Seventh-day Adventist School in Funafuti. In der Statistik von 2023 waren insgesamt zehn Grundschulen verzeichnet. Das Bildungsministerium und die zuständige Kaupule teilen sich Aufgaben im Zusammenhang mit der Grundschulversorgung. Die Junior-Sekundarstufe umfasst nach dem nationalen Rahmen Year 9 und Year 10. Die Senior-Sekundarstufe umfasst Year 11 bis Year 13. Zwei weiterführende Schulen dienen dem ganzen Land: die Motufoua Secondary School auf Vaitupu und die Fetuvalu Secondary School in Funafuti. Motufoua wird vom Staat betrieben. Fetuvalu ist eine Privatschule der Church of Tuvalu. Öffentlich verfügbare Informationen legen kein einheitliches landesweites Bewerbungs-, Einzugsgebiets- oder Zuteilungsverfahren für den Eintritt in die Sekundarstufe fest; die zuständige Schule oder das Bildungsministerium sollte die aktuellen Regelungen bestätigen. Nach den unteren Sekundarstufenjahren stehen die akademische Senior-Sekundarstufe, technische und berufliche Kompetenzentwicklung (TVSD) und der benannte BCAT-Bildungsweg offen. Schülerinnen und Schüler, die Year 12 abschließen, legen das Tuvalu Secondary School Certificate (TSSC) ab. Das Ergebnis dient der Auswahl für Year 13 oder einen dezentral angebotenen Kurs auf Zertifikatsstufe IV. Wer Year 13 abschließt, legt das SPFSC ab. Vorschulische und höhere Bildung folgen als unmittelbarer Übergang nach der Schule und gehören nicht zum Schulsystem selbst. Das TNCPF gibt nationale Lehrplanstandards von ECCE bis Year 13 vor. ECCE nutzt sechs Grundlagenbereiche. In Grund- und Sekundarschulen gibt es sieben Lernbereiche; enthalten sind Lesen und Schreiben, Rechnen, Kultur und Werte, Nachhaltigkeit sowie inklusive Bildung. Tuvaluisch und Englisch werden von den frühen Grundschuljahren bis Form 7 unterrichtet. Mathematik ist von Year 1 bis Year 13 Pflichtfach. Zu den Fächern in der Sekundarstufe gehören Naturwissenschaften, Landwirtschaft und Gartenbau, Umweltkunde, Geografie und Geschichte, Rechnungswesen, Wirtschaftslehre und Handel, Informatik, Hauswirtschaft und technisches Zeichnen. An nichtstaatlichen und kommunalen Schulen findet nach Maßgabe des Gesetzes Religionsunterricht statt. Die Assessment and Examination Unit verwaltet und überwacht interne und externe Prüfungen sowie akademische Standards. Die Prüfung am Ende von Year 8, NYE genannt, überwacht den Lernerfolg und ist für sich genommen keine automatische Aufnahmeprüfung. Das Ministerium führt auch TJC auf; detaillierte aktuelle Regeln dafür sind in den verfügbaren amtlichen Informationen nicht festgelegt. Veröffentlichte Statistiken für 2022 nannten eine NYE-Gesamtbestehensquote von 83 %, mit 62 % in Englisch und 45 % in Mathematik. Für das SPFSC wurden 98 % in Englisch, 100 % in Mathematik Statistik und 100 % in Mathematik Analysis gemeldet. Die Education (Compulsory Education) Order gilt landesweit. Regelmäßiger Unterricht muss an einer staatlichen oder registrierten nichtstaatlichen Schule vom Schuljahr, in dem ein Kind 7 wird, bis zum Ende des Schuljahres stattfinden, in dem es 15 wird. Die Verordnung erlaubt Abwesenheit wegen Krankheit oder eines anderen triftigen Grundes und sieht Ausnahmen vor für Kinder von Beschäftigten ausländischer Regierungen, regelmäßigen Unterricht außerhalb Tuvalus oder durch Privatunterricht, schwere körperliche oder geistige Behinderung sowie weitere Entscheidungen des Ministers oder einer befugten Amtsperson. Eine Informationsseite des Ministeriums beschreibt die Grundschule für 6- bis 13-Jährige als kostenlos und verpflichtend; die praktische Anleitung und die gesetzliche Altersregel sollten für den konkreten Fall gemeinsam geprüft werden. Das Ministry of Education, Sports and Culture (MEYS), das Bildungsministerium und der Director of Education beaufsichtigen das System. Der Minister kann Lehrpläne und Prüfungen genehmigen, Schulstunden und Schultage festlegen und Schulgebühren regeln. Nichtstaatliche Schulen müssen im Allgemeinen registriert sein; Lehrpläne, Prüfungen, Inspektionen und Lehrkräfte benötigen die nach dem Education Act erforderlichen Genehmigungen oder Registrierungen. Die Curriculum Development Unit, Assessment and Examination Unit und TEMIS unterstützen Lehrplan, Prüfungen und Bildungsdaten. MEYS beschreibt die Grundschule als kostenlos. Die Education (Fees) Regulations, revidierte Ausgabe 2022, erlauben jedoch ab Class 4 eine Gebühr von $3 pro Trimester an staatlichen oder kommunalen Grundschulen. Für die Motufoua Secondary School sind $100 pro Trimester angegeben. Der Minister kann aus Härtegründen eine vollständige oder teilweise Befreiung gewähren. Für ECCE oder Fetuvalu ist hier kein aktueller zentraler Gebührensatz belegt; der zuständige Träger oder die Schule sollte den Betrag bestätigen. Eine landesweit geltende aktuelle Regel zu Schulmahlzeiten, Transport oder Schulkalender ist in den verfügbaren Informationen ebenfalls nicht festgelegt; Anbieter oder Bildungsministerium sollten diese Einzelheiten mitteilen. Inklusive Bildung gehört zum nationalen Lehrplanrahmen. Der jüngste ermittelte ausführliche amtliche Bericht nennt das Fusialofa Special Needs Centre in Funafuti, das Aofiaga Inclusive Education Resource Centre an der Nauti Primary School und das Te Alakaikai Centre auf Vaitupu. Fusialofa verzeichnete 2022 acht Lernende. Das TuLeP-Programm für 2020–2025 unterstützte muttersprachliche Leseförderung in Year 1–3, ECCE-Spielgruppen, berufliche Weiterbildung von Lehrkräften, Inklusion und Erkennung von Behinderungen sowie Maßnahmen gegen Fehlzeiten und Schulabbrüche. TEMIS erfasste 2024 insgesamt 651 ECCE-Lernende, davon 358 männliche und 293 weibliche; 1.795 Grundschülerinnen und Grundschüler, davon 948 männliche und 847 weibliche; sowie 715 Sekundarschülerinnen und Sekundarschüler, davon 308 männliche und 407 weibliche. Die gemeldeten Bruttoeinschulungsquoten betrugen 95 % für ECCE, 101 % für die Grundschule und 70 % für die Sekundarstufe. Die gemeldeten Nettoeinschulungsquoten lagen bei 70 % für ECCE, 96 % für die Grundschule und 61 % für die Sekundarstufe. Die gemeldeten Anteile von Kindern außerhalb des Schulsystems betrugen 4 % bei Kindern im Grundschulalter und 31 % bei Kindern im Sekundarschulalter.
Schule in Tuvalu
Das Schulsystem Tuvalus umfasst freiwillige frühkindliche Betreuung und Bildung (ECCE) für 3- bis 5-Jährige, Grundschulbildung von Year 1 bis Year 8 und Sekundarschulbildung bis Year 13. Kinder beginnen die Grundschule normalerweise mit 6 Jahren; die Verordnung zur Schulpflicht verlangt jedoch regelmäßigen Unterricht ab dem Schuljahr, in dem ein Kind 7 wird, bis zum Ende des Schuljahres, in dem es 15 wird. Tuvalu hat neun staatliche Grundschulen, eine Grundschule der Siebenten-Tags-Adventisten und zwei landesweit zuständige weiterführende Schulen: Motufoua Secondary School auf Vaitupu und Fetuvalu Secondary School in Funafuti. Das System nutzt Tuvaluisch und Englisch, nationale Lehrplanstandards, Prüfungen und inklusive Bildungsangebote.
Tipp
Planen Sie den Schulbesuch anhand von Alter, Insel, aktueller Stufe und gewünschtem nächsten Bildungsweg. Lassen Sie aktuelle Einzelheiten direkt von der zuständigen Schule oder dem Bildungsministerium bestätigen. Behandeln Sie Gebühren, Aufnahme, Zuteilung, Schulkalender, Mahlzeiten, Transport und Unterstützung als Punkte, die geklärt werden müssen, statt sie vorauszusetzen. Klären Sie bei Kindern zwischen 7 und 15 Jahren schriftlich den Unterschied zwischen der gesetzlichen Schulpflicht und den Angaben des Ministeriums und bewahren Sie die Bestätigung auf.

