Das Vorschulangebot umfasst frühkindliche Förderung im Alter von einem bis fünf Jahren sowie eine verpflichtende Schulvorbereitungszeit im Alter von fünf bis sechs Jahren, die mindestens ein Schuljahr dauert. Die Vorbereitung kann in einer Vorschule, einer allgemeinbildenden Einrichtung oder einer anderen zugelassenen Einrichtung und ausnahmsweise innerhalb der Familie stattfinden. Ein Elternteil oder Vormund beantragt die Aufnahme; lokale Behörden erfassen Kinder im schulpflichtigen Alter. Staatlicher Zugang ist für in Turkmenistan wohnhafte Kinder im gesetzlich festgelegten Alter vorgesehen. Die geprüften Regelungen legen weder ein allgemeines landesweites Einzugsgebiet noch ein Losverfahren oder ein allgemeines Platzvergabeverfahren fest. Zuständige Bildungsstelle und Schulregeln bestimmen daher das praktische Aufnahmeverfahren. Schulen müssen ihre Satzung, Lizenz, Programme und internen Regeln offenlegen. Das Bildungsministerium, auch Türkmenistanyň Bilim ministrligi oder Bilim ministrligi genannt, legt Bildungsstandards fest, genehmigt Fachlehrpläne, bestimmt Aufnahmebedingungen und beaufsichtigt Methodik, Abschlussprüfungen und staatliche Qualitätskontrolle. Das Ministerkabinett setzt nationale Politik, Regulierung, Reform- und Haushaltsregeln fest. Bildungsabteilungen auf Velayat-, Etrap- und Stadtebene organisieren das lokale Schulnetz, Gebäude, Registrierung von Kindern, Verpflegung, ländliche Transporte und den Lehrkräftebedarf. Schulleitung und pädagogischer Rat setzen die genehmigten Programme um. Das Schuljahr beginnt am 1. September und dauert mindestens 34 Wochen. Es ist in vier Quartale gegliedert; die Herbstferien dauern acht Tage, die Winterferien dreizehn Tage, die Frühjahrsferien neun Tage und die Sommerferien mindestens acht Wochen. Schulen sind im Allgemeinen sechs Tage pro Woche geöffnet. Eine Unterrichtsstunde dauert in Klasse 1 35 Minuten und in den übrigen Klassen 45 Minuten. Die meisten Schulen arbeiten einschichtig; bei Bedarf können Gebäude eine zweite Schicht nutzen. Schulen müssen Möglichkeiten für Mahlzeiten und Pausen bereitstellen. Lokale Behörden finanzieren reguläre Beförderung für Schülerinnen und Schüler im ländlichen Raum. Für den Lehrplan gelten staatliche Standards. Turkmenisch ist die hauptsächliche Unterrichtssprache der Sekundarschulen; Fremdsprachen sind verpflichtend. Die obere Sekundarstufe kann Profile in exakten Wissenschaften, Naturwissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Natur- und exakten Wissenschaften anbieten. Sie umfasst außerdem berufliche Orientierung und Ausbildung, Nationalkultur und staatsbürgerliche Werte, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie digitale, elektronische oder Fernunterrichtstechnologien. Schulbücher sind an staatlichen Schulen kostenlos. Eine Standarduniform ist verpflichtend und wird von den Eltern gestellt. Die geprüften Quellen enthalten keine allgemeine Regel für Verpflegungs-, Uniform-, Schulbedarf- oder Privatschulgebühren. Schülerinnen und Schüler rücken normalerweise mit positiven kumulativen Noten auf. Nach Abschluss der Grundschule ist für den Übergang in die Basissekundarstufe eine sepgit synagy genannte Übergangsprüfung erforderlich. Nach Abschluss der Basissekundarstufe ist für den Übergang in die vollständige Sekundarstufe dieselbe Art Prüfung erforderlich. Nach der vollständigen Sekundarbildung sind staatliche Abschlussprüfungen verpflichtend. Das Ministerium legt Regeln zu Beobachtung, Benotung und Zwischenprüfungen fest. Wer nicht besteht oder fehlt, kann eine Studienbescheinigung erhalten und die betreffende Bildungsstufe frühestens ein Jahr später wiederholen. Nach Abschluss der vollständigen Sekundarstufe erhält die Person ein staatlich anerkanntes şahadatnama, ein Abschlusszeugnis. Externat ist ein Ausnahmeweg für einen späteren Abschluss oder das Nachholen nicht abgeschlossener Bildung. Turkmenistan garantiert Gleichbehandlung im Bildungswesen und strebt inklusive Bildung an. Gesundheitliche oder behinderungsbedingte Umstände können eine Aufnahme an einer Sondereinrichtung oder Hausunterricht mit angepasstem Lehrplan erfordern. Sonder- und Internatsschulen betreuen blinde, sehbehinderte, gehörlose und schwerhörige Schülerinnen und Schüler sowie Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen. Andere Schulformen sind spezialisierte Schulen, Schul-Gymnasien, spezialisierte Lyzeen, Internate für begabte Schülerinnen und Schüler, Internate für abgelegene Gebiete, Schulen für langfristig behandelte Kinder, Schulen in Justizvollzugsanstalten und Waisenhäusern. Diese Kategorien bezeichnen örtliche Einrichtungen und sind nicht automatisch mit deutschen Hauptschulen, Realschulen oder Gymnasien gleichzusetzen. Waisen und andere gesetzlich festgelegte Gruppen mit Anspruch auf soziale Unterstützung können staatliche Versorgung erhalten; begabte Schülerinnen und Schüler können staatliche Unterstützung oder Stipendien erhalten. Gesundheitseinrichtungen bieten medizinische Versorgung. Körperliche und psychische Gewalt sind verboten, und Schulen müssen die Meinungsäußerung der Lernenden schützen. Eltern sind für den Schulbesuch ihrer Kinder verantwortlich. Ein Schulverweis ist auf Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren beschränkt und erfordert einen Beschluss des Ministeriums sowie die Zustimmung des Ausschusses für Jugendangelegenheiten. Außerdem müssen Maßnahmen zur Fortsetzung von Bildung oder Arbeit organisiert werden. Nach der 12. Klasse ermöglicht das Abschlusszeugnis den Übergang in die berufliche Bildung; die Aufnahme an einer Universität ist ein gesondertes Verfahren der Hochschulbildung.
Schule in Turkmenistan
Das Schulwesen in Turkmenistan umfasst formelle Vorschulvorbereitung, Grundschule und Sekundarbildung. Kinder beginnen normalerweise mit sechs Jahren die Grundschule und durchlaufen die Klassen 1 bis 4 in der Grundschule, 5 bis 10 in der Basissekundarstufe und 11 bis 12 in der vollständigen Sekundarstufe. Diese drei Stufen der allgemeinen Bildung sind verpflichtend; der Unterricht an staatlichen Schulen ist kostenlos. Zum System gehören auch spezialisierte Schulen, Schul-Gymnasien, Lyzeen, Internate und Förderschulen.
Tipp
Kläre zuerst das schulpflichtige Alter, die vorgeschriebene Schulvorbereitung und das örtliche Aufnahmeverfahren. Wähle die Schule nach Bildungsstufe, Lernprofil, Unterstützungsbedarf, Standort und täglichem Transport des Kindes, nicht anhand einer übersetzten Schulbezeichnung. Erfrage alle örtlichen Gebühren getrennt, denn kostenlose staatliche Schulbildung und Schulbücher belegen keine allgemeine Regel für Uniformen, Mahlzeiten, Materialien oder Zusatzleistungen.

