Saint Vincent und die Grenadinen wurden am 27. Oktober 1979 unabhängig und sind weiterhin Mitglied des Commonwealth. Die Verfassung (Constitution) ist das oberste Gesetz; öffentliche Einrichtungen müssen sich an ihre Regeln halten. Der Generalgouverneur vertritt den Monarchen, während der Premierminister die Regierung leitet. Er wird aus den Abgeordneten ernannt, die eine Mehrheit im House of Assembly hinter sich haben. Das Parlament besteht aus gewählten Abgeordneten und ernannten Senatoren. Die Stimmabgabe bestimmt somit die Wahlkreisabgeordneten, aber nicht alle Sitze im Parlament. Die Gerichte wenden das Recht an und können Streitigkeiten über öffentliche Entscheidungen und Verfassungsrechte behandeln. Die öffentliche Verwaltung erbringt Dienstleistungen und setzt Regierungspolitik auf der Hauptinsel und in den Grenadinen um. Aufgrund der Insellage sind Verkehrsanbindungen, der Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen, die maritime Sicherheit und die Vorbereitung auf Hurrikane und andere Katastrophen praktisch bedeutsame politische Themen.
Politik auf Saint Vincent und den Grenadinen
Die Politik auf Saint Vincent und den Grenadinen findet im Rahmen einer parlamentarischen Demokratie und einer konstitutionellen Monarchie statt. Die Verfassung legt den Rahmen für öffentliche Gewalt, Rechte und staatliche Institutionen fest. Bei Wahlen werden die gewählten Abgeordneten im House of Assembly bestimmt; die Regierung führt öffentliche Angelegenheiten unter Leitung des Premierministers, des Kabinetts und öffentlicher Einrichtungen.
Tipp
Bei Wahlen lässt sich beurteilen, welcher Wahlkreisabgeordnete für lokale Anliegen politisch zur Verantwortung gezogen werden kann. Unterscheiden Sie gewählte Abgeordnete von ernannten Senatoren, wenn Sie beurteilen, wie eine parlamentarische Entscheidung oder eine Regierung zustande kommt. Ermitteln Sie bei Fragen zu öffentlichen Dienstleistungen, Verkehr, maritimer Sicherheit oder Katastrophenvorsorge die für das konkrete Anliegen zuständige öffentliche Einrichtung.

