Etwa 39 % des Sudan sind Wüste und etwa 26 % Halbwüste. Feuchte Waldsavanne bildet die wichtigste Wildtierzone. Nil, Oasen, Staudämme, Stauseen und Binnenseen bieten Lebensraum für Stand- und Zugvögel. An der Küste des Roten Meeres gibt es Mangroven, Seegras, Korallenriffe, Haie, Dugongs, Schildkröten und Seevögel. Nationale Bestandsaufnahmen verzeichnen mindestens 184 Baum- und Straucharten in einer Ausgangserhebung sowie 319 Baumarten in einer separaten Forsterhebung. Acacia seyal, Anogeissus leiocarpus und Balanites aegyptiaca sind wichtige Baumarten. Das amtliche Register des Wildlife Research Centre führt 14 Schutzgebiete auf, darunter Dinder und Radom in der Savanne, Wadi Howar und Jebel Hassania in Wüstenlandschaften, Sanganeb und Dungonab am Roten Meer sowie Sablouga, Tokar und Sunut Forest. Ihr derzeitiger Betriebsstatus wurde nicht gesondert überprüft. Vier Ramsar-Feuchtgebiete umfassen 3.436.009 Hektar: den Dinder-Nationalpark, Dongonab Bay-Marsa Wajai, Suakin-Gulf of Agig und das Khor Abu Habil Inner Delta. Die UNESCO führt den Sanganeb Marine National Park und den Dungonab Bay-Mukkawar Island Marine National Park als serielles Naturerbe mit Korallenriffen, mehr als 300 Fischarten, 260 Korallenarten, Dugongs, Schildkröten, Haien, Mantarochen, Mangroven und Seegras. Jebel El Dair ist ein UNESCO-Biosphärenreservat; sein Forschungsprofil verzeichnet 112 Pflanzenarten, 220 Vogelarten und 22 Säugetier- und Reptilienarten. Das Innenministerium, die Wildlife Conservation Forces, das Wildlife Research Centre, der Higher Council for Environment and Natural Resources, die National Forest Corporation und die Sudanese Wildlife Society haben unterschiedliche Aufgaben im Naturschutz, in der Forschung, Forstwirtschaft und im internationalen Handel. Zu den wichtigsten Rechtsinstrumenten gehören das Gesetz zum Schutz von Wildtieren und Nationalparks von 1986, die Verordnungen über Nationalparks, Schutzgebiete und Reservate Nr. 23/1939, die Jagdverordnungen Nr. 35/1935, die Schonzeiten-Verfügung Nr. 112/1935, die Bundesverordnungen zum Schutz von Jagdgebieten und Reservaten von 2000 sowie 2024 erlassene Regelungen zum internationalen Handel. Der Eintritt in Schutzgebiete, Samensammlung, Einrichtung von Reservaten, kommerzielle Fotografie, Jagd, Fang von Wildtieren, Sammlung von Wildtierbestandteilen und Eigentumsbescheinigungen für Exemplare oder Trophäen werden als formelle Dienste des Innenministeriums geführt. Für Eintrittsanträge werden Name, Identitätsnachweis und Staatsangehörigkeit verlangt; ausländische Touristinnen und Touristen müssen außerdem eine Passkopie einreichen. Aktuelle Gebühren, Fristen, Öffnungszeiten, Transportbedingungen und Zugang zu einzelnen Standorten sind nicht veröffentlicht. Die Wildlife Conservation Forces berichten, dass Jagdzeiten und Jagdlizenzen für alle Wildtiere seit Beginn des Aufstands vollständig ausgesetzt sind; ein Datum für die Wiederaufnahme wurde nicht veröffentlicht. Ein- und Ausfuhr sowie Wiederausfuhr von Wildtieren, Pflanzen, Exemplaren, Trophäen, Fellen und Hörnern erfordern Unterlagen nach dem Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES). Das computergestützte Zertifikatsprogramm des Sudan war vom Verlust einer früheren Datenbank während des Kriegs betroffen. Aktuelle Gebühren, Bearbeitungszeiten und Quoten sind nicht angegeben. Waldprodukte werden hauptsächlich als pflanzliche Nahrungsmittel, Futter, Brennholz und Holzkohle genutzt. Zu den Belastungen gehören Entwaldung, Bodendegradation, Zerschneidung von Lebensräumen, Wüstenbildung, Dürre, Klimaschwankungen, nicht nachhaltige Landwirtschaft und Beweidung, Wildtierkriminalität sowie Nutzungskonflikte zwischen Bauern und Hirten. Eine Projekt-Ausgangserhebung schätzte die Verschlechterung der Waldfläche auf etwa 2,4 % pro Jahr. Für Dinder wurden zudem illegale Feuer, Wilderei und Honigsammlung gemeldet. Das Wildlife Research Centre bietet kurze Schulungen an; die Samenbank von Dinder sammelt Samen bedrohter Bäume für Forschende und Umweltstudierende. Naturtourismus und kommerzielle Fotografie haben formale Dienstleistungskategorien, aber aktuelle Besuchertarife, Buchungskalender, Anforderungen an Reiseleitung und Zugangsbedingungen sind nicht überprüft.
Natur im Sudan
Die Natur im Sudan umfasst Wüste und Halbwüste, feuchte Waldsavanne, den Nil und Oasen sowie Mangroven, Seegras, Korallenriffe und Küstengewässer des Roten Meeres. Schutzgebiete erhalten Wildtiere, Feuchtgebiete und Meereslebensräume; Wälder und Weideland liefern Nahrung, Futter, Brennstoff und Weideflächen. Der Naturschutz unterliegt nationalen Wildtier- und Forstbehörden, doch Zugang und Jagddienste sind derzeit vom Konflikt betroffen.
Tipp
Behandeln Sie jeden Besuch, jede Forschung, jedes Fotoprojekt und jeden Sammlungsplan im Sudan als vorläufig, bis die zuständige Stelle bestätigt, dass das Gebiet geöffnet und zugänglich ist. Legen Sie zuerst die Aktivität fest, holen Sie die passende Genehmigung ein und lassen Sie sich die Zugangsbedingungen schriftlich bestätigen, da veröffentlichte Gebühren, Zeitpläne, Transportregeln und Standortstatus lückenhaft sind. Planen Sie keine Freizeitjagd, solange die gemeldete Aussetzung gilt, und transportieren Sie keine Wildtierexemplare oder Trophäen über Grenzen ohne die erforderlichen CITES-Unterlagen.

