Die Royal St. Christopher and Nevis Police Force (RSCNPF) ist auf beiden Inseln tätig, mit den Polizeibezirken A und B auf St. Kitts und Bezirk C auf Nevis. Ihre Arbeit zu Straftaten umfasst Tötungsdelikte, Schusswaffen, schwere Körperverletzung, sexuelle Übergriffe, Kindesmissbrauch, häusliche Gewalt, Einbrüche, Kraftfahrzeugdiebstahl, Betrug, Cyberkriminalität, Drogendelikte, Diebstahl, Sachbeschädigung und Raub. Im ersten Halbjahr 2026 registrierte die RSCNPF 424 schwere Straftaten, klärte 182 auf und erfasste 26 Fälle mit Jugendlichen. Die Aufklärungsquote lag bei 42,9 %. Die größten Kategorien waren Diebstahl mit 162 Fällen, vorsätzliche Sachbeschädigung mit 75, Körperverletzung mit 63 und Einbruch mit 45. Außerdem registrierte die Polizei 21 Sexualdelikte, 6 Fälle mit Schusswaffen oder Munition, 5 Drogendelikte, 4 Tötungs- oder Totschlagsdelikte und 4 Raubüberfälle. Im ersten Halbjahr 2025 lagen die Vergleichszahlen bei 436 registrierten Straftaten, 193 aufgeklärten Fällen und 24 Fällen mit Jugendlichen; im ersten Halbjahr 2024 waren es 497, 217 und 23. Im Inselvergleich wurden absolut mehr Fälle auf St. Kitts gemeldet, während die Aufklärungsquote auf St. Kitts 45,6 % und auf Nevis 56,9 % betrug. Aus diesen absoluten Zahlen lässt sich nicht ableiten, welche Insel das höhere Risiko pro Person hat; dazu braucht man einen Bevölkerungsnenner. Für das Gesamtjahr 2024 sank die registrierte Kriminalität gegenüber 2023 um 11 %. Die Zahl der Tötungsdelikte sank von 31 auf 28, die Zahl der Schusswaffendelikte von 31 auf 19 und die Zahl der Körperverletzungen von 161 auf 144. Diebstahl ging um 12 % und Drogendelikte um 5 % zurück. Sexualdelikte stiegen von 68 auf 72 und Raubüberfälle von 39 auf 42; Einbrüche gingen um 1 % zurück. 2024 klärte die Polizei 16 von 28 Tötungsdelikten auf; die Aufklärungsquote für Tötungsdelikte betrug 57 %. Melde einen Notfall oder eine unmittelbare Bedrohung unter 911. Die angegebene Telefonnummer der RSCNPF ist 869-465-2241. Über die Crime Hotline 707 können anonym Hinweise gegeben werden; außerdem bietet die RSCNPF eine Online-Meldung für nicht dringende Fälle. Polizeiwachen sind im Allgemeinen rund um die Uhr besetzt, manche ländlichen Wachen schließen jedoch nach Mitternacht ihre Türen. Gib Ort, Zeit, Art der Straftat und aktuelle Gefahr an, ebenso Beschreibungen von Verdächtigen oder Fahrzeugen sowie vorhandene Fotos, Videos oder Unterlagen. Konfrontiere mutmaßliche Täter nicht und wende keine Selbstjustiz an. Zuständige Polizeieinheiten können die Kriminalpolizei, die Einheit für Gewaltkriminalität, das örtliche Intelligence-Büro, die Forensik und das Amt für Kriminalregister umfassen. Betroffene von sexualisierter Gewalt, sexuellem Missbrauch, häuslicher Gewalt oder Missbrauch von Minderjährigen können sich an die Special Victims Unit und die damit verbundenen Dienste wenden. Das Department of Gender Affairs nennt 467-1223 und 765-5492; das National Counselling Centre 465-5000 und 662-8086; Probation and Child Protection Services 467-1311 und 662-6833. Diese Dienste können Betroffene, Kinder und andere beeinträchtigte Personen unterstützen. Häusliche Gewalt wird zu selten gemeldet; die Zahl der Polizeimeldungen bildet daher nicht das ganze Ausmaß des Problems ab. Ein Sicherheitsplan kann einen sicheren Ort, ein Codewort, Notfallkontakte, ein zweites Telefon, geänderte Benutzernamen und Passwörter sowie – sofern verfügbar – eine vorübergehende sichere Unterkunft über Gender Affairs umfassen. Unterstützungsangebote für junge Menschen umfassen National Intervention and Community Policing, polizeiliche Sport- und Interventionsprogramme zur Jugendförderung, Programme für Kinder von 6 bis 12 Jahren und Jugendliche von 13 bis 19 Jahren sowie das Summer Crime Intervention Soccer Camp. Der Kinderschutz kann Beratung und eine Begutachtung des Zuhauses ergänzen und erforderlichenfalls eine Herausnahme aus einem gefährlichen Haushalt veranlassen. Die Crime Directorate der RSCNPF bearbeitet Meldungen zu Betrug und Cyberkriminalität. Das Technology Department bietet Aufklärung und Schulungen zur Cybersicherheit an und entwickelt eine nationale Strategie. In den verfügbaren lokalen Informationen wurde keine eigene öffentliche Meldestelle für Cyberkriminalität identifiziert; als allgemeine dokumentierte Möglichkeit steht daher die Online-Meldung bei der RSCNPF zur Verfügung. Im Alltag helfen Vorsichtsmaßnahmen gegen häufig erlebte Straftaten im öffentlichen Raum und bei Unterkünften, darunter Kleindiebstahl, Taschendiebstahl, das Entreißen von Handtaschen, Einbruch, Autoaufbruch, bewaffneter Raub, sexuelle Übergriffe, Schießereien und Tötungsdelikte. Sichere Wertsachen und Dokumente, nimm wenig Bargeld mit, schließe Unterkunft und Fahrzeug ab und lasse Wertsachen weder im Auto noch am Strand zurück. Meide nachts einsame Straßen und Strände, nutze belebte, beleuchtete Straßen, reise möglichst nicht allein, nimm zugelassene oder eindeutig gekennzeichnete Taxis und lasse Getränke nicht unbeaufsichtigt. Gebühren für Anzeigen und Opferhilfe waren in den geprüften Informationen nicht angegeben. Polizeiinformationen ersetzen keine Beratung zu Strafvorwürfen, Gerichtsverfahren oder aufenthaltsrechtlichen Folgen.
Kriminalität in Saint Kitts und Nevis
Kriminalität in Saint Kitts und Nevis umfasst Diebstahl, Gewalt und Sachbeschädigung. Die Polizei registrierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 424 schwere Straftaten. Bei unmittelbarer Gefahr ist die 911 erreichbar; anonyme Hinweise können über 707 gemeldet werden.
Tipp
Nutze Polizei- und Unterstützerkontakte passend zur Dringlichkeit. Rufe bei unmittelbarer Gefahr die 911 an, nutze 707 für anonyme Hinweise und verwende für nicht dringende Fälle die Online- oder Telefonmeldung. Schütze dich und sichere hilfreiche Informationen, ohne Verdächtige zu konfrontieren oder das persönliche Risiko allein anhand der Gesamtzahlen zur Kriminalität einzuschätzen.

