Ein Beschäftigungsverhältnis in Singapur beginnt, wenn sich eine Person bereit erklärt, gegen Bezahlung für einen Arbeitgeber zu arbeiten. Die Person kann angestellt, selbstständig auf Vertragsbasis, Praktikant oder befristet beschäftigt sein. Für diese Kategorien können unterschiedliche Rechte und Pflichten gelten. Das Beschäftigungsverhältnis wird üblicherweise in einem Arbeitsvertrag beschrieben. Wichtige Punkte sind die Tätigkeit, das Gehalt, die Arbeitszeiten, Ruhetage, Urlaub, Probezeit, Kündigungsfrist, Abzüge und Leistungen. Die wichtigsten schriftlichen Angaben zum Arbeitsverhältnis werden in Singapur üblicherweise als Key Employment Terms bezeichnet. Das Ministry of Manpower, oft MOM genannt, ist die wichtigste öffentliche Behörde für Beschäftigungsregeln und Fragen zum Arbeitsplatz. Der Employment Act bildet einen allgemeinen rechtlichen Rahmen; für manche Gruppen und Berufe können zusätzliche Regeln gelten. Arbeitgeber stellen normalerweise Informationen zum Gehalt und Gehaltsabrechnungen bereit, führen Beschäftigungsunterlagen und bezahlen Beschäftigte gemäß den vereinbarten Bedingungen. Beschäftigte sollten prüfen, wie sich das Grundgehalt von Zulagen, Boni, Provisionen, Überstundenvergütung und anderen variablen Zahlungen unterscheidet. Für Bürgerinnen und Bürger Singapurs sowie Personen mit dauerhaftem Aufenthaltsstatus kann der Central Provident Fund (CPF) gelten. CPF ist ein verpflichtendes Sozialversicherungssparsystem, das durch Beiträge des Arbeitgebers und in vielen Fällen auch der beschäftigten Person finanziert wird. Ausländische Arbeitskräfte benötigen vor Arbeitsbeginn eine passende Arbeitserlaubnis, um legal in Singapur arbeiten zu können. Zu den gängigen Bezeichnungen gehören Employment Pass, S Pass und Work Permit. Welche Arbeitserlaubnis passt, hängt von der Person, der Tätigkeit, den Qualifikationen und dem Arbeitgeber ab. Zum Beschäftigungsverhältnis gehören außerdem Sicherheit am Arbeitsplatz, Schutz vor Diskriminierung und Belästigung, Regelungen zu Ruhezeiten und Urlaub sowie ein faires Verfahren bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Eine Probezeit hebt die übrigen Bedingungen des Beschäftigungsverhältnisses nicht automatisch auf. Wenn ein Problem auftritt, sollte die beschäftigte Person zunächst den Vertrag, Gehaltsabrechnungen, Nachrichten und Arbeitsunterlagen zusammentragen. Anschließend kann sie die Angelegenheit mit dem Arbeitgeber besprechen oder sich an die zuständige Beschäftigungsbehörde beziehungsweise eine Stelle zur Streitbeilegung in Singapur wenden.
Beschäftigung in Singapur
Beschäftigung in Singapur umfasst das Verhältnis zwischen einer beschäftigten Person und einem Arbeitgeber – von der Einstellung bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses. In Singapur geht es im Alltag vor allem um Vertrag, Bezahlung, Arbeitszeit, Urlaub, Sicherheit am Arbeitsplatz, gegebenenfalls CPF und die richtige Arbeitserlaubnis für ausländische Arbeitskräfte. Eine klare schriftliche Vereinbarung hilft beiden Seiten, ihre Pflichten zu verstehen.
Tipp
Wenn Sie in Singapur eine Arbeit beginnen, lesen Sie alle schriftlichen Arbeitsbedingungen vor der Annahme sorgfältig durch und bewahren Sie nach Arbeitsbeginn eine Kopie auf. Prüfen Sie Ihre Gehaltsunterlagen, Ihre CPF-Situation, gegebenenfalls Ihre Arbeitserlaubnis und den richtigen Weg, ein Problem anzusprechen. Frühzeitige und sorgfältige Aufzeichnungen können ein späteres Gespräch erleichtern.

