Straßenverkehr ist die wichtigste Art, sich innerhalb und zwischen Städten Simbabwes fortzubewegen. ZUPCO bietet städtische, ländliche und überregionale Busdienste neben zugelassenen privaten Bus- und Kombi-Anbietern. Ein Kombi ist ein gemeinschaftlich genutzter Kleinbus für gewöhnliche Ortsfahrten. Fahrgäste nutzen üblicherweise ausgewiesene Terminals oder Busstände; Abfahrtszeiten, Fahrpreise und Verfügbarkeit sollten örtlich geprüft werden, da es keinen landesweit verlässlichen ZUPCO-Tarif oder Fahrplan gibt. Mushikashika bezeichnet ein inoffizielles oder nicht zugelassenes Sammeltaxi. Es kann die letzte Wegstrecke abdecken, doch Zulassung, Verkehrstüchtigkeit und Zuverlässigkeit sind möglicherweise unklar; ein zugelassenes und verkehrstüchtiges Fahrzeug ist sicherer. Überlandbusse fahren häufig Terminals wie Mbare und Harare North Division in Harare sowie Makhokhoba und Bulawayo South Division in Bulawayo an. In Bulawayo werden außerdem Egodini und weitere ausgewiesene Terminals genutzt. Das Schienennetz Simbabwes wird von der National Railways of Zimbabwe (NRZ) betrieben und verbindet unter anderem Harare, Bulawayo, Mutare, Victoria Falls, Chiredzi, Chicualacuala und Grenzübergänge. Nach den aktuellen veröffentlichten Angaben von NRZ ist der Personenverkehr eingestellt; ein veröffentlichter Bahnfahrplan sollte daher nicht als aktueller Personenverkehr behandelt werden. Der Schienengüterverkehr bleibt national und regional bedeutsam. Air Zimbabwe bietet Inlandsverbindungen unter anderem zwischen Harare, Bulawayo, Victoria Falls und Mutare an und untersteht der Civil Aviation Authority of Zimbabwe (CAAZ). Flug- und Buspreise variieren je nach Anbieter und Reisedatum. Fahrzeuge fahren auf der linken Straßenseite. Fahrzeugzulassung, Fahrerlaubnis, Certificate of Fitness (COF), Verkehrstüchtigkeit, Kennzeichen, Polizeisignale, Straßensperren und Mautstellen sind für die rechtmäßige Straßennutzung relevant. Das Vehicle Inspection Department (VID) führt Fahrzeugprüfungen sowie Prüfungen für Lernführerscheine und Befähigungsbescheinigungen durch; das Central Vehicle Registry (CVR) bearbeitet Zulassung und Führerscheinkarten. Die Zimbabwe Republic Police (ZRP) setzt Verkehrsregeln durch. Gewerbliche Fahrzeuge und Fahrzeuge des öffentlichen Verkehrs benötigen grundsätzlich ein COF, das je nach Fahrzeugtyp sechs bis zwölf Monate gültig ist. Das VID-Mindestalter beträgt 16 Jahre für Klasse 4, 18 Jahre für Klasse 2 und 30 Jahre für Klasse 1. Seit 2023 verwendet das CVR 13 an die Southern African Development Community (SADC) angeglichene Führerscheincodes. Motorradfahrende und Mitfahrende müssen Helme tragen; ein Motorrad darf höchstens eine Person mitnehmen. Blaulicht und Warnleuchten sind der ZRP vorbehalten. Die Zimbabwe National Road Administration (ZINARA) erhebt Straßennutzungsgebühren und lizenziert Fahrzeuge über Büros in allen zehn Provinzen. Zahlungen sind in USD oder Zimbabwe Gold (ZWG) möglich, unter anderem über EcoCash, OneMoney, InnBucks oder mit Karte. Für ein Fahrzeug bis 1.500 kg betrug der veröffentlichte Tarif vom 28. Oktober 2024 40 USD je Zeitraum beziehungsweise 1.120 ZWG für vier Monate und 3.360 ZWG für zwölf Monate; aktuelle Gebühren sind vor Zahlung zu prüfen. Mautgebühren unterscheiden sich ebenfalls nach Fahrzeugklasse und Straße. Auf den Premiumstraßen Harare–Beitbridge und Plumtree–Mutare waren Motorräder gebührenfrei; für leichte Kraftfahrzeuge galten 4 USD, Kleinbusse 6 USD, Busse 8 USD, schwere Fahrzeuge 10 USD und Transportfahrzeuge 20 USD. Für andere Nationalstraßen lagen die veröffentlichten Gebühren je nach Fahrzeugklasse zwischen 3 und 15 USD. Das Department of Roads verwaltet regionale, primäre und sekundäre Straßen; Rural District Councils verwalten Straßen dritter Ordnung und Stadtverwaltungen städtische Straßen und Terminals. Schlaglöcher, defekte Ampeln, zu schnelles Fahren, gefährliches Überholen, technische Mängel, Vieh, Fußgänger und unbeleuchtete Fahrzeuge stellen erhebliche Risiken dar. Radfahrende und Fußgänger sind bei schlechter Beleuchtung, Markierung und Straßenqualität zusätzlich gefährdet. Im ersten Quartal 2025 wurden in Simbabwe 12.808 Unfälle mit 464 Todesfällen und 2.599 Verletzten gemeldet. Außerhalb größerer Zentren kann Nothilfe begrenzt sein; nächtliche Überlandfahrten sind deshalb besonders riskant. Rad- und Fußwege sind lückenhaft. Bulawayo hat Geh- und Radwege sowie kommunale Pfade, deren Instandhaltung und Ausbau jedoch uneinheitlich sind. Nationale Strategien unterstützen nicht motorisierten Verkehr, Radspuren, Grünwege und Fußgängerzonen; eine landesweite Umsetzung ist nicht belegt. Straßenverkehr verursacht den Großteil der verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen: Die National Electric Mobility Policy schreibt dem Verkehr auf Grundlage von 2015 etwa 22 % der nationalen Treibhausgasemissionen und dem Straßenverkehr etwa 97 % der Verkehrsemissionen zu. Vorgesehene Maßnahmen umfassen sauberere Busse, die Sanierung und Elektrifizierung der Bahn, nicht motorisierten Verkehr, Kraftstoffeffizienz, umweltschonendes Fahren und Elektrofahrzeuge. Prognostizierte Anteile des Verkehrsträgerwechsels sind politische Szenarien und keine aktuellen Nutzungszahlen. Für ein ausländisches Fahrzeug, das nach Simbabwe einreist, ist gewöhnlich eine vorübergehende Einfuhrgenehmigung (Temporary Import Permit, TIP) von ZIMRA erforderlich, zusammen mit Reisepass, Fahrzeugunterlagen, Versicherung und Nachweis der CO₂-Abgabe. Eine TIP gilt im Allgemeinen bis zur Ausreise und höchstens drei Monate; eine Verlängerung ist vor Ablauf bei ZIMRA zu beantragen. Gewerbliche Fahrzeuge mit mehr als 15 Personen benötigen eine gewerbliche vorübergehende Einfuhrgenehmigung oder eine gewerbliche Fahrzeuggarantie, die über eine zugelassene Zollagentur arrangiert wird.
Verkehr in Simbabwe
Der Verkehr in Simbabwe nutzt vor allem Straßen, Busse, Kleinbusse und private Fahrzeuge. Öffentliche Verkehrsmittel umfassen ZUPCO-Busse, zugelassene private Bus- und Kombi-Anbieter sowie kommunale Busbahnhöfe; Abdeckung, Fahrpläne und Qualität unterscheiden sich nach Ort und Tag. Der Personenverkehr auf der Schiene ist derzeit eingestellt. Fuß- und Radwege sind uneinheitlich und überwiegend örtlich begrenzt.
Tipp
Nutzen Sie einen zugelassenen Bus-, Kombi- oder ZUPCO-Dienst, wenn aktuelle Abfahrt, Fahrpreis und Ziel passen. Gehen Sie davon aus, dass es keinen Personenverkehr auf der Schiene gibt, bis NRZ etwas anderes bestätigt; verlassen Sie sich nach Möglichkeit nicht auf Mushikashika, wenn ein zugelassenes Fahrzeug verfügbar ist. Prüfen Sie beim Selbstfahren Fahrzeugpapiere, aktuelle Straßengebühren und eine Tagesroute vor der Abfahrt.

