Die Zimbabwe Republic Police (ZRP) bietet landesweit Polizeidienste und Möglichkeiten zur Meldung von Straftaten über Polizeistationen, Posten und Stützpunkte. Ein Police Enquiry Counter (PEC) ist eine Anlaufstelle für Anfragen und Anzeigen an einer Station. Polizeistationen sollen rund um die Uhr geöffnet sein. Zur ZRP gehören die Criminal Investigation Department (CID), Legal Services, Internal Investigations und Victim Friendly Units. Die Abteilung für Wirtschaftsdelikte der CID und die Cybercrime Unit untersuchen schweren Betrug, Kartenbetrug, unbefugten Computerzugriff und Hacking. Die Tourism Police Unit unterstützt an den Victoriafällen, Groß-Simbabwe, den Chinhoyi-Höhlen, Kariba sowie an Ein- und Ausreisestellen. Die jüngsten amtlichen ZIMSTAT-Zahlen in den vorliegenden Recherchen beziehen sich auf Januar bis März 2026. Sie erfassen 428.634 Straftaten, darunter 49.220 Straftaten ausschließlich gegen Eigentum, 42.434 Straftaten mit Verletzungen oder Drohungen, 12.601 Drogendelikte, 3.856 Sexualstraftaten, 2.505 Raubüberfälle, 9.091 Einbrüche, 35.109 Diebstähle, 3.241 Betrugsfälle und 306 vorsätzliche Tötungsdelikte. Die erfasste Gesamtquote lag bei 2.649,8 je 100.000 Einwohner. Harare verzeichnete mit 6.549,2 je 100.000 die höchste Quote; auch Bulawayo und Masvingo lagen über dem nationalen Durchschnitt. Die Zahlen enthalten 287.445 nicht verletzende Verkehrsverstöße in der Kategorie öffentliche Sicherheit und Staatssicherheit und sollten daher nicht als direktes Maß des persönlichen Viktimisierungsrisikos verstanden werden. Rufen Sie im Notfall die Polizei, wenn Gewalt, unmittelbare Gefahr, eine laufende Straftat, eine verdächtige Person oder der drohende Verlust von Beweisen rasches Handeln erfordert. ZRP-Unterlagen nennen 911 für die Polizei, 108 für medizinische Notfälle und 101 für die Feuerwehr. Eine Pressemitteilung der ZRP aus dem Jahr 2025 nennt außerdem 911 oder 112 für die Notfallzentren in Harare und Bulawayo. Da veröffentlichte Nummern je nach Dienst und Ort voneinander abweichen, prüfen Sie, wenn möglich, vor Ort, welche Nummer funktioniert. Eine Meldung ist auch bei der nächstgelegenen Polizeistation oder über den National Complaints Desk unter (0242) 703631, ZRP WhatsApp unter 0712 800 197 oder feedback@zrp.gov.zw möglich. Fragen Sie nach einer Referenznummer und bewahren Sie sie zur Nachverfolgung auf. Die geprüften Unterlagen nennen keine Gebühr für eine Polizeianzeige. Nach Angaben der ZRP soll eine Anzeige aufgenommen und mit einer Referenznummer versehen werden. Beschwerdeführende können Informationen zum Bearbeitungsstand, eine Erklärung zum Fortschritt und respektvolle Behandlung verlangen. Eine Beschwerde kann von der Officer-in-Charge an den Officer Commanding Police District, die Provinz und anschließend den Commissioner General weitergeleitet werden. Für Antworten auf Schriftverkehr wird eine Zielzeit von sieben Tagen genannt. Ziele für Einsätze am Tatort betragen bei Vorfällen der Stufe A bis zu 10 Minuten in Städten oder zwei Stunden auf dem Land und bei Stufe B bis zu drei Stunden in Städten oder 48 Stunden auf dem Land. Ermittlungsziele liegen bei 21 Tagen für geringfügige, 30 Tagen für mittelschwere und 60 Tagen für schwere Fälle. Dies sind Servicestandards und keine garantierten gesetzlichen Fristen. Menschen sollten sachdienliche Informationen bereitstellen und die Arbeit der Beamten nicht behindern. Victim Friendly Units (VFU) befinden sich an jeder Polizeistation. Sie bearbeiten Fälle mit Frauen und Kindern, sexualisiertem Missbrauch und geschlechtsspezifischer Gewalt vertraulich und respektvoll. Bei ernster Gefahr kann Schutz vermittelt und Beratung mit Partnerorganisationen arrangiert werden. Wenden Sie sich direkt an die VFU-Koordination oder die nächstgelegene Station, suchen Sie medizinische Hilfe auf und melden Sie sexualisierte Gewalt so früh wie möglich. One-Stop-Zentren gegen geschlechtsspezifische Gewalt sind in Harare, Mashonaland Central, Mashonaland West, Midlands, Bulawayo, Matabeleland South und Manicaland aufgeführt. Die Plattform 575 GBV vermittelt umfassende Hilfe. Die vorliegenden Recherchen belegen weder eine einheitliche Gebühr für Überlebende noch eine allgemeine Frist. Die National Clinical Guidelines for Care and Management of Survivors of Sexual Violence wurden am 11. Juni 2026 überarbeitet und eingeführt, um die Versorgung landesweit zu vereinheitlichen. Childline Zimbabwe ist eine von einer Nichtregierungsorganisation betriebene Partnerorganisation der Regierung. Kinder und besorgte Erwachsene können, sofern Netzabdeckung besteht, kostenlos von jedem Telefon oder Netz die 116 anrufen, WhatsApp unter +263 719 116 116 oder +263 732 116 116 nutzen oder eine vertrauliche Anlaufstelle aufsuchen. Beratende und Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter können Fälle an das Department of Child Welfare and Protection und die ZRP-VFU weiterleiten. Bei Missbrauch, Vernachlässigung und Ausbeutung ist der Kinderschutzweg vorzuziehen. Bedenken zur digitalen Sicherheit von Kindern können bei Childline und, wenn es sich um kriminelles Verhalten handelt, bei der Polizei gemeldet werden. Betrug, SIM-Tausch-Angriffe, Hacking und unbefugter Computerzugriff können an einer Polizeistation oder über den National Complaints Desk gemeldet werden. Die ZRP Cybercrime Unit übernimmt Ermittlungen zu Straftaten im Cyberbereich. POTRAZ ist die Datenschutzbehörde; zw-CIRT erfüllt nach dem Cyber and Data Protection Act technische und datenschutzbezogene Aufgaben. In den geprüften amtlichen Quellen wurde keine direkte öffentliche Kontaktangabe für zw-CIRT gefunden. Organisationen, die als Verantwortliche oder Auftragsverarbeiter für Daten handeln, müssen eine Datenpanne innerhalb von 24 Stunden nach Kenntnis über DP3 an POTRAZ melden. Betroffene Personen sind bei hohem Risiko innerhalb von 72 Stunden zu benachrichtigen, eine Informationsanfrage der Behörde ist innerhalb von 14 Tagen zu beantworten und ein Untersuchungsbericht innerhalb von 21 Tagen einzureichen. Diese Pflichten gelten nicht automatisch für jedes einzelne Opfer. Zur alltäglichen Prävention gehören die Nutzung registrierter öffentlicher Verkehrsmittel und das Meiden von Piraten- oder nicht registrierten Taxis, die vor Ort als mushikashika bekannt sind. Meiden Sie nach Möglichkeit Nachtfahrten oder abgelegene Wege, sichern Sie Türen und Tore, halten Sie Fahrzeugtüren und Fenster verschlossen, nehmen Sie Wertgegenstände an Kreuzungen, Ampeln, Parkplätzen und in Geschäftsvierteln aus dem Blick und zeigen Sie Bargeld, Telefone oder Laptops nicht offen. Tragen Sie keine großen Bargeldbeträge bei sich und leisten Sie bei einem Raub keinen Widerstand, wenn Nachgeben sicherer ist. Prüfen Sie Stellenangebote aus sozialen Medien. Nutzen Sie bei einsamen oder ländlichen Fahrten möglichst vertrauenswürdige Verkehrsmittel und reisen Sie, wenn möglich, in Gruppen. Suchen Sie nach einem sexuellen Übergriff medizinische Hilfe. Menschen können eine eskalierende Gewalttat melden, bevor weiterer Schaden entsteht. Über die Polizei ist das House under Supervision-Programm verfügbar. Zu den gemeinschaftsbasierten Angeboten gehören Crime Liaison Committees, Business Against Crime Forums, Neighbourhood Watch Committees und Junior Call. Neighbourhood Watch ist freiwillig und keine Beschäftigung. Medizinisch geeignete erwachsene Frauen und Männer können bei der örtlichen Station Officer-in-Charge oder Community Relations Liaison Officer nach einer Mitgliedschaft fragen. Dazu können Eigentumskennzeichnung, Meldung verdächtiger Aktivitäten, Streifen und Unterstützung bei der Haussicherung gehören. Das Ministry of Women Affairs, Community, Small and Medium Enterprises Development koordiniert Angebote gegen geschlechtsspezifische Gewalt; das Department of Child Welfare and Protection und die Legal Aid Directorate des Justizministeriums bieten weitere institutionelle Wege. Die Legal Aid Directorate richtet sich an bedürftige Menschen; ein geringer Eigenbeitrag kann verlangt werden. In den vorliegenden Recherchen wurde weder eine allgemeine Entschädigungssumme noch ein einheitlicher Unterstützungsplan für Opfer festgestellt.
Kriminalität in Simbabwe
Kriminalität in Simbabwe umfasst Diebstahl, Einbruch, Körperverletzung, Bedrohungen, Raub, geschlechtsspezifische Gewalt, sexualisierte Gewalt, Kindesmisshandlung, Betrug und Cyberkriminalität. Von der Polizei erfasste Zahlen zeigen Vorfälle, die Behörden gemeldet oder von ihnen registriert wurden, nicht das gesamte Ausmaß der Viktimisierung, da nicht gemeldete und nicht erfasste Vorfälle fehlen. Zu den Schutzmaßnahmen gehören die Sicherung von Eigentum, das Meiden einsamer Wege und die zeitnahe Meldung von Gefahren oder mutmaßlichen Straftaten.
Tipp
Behandeln Sie unmittelbare Gefahr, Gewalt und laufende Straftaten als dringlich. Halten Sie die nächstgelegene Polizeistation als Ausweichmöglichkeit bereit, da veröffentlichte Notrufnummern je nach Dienst und Ort variieren. Wählen Sie die passende Melde- oder Unterstützungsstelle, notieren Sie jede Referenznummer und jeden Eskalationskontakt und verringern Sie vermeidbare Risiken durch sichere Verkehrsmittel, gesicherte Räume und sorgfältigen Umgang mit Bargeld und Geräten.

