Zusammenleben im Senegal

Das Zusammenleben im Senegal wird durch ein Zusammenspiel aus Gemeinden, Quartieren, Gemeinschaftsvereinen, lokaler Vermittlung, Polizeidiensten sowie informellen familiären oder religiösen Verfahren gestaltet, nicht durch eine einzige nationale Institution. Die Regeln für öffentliche Räume, Vielfalt, Konfliktlösung, bürgerschaftliche Beteiligung, gemeinschaftlich genutzte Haushalte und digitale Kommunikation unterscheiden sich je nach Ort und Institution. Französisch ist Amtssprache, während im Alltag vorwiegend Nationalsprachen gesprochen werden. Daher erfordern wirksame Information und Vermittlung häufig Wolof, Pulaar, Sereer, Joola, Màndiènka oder Soninke.

Tipp

Richten Sie Ihre Reaktion auf ein Problem des Zusammenlebens nach dessen Dringlichkeit, möglichen rechtlichen Folgen und der Bereitschaft der Beteiligten zur Zusammenarbeit aus. Bei überschaubaren Streitigkeiten kommen ein Gespräch vor Ort oder eine Maison de justice infrage. Bei unmittelbarer Gefahr oder einer möglichen Straftat wenden Sie sich an die Polizei oder Gendarmerie. Prüfen Sie die Regeln der jeweiligen Gemeinde, bevor Sie öffentliche Räume nutzen, einen Verein gründen oder persönliche Informationen online teilen.