In Senegal gibt es weder einen landesweit einheitlichen Kostenrechner noch einen pauschalen Haushaltsplan, der für jeden Haushalt passt. Die Nationale Agentur für Statistik und Demografie (ANSD) verfolgt Preise anhand des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (IHPC), während die Erhebung zu den Lebensbedingungen der Haushalte (EHCVM) den Haushaltsverbrauch misst. Die EHCVM 2021/22 verzeichnete einen jährlichen Verbrauch pro Person von 868.671 FCFA in Dakar, 550.578 FCFA in anderen städtischen Gebieten, 697.989 FCFA in städtischen Gebieten insgesamt, 402.240 FCFA in ländlichen Gebieten und 542.706 FCFA landesweit. Die jährliche Armutsgrenze lag bei 369.666 FCFA, die Grenze extremer Armut bei 196.233 FCFA. Dies sind historische statistische Messwerte, keine empfohlenen Haushaltsbudgets für 2026 und keine garantierten Mindesteinkommen. Der Preisindex der ANSD verzeichnete 2025 eine Inflation von 1,4 Prozent. Lebensmittel verteuerten sich um 2,2 Prozent, Restaurants und Unterkünfte um 2,2 Prozent, Haushaltswaren und -dienstleistungen um 2,5 Prozent, Gesundheit um 1,8 Prozent, Transport um 1,5 Prozent sowie Wohnen, Wasser, Strom und Gas um 1,0 Prozent. Im zweiten Quartal 2026 lagen die Preise 1,0 Prozent über denen des zweiten Quartals 2025. Ein Haushaltsplan sollte daher Datum und Ort jeder Preisschätzung enthalten und Preis-, Angebots- und Wechselkursänderungen berücksichtigen. Für Mieter ist Wohnen meist der größte feste Kostenpunkt. Übliche Begriffe sind loyer für Miete, bail à usage d'habitation für einen Wohnraummietvertrag, caution für eine Kaution, commission d'agence für eine Maklergebühr und surface corrigée für eine korrigierte Flächenberechnung. Das Décret Nr. 2023-382 sieht seit dem 1. März 2023 Mietsenkungen vor: 15 Prozent bei einer Monatsmiete bis 300.000 FCFA, 10 Prozent bei 300.001 bis 500.000 FCFA und 5 Prozent bei mehr als 500.000 FCFA. Bei Mieten bis 500.000 FCFA darf eine Maklergebühr eine halbe Monatsmiete nicht übersteigen. Die Durchsetzung, insbesondere in Dakar, war uneinheitlich; 2025 wurde der Rahmen überprüft. Die monatlichen Vergleichswerte der ANSD für Dakar 2024 betrugen 88.631 FCFA für ein Studio, 138.844 FCFA für eine moderne Standardwohnung, 90.977 FCFA für eine Hofwohnung mit Innentoilette, 31.694 FCFA für eine solche ohne Innentoilette, 156.124 FCFA für ein freistehendes gemauertes Haus mit Innentoilette und 102.664 FCFA für eines mit Außentoilette. Diese Werte sind Vergleichswerte für Dakar, keine landesweiten Tarife. Eine eigene oder von der Familie bereitgestellte Unterkunft kann die Miete senken, doch Instandhaltung, Versorgungsleistungen und grundlegende Dienste kosten weiterhin Geld. Je nach Mietproblem können das Handelsministerium, CONAREL, Gemeinden, Vermieter oder Makler relevant sein. Wasserversorgung und Abrechnung unterscheiden sich zwischen städtischen, stadtnahen und ländlichen Gebieten. SEN'EAU erbringt Dienstleistungen innerhalb des übertragenen städtischen und stadtnahen Gebiets, SONES verwaltet die Wasserinfrastruktur und ONAS ist für Abwasser zuständig. Der Staat setzt Tarife durch amtliche Anordnung fest; für Gebiete wie Louga, Saint-Louis und Matam sowie Diembéring und die Basse Casamance wurden Sonderregelungen gemeldet. Eine 2024 angekündigte Tariferhöhung wurde ausgesetzt. Abgerechnet wird nach tatsächlichem Verbrauch, üblicherweise alle zwei Monate. 2025 umfasste ein gewöhnlicher Anschluss eine Schätzung von 5.764 FCFA, mindestens acht Tage für die Vermessung, 89.792 FCFA ohne Steuern für einen einfachen Anschluss bis zu fünf Metern und mindestens 15 Tage Bauzeit. Längere Anschlüsse, Straßenquerungen und zusätzliche Arbeiten erfordern ein Angebot. Sozialanschlüsse gelten nur für Wohngebäude mit einem 15-Millimeter-Zähler. In ländlichen Gebieten können Bohrlöcher, öffentliche Zapfstellen, Hausanschlüsse und ASUFOR-Wassernutzerverbände Alternativen sein; im Haushaltsplan sollten Zeitaufwand, Entfernung und Transport für die Wasserbeschaffung berücksichtigt werden. Stromkosten hängen von der Versorgungsart, Tarifgruppe und dem Verbrauch ab. SENELEC und die Commission de Régulation du Secteur de l'Énergie (CRSE) bilden den nationalen Rahmen. Ab dem 1. Januar 2026 betrug der DPP-Tarif 82,00 FCFA je kWh für 0–150 kWh, 136,49 FCFA für 151–250 kWh und 159,36 FCFA oberhalb von 250 kWh. Der DMP-Tarif betrug in denselben Verbrauchsstufen 111,23, 143,54 und 158,46 FCFA je kWh. Bei Woyofal-Vorauszahlungsstrom wird der Verbrauch in der dritten Stufe zum Satz der zweiten Stufe berechnet. Ein Woyofal-Anschluss kostete 4.689 FCFA für einphasigen und 5.950 FCFA für dreiphasigen Strom. Ländliche Gemeinden können von Anbietern wie ERA oder COMASEL versorgt werden. In den ERA-Versorgungsgebieten Kaffrine, Tambacounda und Kédougou betrug der Tarif 2026 82 FCFA je kWh. Je nach Tarifgruppe waren monatliche Mindestaufladungen von 984, 1.804, 3.608 oder 5.494 FCFA erforderlich, zuzüglich einer Tabellengebühr von 429 FCFA. Stromausfälle können zusätzliche Kosten für Beleuchtung, Batterien, Aufladen und Solar- oder andere Notstromausrüstung verursachen. Kochenergie hängt von der Region und dem Zugang zu Gas, Holzkohle oder Holz ab. Die Preisbeobachtungen der ANSD vom September 2025 für eine Butangasflasche mit sechs Kilogramm betrugen 2.892 FCFA in Dakar, 3.027 in Diourbel, 3.086 in Kaolack, 3.529 in Kolda, 3.125 in Saint-Louis und 3.025 in Thiès. Ländliche Haushalte greifen möglicherweise stärker auf Gas, Holzkohle oder Holz zurück und sollten Transport-, Lagerungs- und Gerätekosten einbeziehen. In den beobachteten Regionen kostete Benzin 990 FCFA je Liter und Diesel 755 FCFA je Liter. Lebensmittelkosten hängen von Haushaltsgröße, Mahlzeiten, Eiweiß- und Frischkostverbrauch, Eigenversorgung, Ort und Jahreszeit ab. Die regionalen Preisbeobachtungen der ANSD vom September 2025 für Dakar, Diourbel, Kaolack, Kolda, Saint-Louis und Thiès betrugen in dieser Reihenfolge 427, 416, 450, 380, 300 und 450 FCFA je Kilogramm für lokal gebrochenen Reis; 506, 515, 579, 591, 600 und 565 FCFA für importierten Duftreis; 4.045, 3.915, 4.000, 3.325, 4.000 und 4.000 FCFA für Rindfleisch mit Knochen; 568, 550, 576, 635, 447 und 538 FCFA für lokale Zwiebeln; 1.107, 1.096, 1.129, 1.300, 1.074 und 1.072 FCFA für einen Liter loses Speiseöl sowie 600, 603, 605, 600, 637 und 624 FCFA für losen Zucker. Preise auf Märkten, in Läden und im Großhandel können abweichen. Erntezyklen, Importabhängigkeit, Ramadan und Tabaski können die Lebensmittelausgaben ebenfalls verändern. Transportkosten setzen sich aus formellen Diensten sowie lokalen und informellen Angeboten zusammen. Dakar Dem Dikk, Sénégal Dem Dikk und TER verkehren neben Cars rapides, Ndiaga Ndiaye, Taxis, Motorrädern und Pferdekarren. Preise und Verfügbarkeit unterscheiden sich regional. Eine Fahrt mit dem TER zwischen Dakar und Diamniadio kostet in der zweiten Klasse 1.500 FCFA und in der ersten Klasse 2.500 FCFA; eine Sama-TER-Karte kostet 1.000 FCFA. Die Verbindung von Dakar Dem Dikk zum AIBD kostet 6.000 FCFA. Beispiele für Überlandfahrpreise ab Dakar sind 2.000 FCFA nach Thiès, 2.500 nach Mbour, 3.000 nach Diourbel oder Fatick, 4.000 nach Louga, 12.000 nach Kédougou und 13.000 nach Kidira. Eine monatliche Schätzung lässt sich aus Pendeltagen multipliziert mit Reisenden und Verkehrsabschnitten berechnen. Ländliche Haushalte geben möglicherweise weniger für Miete, aber mehr für Zubringer, Zeit und Fernverkehr aus. Gesundheitsausgaben können Arztbesuche, Medikamente, Labortests, Bildgebung, Krankenhausbehandlung und Transport für Überweisungen umfassen. Zum Gesundheitssystem gehören das Ministerium für Gesundheit und Soziales, Gesundheitsbezirke, öffentliche Krankenhäuser, Apotheken, gemeinschaftliche Krankenversicherungssysteme, Krankenversicherungsvereine und private Anbieter. 2022 betrug die Krankenversicherungsabdeckung 53,2 Prozent. Ein einheitlicher aktueller nationaler Gebührenplan ließ sich nicht feststellen; private Preise, Verfügbarkeit und Überweisungswege können daher die Rechnung verändern. Bestimmte Leistungen sind kostenlos oder werden unterstützt, darunter festgelegte Leistungen für Kinder unter fünf Jahren, Kaiserschnitte in geeigneten öffentlichen Einrichtungen, Dialyse in öffentlichen Einheiten und Plan Sésame für Menschen ab 60 Jahren. Plan Sésame deckte 2024 303.113 ältere Menschen ab. Ein Haushalt sollte dennoch Geld für Medikamente, nicht verfügbare Leistungen, private Behandlung und regionale Überweisungstransporte zurücklegen. Mobile Gesundheitskampagnen sind örtlich und zeitlich begrenzt und ersetzen keinen regelmäßigen Versorgungszugang. Bildungsausgaben hängen von der Einrichtung und der Situation der lernenden Person ab. Öffentliche und private Schulen, Daaras, Universitäten und Berufsbildungseinrichtungen können unterschiedliche Kosten verursachen. Einen zuverlässigen, aktuellen landesweiten Gebührenplan für alle formalen Schulen gibt es nicht. Indirekte Kosten sind oft ausschlaggebend: Schulmaterial, Uniformen, Bücher, Transport, Mahlzeiten, Prüfungsgebühren, Nachhilfe und gegebenenfalls Unterkunft. Gemeinden sollen Schulmaterial bereitstellen, doch der tatsächliche Umfang unterscheidet sich lokal. Private Schulen, Vorschulen und Daaras legen ihre Kosten selbst fest. Bei der öffentlichen Hochschulbildung wird die Bearbeitung über CAMPUSEN erst nach Zahlung der entsprechenden Einschreibegebühren wirksam; deren Höhe hängt von Universität, UFR oder Studiengang ab. Wohnraum, Mahlzeiten auf dem Campus, Internet und Transport erhöhen die Hochschulkosten. Zu den Familienfinanzen können Ausgaben für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen, Lebensmittelhilfe, Wohnen, Schule und Gesundheit, Zeremonien und Überweisungen zwischen Haushalten gehören. Einschlägige Regelungen sind das Registre National Unique (RNU), das Programme National de Bourses de Sécurité Familiale (PNBSF), bourses de sécurité familiale, Krankenversicherungsvereine, Plan Sésame, familiäre Solidarität und Tontinen. Regierungsangaben zufolge betrugen die Zahlungen des PNBSF 2023 pro betroffenem Haushalt 35.000 FCFA je Quartal. Transfers zwischen Haushalten außerhalb sozialer Beiträge beliefen sich 2022 auf 1.625,1 Milliarden FCFA. Das zeigt, dass finanzielle Unterstützung zwischen Haushalten ein bedeutender Teil der Gesamtwirtschaft ist. Ein persönlicher Haushaltsplan sollte Rücklagen für Tabaski, Korité, Hochzeiten, Beerdigungen, Besuche und Unterstützung von Angehörigen vorsehen, statt diese Ausgaben als unerwartete Ausnahme zu behandeln. Kommunikationsdienste sind weit verbreitet, unterscheiden sich aber weiterhin nach Preis und Zugang. Laut EHCVM 2021/22 hatten 99,3 Prozent der Haushalte Zugang zu Mobilfunk und 46,8 Prozent Zugang zum Internet. Zu den wichtigsten Anbietern und Angeboten gehören Orange, Yas, Expresso, Datenpakete, Glasfaser und Box-Angebote. Beispiele von Yas waren 500 FCFA für 2 GB für 24 Stunden, 2.000 FCFA für 7 GB für 30 Tage und 5.000 FCFA für 12,5 GB für 30 Tage. Glasfaser von Yas mit 50 Mbit/s wurde für 14.900 FCFA monatlich zuzüglich 10.000 FCFA Installation angeboten. Glasfaser von Orange mit 60 Mbit/s und Fernsehen kostete 12 Monate lang 29.900 FCFA monatlich und danach 34.900 FCFA. Eine Orange Box Bi kostete einmalig 35.000 FCFA. Angebote, Abdeckung und Preise ändern sich. Ländliche Haushalte benötigen bei schwächerer Abdeckung möglicherweise mehrere SIM-Karten, Aufladekosten oder Ersatzgeräte. Freizeitkosten sind überwiegend informell, gemeinschaftlich oder lokal organisiert und unterliegen keinem landesweiten Tarif. Regionale Kulturzentren, Jugendzentren, Sportvereine, Museen, Veranstaltungen, Strände und touristische Aktivitäten können unterschiedliche Gebühren verlangen. Religiöse und gemeinschaftliche Veranstaltungen, öffentliche Räume sowie manche Vereins- oder Jugendangebote können kostenlos oder günstig sein. Ein frei verfügbares Budget kann Eintritt, Sportausrüstung, Kino, Musik, Streaming, Restaurants, Ausflüge und saisonale kulturelle oder religiöse Veranstaltungen getrennt von Miete, Lebensmitteln, Versorgungsleistungen und Transport abdecken. Ein praktikabler senegalesischer Haushaltsplan enthält feste monatliche Kosten wie Miete, Wasser, Strom, Kommunikation, Schul- oder Kinderbetreuungskosten und Versicherungs- oder Mitgliedsbeiträge; variable Ausgaben wie Lebensmittel, Transport, Gesundheit und Freizeit; sowie jährliche Rücklagen für Schulbeginn, Tabaski, Korité, Zeremonien, Reparaturen, Krankheit, Reisen und den Ersatz von Geräten. Erstelle separate Szenarien für alleinstehende Erwachsene, Paare, Haushalte mit Kindern, Haushalte mit älteren oder behinderten Angehörigen, Mieter und Eigentümer sowie Haushalte in Dakar, einer anderen Stadt oder auf dem Land. Halte eine Notfallreserve für Preisänderungen, Versorgungsunterbrechungen und medizinische Überweisungen bereit. Bankgebühren, Kreditkosten und Steuern können den Geldfluss beeinflussen, gehören aber zu anderen Themen als den Lebenshaltungskosten.
Lebenshaltungskosten im Senegal
Zu den Lebenshaltungskosten eines Haushalts in Senegal gehören regelmäßige Ausgaben wie Miete, Wasser, Strom, Lebensmittel, Transport, Kommunikation und Schule sowie unregelmäßige Gesundheits-, Familien- und Reparaturkosten. In Dakar sind die Kosten im Allgemeinen höher als in anderen städtischen und ländlichen Gebieten; auch regional und saisonal unterscheiden sich die Preise. Senegal verwendet den westafrikanischen CFA-Franc (FCFA). Ein realistischer Haushaltsplan sollte monatliche Ausgaben von jährlichen Rücklagen trennen. Nationale Durchschnittswerte zum Haushaltsverbrauch sind historische statistische Vergleichswerte und kein garantiertes Mindestbudget für 2026.
Tipp
Richte den Haushaltsplan an deiner Haushaltsgröße, deinem Wohnort und dem tatsächlichen Zugang zu Wohnen, Versorgungsleistungen, Transport, Gesundheit und Bildung aus, statt dich auf einen landesweiten Durchschnitt zu stützen. Trenne feste monatliche Rechnungen von variablen Ausgaben, jährlichen Familienpflichten und einer Notfallreserve. Behandle Dakar, andere städtische Gebiete und ländliche Regionen als unterschiedliche Haushaltsszenarien: Geringere Mieten außerhalb Dakars können durch längere Wege, Wasserbeschaffung und versorgungsbedingte Kosten ausgeglichen werden.

