Das formelle Gesundheitssystem Senegals ist als Versorgungspyramide organisiert: Eine case de santé bietet grundlegende gemeindenahe Leistungen, ein poste de santé die Primärversorgung, ein centre de santé umfassendere Diagnostik und Behandlung, und ein EPS oder Krankenhaus übernimmt weiterführende, fachärztliche, chirurgische oder stationäre Versorgung. Eine case de santé ist eine lokale Gesundheitseinrichtung der Gemeinde. Ein poste de santé und ein centre de santé sind öffentliche Einrichtungen der Primärversorgung mit unterschiedlicher Personalstärke, Ausstattung und diagnostischer Kapazität. EPS steht für Établissement public de santé, eine öffentliche Gesundheitseinrichtung, zu der auch Krankenhausangebote gehören können. Auch Privatkliniken und Praxen, religiöse Einrichtungen sowie militärische und paramilitärische Dienste bieten Versorgung an. Überweisungen und Rücküberweisungen verbinden diese Ebenen, wenn eine Einrichtung die erforderliche Untersuchung, Behandlung oder Nachsorge nicht anbieten kann.
Gesundheitsversorgung im Senegal
Die Gesundheitsversorgung in Senegal umfasst öffentliche, private, religiöse, militärische und gemeindenahe Angebote. Die reguläre Versorgung beginnt meist in einer case de santé, einem poste de santé oder einem centre de santé und wird an ein EPS oder Krankenhaus weitergeleitet, wenn Diagnostik oder fachärztliche Versorgung erforderlich ist. Zugang, verfügbare Leistungen, Wartezeit und Kosten hängen vom Ort, der Einrichtung, dem Personal, den Medikamenten und dem Krankenversicherungsschutz ab. Bei einem lebensbedrohlichen Notfall rufe 1515 an, den medizinischen Notfalldienst SAMU National.
Tipp
Wähle eine erreichbare Einrichtung, die die benötigte Versorgung tatsächlich anbieten kann, und kläre vor einer geplanten Behandlung Versicherungsschutz und Medikamentenverfügbarkeit. Bei einem lebensbedrohlichen medizinischen Notfall rufe sofort 1515 an. Bei fortlaufender oder nicht dringender Versorgung solltest du Rezepte, Überweisungsinformationen und Kontrolltermine zusammen aufbewahren, damit die Behandlung beim Wechsel zwischen Einrichtungen nicht unterbrochen wird.

