Die Kreditpunkte im Studium erfassen den gesamten vorgesehenen Lernaufwand und nicht nur die Zeit in Lehrveranstaltungen. Zum Workload der Hochschule gehören Präsenzunterricht, Vor- und Nachbereitung, Selbststudium, Projekte, praktische Arbeiten, Prüfungsvorbereitung und Leistungsnachweise. Die Punkte werden einem Modul nach dem geplanten Gesamtaufwand zugeordnet. Sie werden erworben, wenn die dafür vorgesehenen Studienleistungen erfolgreich abgeschlossen sind. Eine hohe Zahl an Kontaktstunden ist deshalb nicht zwingend mit einer höheren Punktezahl verbunden. Umgekehrt kann ein Modul mit wenig Präsenz einen umfangreichen Anteil an Selbststudium verlangen. Ein 30 ECTS Semester entspricht bei Vollzeit einem erheblichen zeitlichen Gesamtpensum über das Semester hinweg. Bei Teilzeit wird die Punktezahl je Semester reduziert, sofern Studiengang und Reglement dies zulassen. Für die persönliche Planung sollten Modulrhythmus, Prüfungstermine, Gruppenarbeiten und Spitzenbelastungen zusätzlich betrachtet werden. Bereits erworbene Punkte können bei einem Hochschul- oder Programmwechsel geprüft werden, ihre Anrechnung erfolgt jedoch nicht automatisch. Die zuständige Hochschule entscheidet anhand von Inhalt, Niveau und Lernzielen über eine Anerkennung.
ECTS und Arbeitsaufwand im Studium in der Schweiz
ECTS steht für European Credit Transfer and Accumulation System und macht den vorgesehenen Arbeitsaufwand eines Studiums vergleichbar. Ein Kreditpunkt entspricht in der Schweiz üblicherweise 25 bis 30 Arbeitsstunden. Bei einem Vollzeitstudium bildet ein 30-ECTS-Semester die reguläre Planungsgrösse.

