Der Ablauf der beruflichen Grundbildung richtet sich nach Lehrberuf, Bildungsplan und vereinbarter Ausbildungsdauer. Im Unternehmen lernen die Jugendlichen und Erwachsenen anhand realer Aufträge und werden von verantwortlichen Berufsbildenden begleitet. Die Berufsfachschule vermittelt Berufskunde, Allgemeinbildung und weitere vorgesehene Fächer. Ergänzende berufspraktische Kurse bauen gemeinsame Grundfertigkeiten und fachliche Standards auf. Die Ausbildungszeit an diesen Lernorten gehört zur Lehre und wird in der betrieblichen Planung berücksichtigt. Zum Lehralltag in der Schweiz zählen auch Arbeitszeiten, Pausen, Ferien, Lehrlingslohn und die Führung der Lerndokumentation. Lernende in der Schweiz haben Anspruch auf fachgerechte Bildung, geeignete Betreuung sowie Schutz von Gesundheit und Persönlichkeit. Gleichzeitig müssen sie sorgfältig arbeiten, zulässige Weisungen befolgen und vertrauliche Informationen schützen. Bildungsberichte und Gespräche machen Lernfortschritte sowie weiteren Übungsbedarf sichtbar. Eine Berufsmaturität kann bei erfüllten Aufnahmebedingungen parallel zu einer drei- oder vierjährigen Grundbildung besucht werden. Das Qualifikationsverfahren verbindet je nach Beruf praktische, schriftliche oder mündliche Prüfungen mit anrechenbaren Leistungen aus der Lehrzeit. Stundenpläne, Kursaufgebote, betriebliche Pläne und Prüfungsunterlagen geben über die gesamte Lehrdauer die verbindlichen Termine vor.
Während der Lehre in der Schweiz
Während der Lehre erwerben Lernende berufliche Kompetenzen im Unternehmen, in der Berufsfachschule und in vorgeschriebenen Kursen. Der Lehralltag umfasst praktische Aufgaben, Unterricht, Arbeitszeit, Vergütung sowie gegenseitige Rechte und Pflichten. Gegen Ende der Grundbildung werden die erworbenen Kompetenzen im Qualifikationsverfahren beurteilt.

