Während der Lehre in der Schweiz

Während der Lehre erwerben Lernende berufliche Kompetenzen im Unternehmen, in der Berufsfachschule und in vorgeschriebenen Kursen. Der Lehralltag umfasst praktische Aufgaben, Unterricht, Arbeitszeit, Vergütung sowie gegenseitige Rechte und Pflichten. Gegen Ende der Grundbildung werden die erworbenen Kompetenzen im Qualifikationsverfahren beurteilt.

Lernorte

Die drei Lernorte der beruflichen Grundbildung sind Lehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse (ÜK). Jeder Lernort übernimmt einen eigenen Bildungsauftrag und trägt zum gleichen Berufsabschluss bei. Ihre Inhalte und Termine richten sich nach den Vorgaben des jeweiligen Lehrberufs.

LehrbetriebBerufsfachschuleÜK

Alltag

Der Lehralltag in der Schweiz verbindet betriebliche Aufgaben, angeleitetes Lernen und die Termine der weiteren Lernorte. Arbeitszeit, Vergütung sowie Rechte und Pflichten ergeben sich aus Lehrvertrag und anwendbaren Vorgaben. Regelmässige Absprachen helfen, Arbeit, Schule und persönliche Erholung aufeinander abzustimmen.

VergütungRechtliches

Qualifikationsverfahren

Das Qualifikationsverfahren (QV) stellt fest, ob Lernende die für ihren Berufsabschluss verlangten Kompetenzen erreicht haben. Es kann praktische Arbeiten, schriftliche oder mündliche Prüfungen sowie Erfahrungsnoten aus der Lehrzeit umfassen. Zusammensetzung, Gewichtung und Bestehensregeln richten sich nach dem jeweiligen Lehrberuf.

BM1

Die Berufsmaturität während der Lehre, häufig BM1 genannt, ergänzt eine drei- oder vierjährige berufliche Grundbildung mit erweitertem allgemeinbildendem Unterricht. Sie wird parallel zur betrieblichen und berufsschulischen Bildung absolviert. Aufnahmebedingungen und Organisation richten sich nach Kanton, Schule und gewählter Ausrichtung.