Die duale Berufsbildung verbindet praktische Arbeit im Unternehmen mit schulischem Unterricht und ergänzenden berufspraktischen Kursen. Im Lehrbetrieb bauen Lernende ihre Handlungskompetenzen anhand realer Aufträge und betrieblicher Abläufe auf. Verantwortliche Berufsbildende planen Aufgaben, begleiten das Lernen und geben regelmässig Rückmeldung. Die Berufsfachschule vermittelt Berufskunde, Allgemeinbildung und weitere vorgeschriebene Fächer. Ihre Schultage gehören zur Lehre und müssen vom Unternehmen in der Einsatzplanung berücksichtigt werden. ÜK vermitteln gemeinsame Grundfertigkeiten, Sicherheitsregeln und fachliche Standards ausserhalb des einzelnen Unternehmens. Lehrbetrieb, Berufsfachschule und ÜK setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte, ohne voneinander unabhängige Bildungswege zu bilden. Die Ausbildungsorte der Lehre können räumlich auseinanderliegen und nach Beruf oder Region zugeteilt werden. Stundenpläne, Kursaufgebote und betriebliche Arbeitspläne bestimmen die konkrete zeitliche Verteilung. Lernortkooperation bezeichnet die Abstimmung von Inhalten, Lernstand und Terminen zwischen den beteiligten Stellen. Sie hilft, dass schulisches Wissen, gemeinsame Grundfertigkeiten und betriebliche Praxis sinnvoll aufeinander aufbauen. Bei widersprüchlichen Terminen oder fehlenden Informationen sollten Lernende das Unternehmen und die jeweils zuständige Stelle frühzeitig informieren.
Lernorte der beruflichen Grundbildung in der Schweiz
Die drei Lernorte der beruflichen Grundbildung sind Lehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse (ÜK). Jeder Lernort übernimmt einen eigenen Bildungsauftrag und trägt zum gleichen Berufsabschluss bei. Ihre Inhalte und Termine richten sich nach den Vorgaben des jeweiligen Lehrberufs.

