Bei Haustieren in Papua-Neuguinea handelt es sich vor allem um Hunde und Katzen. Hunde sind wegen Registrierungs-, Freilauf-, Sicherheits- und Tierheimvorschriften stärker von formellen Regeln betroffen. Außerhalb von Port Moresby werden Haustiere häufig informell angeschafft und versorgt; ein landesweites Haustierregister, Tierheimnetz oder tierärztliches Netzwerk ist nicht belegt. Für andere Heimtiere ist in den verfügbaren lokalen Belegen keine direkt entsprechende nationale Regelung nachgewiesen. Das Tierschutzgesetz von 1952 (Animals Act 1952) verpflichtet Halter, ausreichend Futter, Wasser und Schutz bereitzustellen, stark verschmutzte oder von Parasiten befallene Haltungsbedingungen zu vermeiden und tierärztliche Behandlung zu veranlassen, wenn ein Tier krank oder verletzt ist oder Junge bekommt. Das Aussetzen eines Tieres unter Umständen, die wahrscheinlich Leiden verursachen, Tierquälerei, unnötige Schmerzen sowie inhumane Beförderung oder Unterbringung können mit bis zu K200 oder sechs Monaten Freiheitsstrafe geahndet werden. Tierkämpfe und das Anhetzen von Tieren sind Straftaten. Auf öffentlichen Straßen oder unbefriedeten Flächen kann ein Halter eine Straftat begehen, wenn sein Hund Menschen oder Tiere angreift oder jagt. Ein Gericht kann die humane Tötung eines gefährlichen Hundes anordnen; eine Entschädigung von bis zu K100 kann infrage kommen. Örtliche Vorschriften können innerhalb eines Ratsgebiets nationale Vorschriften ersetzen oder ergänzen. In Städten und anderen ausgewählten Gebieten müssen Hunde grundsätzlich ab einem Alter von sechs Monaten registriert werden. Der Provinzverwalter oder eine ernannte Registrierungsbeamtin beziehungsweise ein ernannter Registrierungsbeamter erfasst die Beschreibung des Hundes, die Erklärung des Halters und die erforderliche Gebühr. Die Registrierung gilt bis zum folgenden 30. Juni; der Hund muss die Registrierungsmarke am Halsband tragen. Behörden können streunende Hunde einfangen. Die Rücknahme ist gewöhnlich auf etwa 48 Stunden beschränkt und setzt die Zahlung der anfallenden Gebühren voraus. Die aktuelle Registrierungsgebühr ist anhand der verfügbaren Belege nicht verlässlich festgestellt. Die Kommission des Nationalen Hauptstadtbezirks (National Capital District Commission, NCDC) hat erklärt, dass die Zucht und Haltung von Tieren oder Vögeln auf Wohngrundstücken nach Abschnitt 5 der Verordnung über öffentliche Gesundheit, Hygiene und allgemeine Bestimmungen, Kapitel 226, eine Straftat ist. Der Wortlaut ist weit gefasst. Wer im National Capital District ein gewöhnliches Haustier hält, sollte daher die Anwendung vorab bei der Gesundheitsabteilung der NCDC klären, statt sich auf eine allgemeine Annahme zu verlassen. Diese Aussage gilt nicht automatisch für ganz Papua-Neuguinea. Die Tierschutzorganisation RSPCAPNG bietet in Port Moresby einen dokumentierten Weg zur Adoption, tierärztlichen Versorgung und Vermittlung in ein neues Zuhause. Nach ihrem Adoptionsverfahren werden Hunde und Katzen hinsichtlich Gesundheit und Verhalten beurteilt, geimpft, kastriert und mit einem Mikrochip versehen. Ihre Tierarztklinik bietet Beratungen, Impfungen für Hunde und Katzen, Parasitenbekämpfung, Wasserbehandlungen, Fellpflege und Unterbringung. RSPCAPNG verlangt bei verschreibungspflichtigen Mitteln zur Parasitenvorbeugung häufig eine jährliche Untersuchung. Eine landesweite Abdeckung, Notfallverfügbarkeit und einheitliche tierärztliche Gebühren sind nicht belegt. Importierte Medikamente und Ausrüstung, Fracht, Genehmigungen und Zollgebühren können die Kosten erhöhen. RSPCAPNG arbeitet außerdem im Auftrag der NCDC für das Hundeauffangzentrum (NCDC Dog Pound), fängt freilaufende und streunende Hunde ein, hilft Hunden und Katzen, bietet Behandlung und Kastration an und unterstützt die Vermittlung in neue Zuhause. Halter können RSPCAPNG fragen, ob eine Abgabe des Tieres möglich ist; eine Aufnahme ist jedoch nicht garantiert. Pro abgegebenem Tier kann eine Gebühr anfallen, deren Höhe nicht veröffentlicht ist. Begrenzte Kapazitäten können eine Pflegestelle erforderlich machen. Veröffentlichte Schätzwerte für die Versorgung im Tierheim liegen für drei Monate bei etwa K350 bis K400 je Katze und K500 bis K550 je Hund; dies sind keine allgemeinen Tarife für Halter. Für die Einfuhr eines Hundes oder einer Katze sind eine Einfuhrgenehmigung und ein Gesundheitszeugnis erforderlich, die vor der Buchung organisiert werden müssen. Die Biosicherheitsbehörde Papua-Neuguineas (Papua New Guinea Biosecurity Authority, PNGBA), früher NAQIA, und die aktuell geltenden Einfuhrbedingungen bestimmen, ob das Tier und sein Herkunftsort zugelassen sind. Zu den standardmäßig aufgeführten Herkunftsorten für Hunde und Katzen gehören Australien, Neuseeland, Hawaii, die Salomonen und Vanuatu. Andere Herkunftsorte können beschränkt oder generell verboten sein, sofern keine eigens genehmigte humanitäre Regelung gilt. Ein Mikrochip oder eine Ohr-Tätowierung ist vorgeschrieben. Zu den aufgeführten Beschränkungen gehören Herkunftsorte mit Tollwut, bestimmte aggressive Rassen und Hybride, späte Trächtigkeit sowie Hunde unter 12 Wochen. Für Hunde im Alter von 12 Wochen bis sechs Monaten ist vorab eine genehmigte Ausnahme für die jeweilige Rasse erforderlich. Der Halter muss eine eidesstattliche Erklärung vorlegen, bestätigen, dass das Tier in den letzten 30 Tagen keinen kranken Tieren ausgesetzt war, und eine Untersuchung innerhalb von 48 Stunden vor der Abreise veranlassen. Hunde benötigen die vorgeschriebenen Impfungen gegen Staupe, ansteckende Hepatitis, Parvovirose und Parainfluenza. Diese müssen mindestens 14 Tage und höchstens 12 Monate vor der Reise verabreicht worden sein. Außerdem ist Praziquantel innerhalb von 14 Tagen und ein Akarizid innerhalb von fünf Tagen erforderlich. Katzen benötigen Impfungen gegen feline Enteritis, Rhinotracheitis und Calicivirus innerhalb derselben Zeiträume sowie ein Akarizid innerhalb von fünf Tagen. Für zusätzliche Untersuchungen oder Dokumente ist stets die aktuelle Genehmigung maßgeblich. Die Ankunft von Haustieren wird normalerweise über Port Moresby abgewickelt; für Lae ist eine vorherige Abstimmung erforderlich. Ankünfte sind von Montag bis Mittwoch zulässig, ausgenommen Wochenenden und gesetzliche Feiertage. Die Ankunft muss mindestens 48 Stunden im Voraus gemeldet werden. Quarantänepersonal oder ein bevollmächtigter Zollagent holt das Tier ab und bringt es für mindestens 48 Stunden zur Isolation in die Quarantänestation NAQIA Kilakila. Eine Behandlung und Laborprobenahme können hinzukommen. Genehmigungs-, Behandlungs-, Quarantäne-, Unterbringungs-, Zoll- und Frachtkosten müssen vor der Freigabe bezahlt werden. Für eine beschleunigte Abwicklung werden Berichten zufolge 50 Prozent mehr berechnet. Die erste Quarantänefreigabe deckt die ersten 48 Stunden ab; eine zusätzliche Unterbringung wird pro Tag berechnet. Je nach geltendem NTO-Verfahren können das Zollformular 15 oder ASYCUDA-Verfahren und ein zugelassener Zollagent erforderlich sein. Für Reisen aus Papua-Neuguinea heraus legt das Zielland die Ausfuhrbestimmungen fest. Ein landesweit geltendes Verfahren für Inlandsreisen mit Haustieren ist nicht belegt. Die Wiederausfuhr nach Australien kann langwierig und teuer sein und etwa zwei Monate Quarantäne umfassen. Einheimische oder geschützte Tierarten fallen nicht unter die gewöhnlichen Regeln für Haustiere, sondern unter das Genehmigungsverfahren der Behörde für Naturschutz und Umweltschutz (Conservation and Environment Protection Authority, CEPA). Besitz oder Entfernung geschützter Tiere muss gesondert geprüft werden.
Haustiere in Papua-Neuguinea
Die Haltung eines Haustiers in Papua-Neuguinea bringt Tierschutzpflichten und örtliche Vorschriften mit sich, die je nach Stadt und Provinz unterschiedlich sind. Hunde sind stärker reguliert als Katzen: In Städten und ausgewählten Gebieten müssen Hunde ab einem Alter von sechs Monaten gewöhnlich registriert sein und eine Registrierungsmarke tragen. Tierärztliche Versorgung, Adoption und Abgabeangebote sind auf wenige Orte konzentriert und zersplittert. Für die Einfuhr eines Hundes oder einer Katze sind eine vorherige Biosicherheitsgenehmigung, Gesundheitsdokumente und Quarantäne erforderlich.
Tipp
Betrachte die Haltung eines Haustiers in Papua-Neuguinea als ortsabhängige Verpflichtung: Kläre vor der Aufnahme eines Tieres örtliche Regeln, tierärztliche Versorgung und einen realistischen Plan für Futter, Schutz, Behandlung und Kontrolle. Bei Hunden sind Registrierung und Freilaufkontrolle besonders wichtig. Buche für ein eingeführtes Haustier erst dann eine Reise, wenn die aktuellen Anforderungen der PNGBA oder NAQIA und die Gesamtkosten geklärt sind. In Port Moresby ist RSPCAPNG die am besten dokumentierte Anlaufstelle für Adoption, tierärztliche Versorgung und Abgabe; eine Aufnahme oder landesweite Leistung ist jedoch nicht garantiert.

