Religion gibt vielen Menschen Antworten auf Fragen nach Sinn, Leben, Tod und Verantwortung. Sie kann Gemeinschaft, Rituale und Trost bieten, wird aber von jeder Person unterschiedlich gelebt. Das Christentum hat Österreich historisch besonders stark geprägt. Katholische und evangelische Kirchen sowie orthodoxe und weitere christliche Gemeinschaften gehören zur religiösen Landschaft. Auch jüdisches Leben besitzt eine lange Geschichte in Österreich und wurde durch Verfolgung schwer verletzt. Jüdische Gemeinden, Kultur und Gedenkarbeit sind weiterhin wichtige Teile der Gesellschaft. Muslimisches Leben ist in Österreich vielfältig und umfasst unterschiedliche Herkunftsgeschichten, Traditionen und religiöse Ausrichtungen. Moscheen und Vereine dienen je nach Gemeinschaft dem Gebet, der Bildung und dem sozialen Austausch. Weitere Religionen und Weltanschauungen sind ebenfalls vertreten. Zugleich bezeichnet sich ein Teil der Bevölkerung als konfessionslos, nicht religiös, atheistisch oder agnostisch. Religionsfreiheit schützt persönliche Überzeugungen und ihre Ausübung innerhalb der allgemeinen Rechtsordnung. Niemand soll wegen einer Religion oder wegen fehlender Religionszugehörigkeit schlechter behandelt werden. Religion wird zu Hause, in Gotteshäusern, in Gemeinschaften und teilweise in der Schule sichtbar. Wie streng Regeln, Kleidung, Speisen, Gebete oder Feiertage beachtet werden, entscheidet sich nicht allein durch die Bezeichnung einer Religion. Religiöse Feste können Glaubensereignisse, Familienfeiern und kulturelle Bräuche zugleich sein. Deshalb feiern Menschen dasselbe Fest mit unterschiedlicher Bedeutung und Intensität. Wo Überzeugungen aufeinandertreffen, helfen Respekt, klare Grenzen und sachliche Gespräche. Religionsfreiheit erlaubt Vielfalt, rechtfertigt aber weder Zwang noch die Verletzung der Rechte anderer.
Religion in Österreich
Religion in Österreich umfasst christliche Kirchen, islamische, jüdische und weitere Glaubensgemeinschaften sowie Menschen ohne religiöses Bekenntnis. Religiöse Traditionen haben Feste, Bauwerke und den Alltag des Landes mitgeprägt. Zugleich schützt Österreich die Freiheit, zu glauben, den Glauben zu wechseln oder keiner Religion anzugehören.
Tipp
Frage Menschen respektvoll, wie sie selbst ihre Religion oder Weltanschauung leben, statt es aus Namen oder Kleidung abzuleiten. Teile eigene Grenzen ebenso ruhig mit. Bei gemeinsamen Terminen helfen früh geklärte Fragen zu Speisen, Feiertagen und Rückzugsmöglichkeiten.

