Schulbildung in Nepal beginnt mit ECED/PPE, üblicherweise ab dem vollendeten Alter von vier Jahren, gefolgt von Klasse 1. Die Basic Education umfasst die untere Grundstufe, Klassen 1–5, und die obere Grundstufe, Klassen 6–8. Die Secondary Education umfasst die Klassen 9–10 und 11–12 und wird häufig als 10+2-Struktur bezeichnet. Nepal hat keine direkten lokalen Entsprechungen zum deutschen Gymnasium, zur Realschule, Gesamtschule oder Berufsschule; Schultypen sollten daher anhand der eigenen Klassifikationen Nepals verstanden werden. Gemeinschafts- oder öffentliche Schulen werden staatlich unterstützt. Institutional Schools sind private Schulen, die von Treuhandorganisationen oder nach dem Companies Act betrieben werden und üblicherweise durch Elternbeiträge finanziert sind. Religiöse Schulen können Madrassa, Gumba oder Vihar sowie Ashram- oder Gurukul-Einrichtungen sein. Sie können formell anerkannt und in das nationale Bildungssystem integriert werden, wenn sie die geltenden Standards erfüllen. Ein Schulplatz in der Nähe des Wohnorts ist ein gesetzlicher Anspruch; die Belege weisen jedoch kein streng exklusives Einzugsgebietssystem nach. Familien können eine andere Schule wählen, sofern dort ein Platz verfügbar ist. Eine Institutional School kann eigene, gesetzlich begrenzte Auswahl- und Zulassungsregeln anwenden. Die Aufnahme in die Basic Education darf grundsätzlich nicht verweigert werden. Der Staat regelt die Schulpflicht für Kinder ab dem vollendeten Alter von vier Jahren bis vor Vollendung des 13. Lebensjahres. Diese Pflicht betrifft Basic Education, regelmäßigen Schulbesuch und deren Abschluss; sie erstreckt sich nicht automatisch auf die gesamte Secondary Education. Die lokale Ebene trägt die Hauptverantwortung für Betrieb, Zugang, lokale Lehrpläne und die Umsetzung von Unterstützung im Rahmen der verpflichtenden und kostenlosen Basic und Secondary Education. Schulen übernehmen Aufnahme, Unterricht und interne Bewertung. Das föderale Ministry of Education, Science and Technology legt Politik, Gesetze, Standards, nationale Lehrpläne und Lehrerstandards fest. Das Curriculum Development Centre (CDC) entwickelt Lehrpläne und Lehrbücher; das Centre for Education and Human Resource Development (CEHRD) unterstützt Umsetzung und Lehrkräftefortbildung; das National Examination Board (NEB) verwaltet nationale Prüfungen. Provinzen koordinieren und unterstützen Bildung. Staatlich bereitgestellte Basic und Secondary Education ist im gesetzlichen Rahmen kostenlos. Gemeinschaftsschulen dürfen für Bildung, die sie als kostenlos ausweisen, keine Schülergebühren verlangen. Familien können dennoch für Uniformen, Transport, zusätzliche Materialien oder andere schulbezogene Dienste zahlen. Öffentliche Schulen stellen kostenlose Lehrbücher bereit. Lokale Ebenen können Kindern aus einkommensarmen Haushalten Hefte, Stifte und andere Materialien bereitstellen. Stipendien und Anreize richten sich an Gruppen wie Dalit-Kinder, Mädchen, benachteiligte Gruppen und Kinder mit Behinderungen. Unterstützung durch Braille und Gebärdensprache ist gesetzlich vorgesehen. Schulmahlzeiten und Schulernährungsprogramme hängen vom Programm und der lokalen Umsetzung ab; ein einheitlich garantierter landesweiter Transport- oder Betreuungsdienst besteht nicht. Sikai Chautari bietet ein kostenloses staatliches digitales Lernangebot. Der National Curriculum Framework 2076 und die Lehrpläne des CDC für einzelne Klassen und Fächer verbinden einen nationalen Kern mit lokalen Lehrplänen. Je nach Schule und Ort können Nepali, Englisch und lokale Sprachen verwendet werden. Unterricht in der Muttersprache und mehrsprachiger Unterricht sind zulässig und besonders von ECED/PPE bis Klasse 3 geschützt. Schulen bieten regulären formellen Klassenunterricht mit schulischer Lernunterstützung, formativer Bewertung und regelmäßigen Prüfungen. Klasse 8 wird durch die von der lokalen Ebene organisierte Basic Level Examination (BLE) bewertet. Schüler der Klasse 10 nehmen an der Secondary Education Examination (SEE) teil; Schüler der Klasse 12 absolvieren eine Prüfung des NEB und erhalten ein Schulabschlusszeugnis. Nach Klasse 8 folgt gewöhnlich Klasse 9; nach der SEE können Schüler zu den Klassen 11–12 wechseln oder einen technischen beziehungsweise beruflichen Weg wählen. Ein Hochschulstudium kann sich nach Klasse 12 anschließen, gehört aber zu einem getrennten Bildungsbereich.
Schule in Nepal
Nepal hat ein formelles, föderal dezentralisiertes Schulsystem mit frühkindlicher Vorbereitung, Grundbildung und Sekundarbildung. Early Childhood Education and Development (ECED), auch Pre-primary Education (PPE) genannt, dauert vor Klasse 1 üblicherweise ein Jahr; Basic Education umfasst die Klassen 1–8, Secondary Education die Klassen 9–12. Gemeinschaftsschulen, private Institutional Schools und formell anerkannte religiöse Schulen arbeiten innerhalb nationaler Standards; Gebühren, Sprachen und tägliche Leistungen unterscheiden sich je nach Schule und lokaler Ebene.
Tipp
Behandeln Sie die Schulwahl in Nepal als Entscheidung über Zugang, Sprache, Kosten, Unterstützung und Anschlussmöglichkeiten, nicht als Übertragung ausländischer Schularten. In der Basic Education hat zunächst eine erreichbare Schule Vorrang, die die benötigte Klassenstufe und nutzbare Lernunterstützung bietet; bei Secondary Education oder einer privaten Schule vergleichen Sie die Gesamtkosten und Aufnahmebedingungen. Bestätigen Sie tatsächliche Leistungen der Schule bei der Schule und der zuständigen lokalen Ebene, statt sich auf Werbung oder informelle Zusagen zu verlassen.

