Nauru ist ein souveräner Staat, dessen politische Zuständigkeit auf nationaler Ebene organisiert ist. Das Parlament erlässt Gesetze und vertritt die gewählten Wahlkreise, während der Präsident und das Kabinett die Exekutive führen. Gerichte, die öffentliche Verwaltung und gesetzlich eingerichtete Körperschaften übernehmen gerichtliche, administrative und spezialisierte öffentliche Aufgaben. Nauru hat weder eine eigene Verwaltungsregion noch eine nachgewiesene kommunale Regierungsebene; politische Zuständigkeiten sind daher nicht zwischen nationalen und regionalen Regierungen aufgeteilt. Bei Parlamentswahlen gilt eine kandidatenbezogene Präferenzwahl: Wahlberechtigte nauruische Bürger ab 20 Jahren werden im Wählerverzeichnis (Electoral Roll) eingetragen, die Stimmabgabe ist verpflichtend, und die Wähler reihen einzelne Kandidaten ein, statt eine landesweite Parteiliste auszuwählen. Wer die Politik in Nauru verstehen will, muss daher sowohl betrachten, wie staatliche Institutionen ihre Zuständigkeiten ausüben, als auch, wie Wahlen die parlamentarische Vertretung bestimmen.
Politik in Nauru
Die Politik in Nauru verbindet staatliche Institutionen auf nationaler Ebene mit Wahlen zum Parlament. Die Republik Nauru arbeitet auf Grundlage der Verfassung von Nauru von 1968 mit einem Einkammerparlament, einem Präsidenten und einem Kabinett, Gerichten, der öffentlichen Verwaltung und gesetzlich eingerichteten Körperschaften. Bei Wahlen werden 19 Parlamentsmitglieder aus acht Wahlkreisen durch eine kandidatenbezogene Präferenzwahl bestimmt.
Tipp
Beginnen Sie auf der nationalen Ebene, wenn Sie eine politische Angelegenheit in Nauru verstehen oder bearbeiten müssen. Klären Sie zunächst, ob es um das Parlament, die Exekutive, Gerichte, die öffentliche Verwaltung, eine gesetzlich eingerichtete Körperschaft oder Wahlen geht, da jede dieser Stellen eine andere Funktion hat. Bei Wahlen sollten Sie sich auf einzelne Kandidaten und die Vertretung des jeweiligen Wahlkreises konzentrieren, nicht auf eine landesweite Parteiliste.

