Die Mongolei liegt im Übergang zwischen der sibirischen Taiga und den Steppen und Wüsten Zentralasiens. Zu ihren Landschaften gehören das Hochgebirge Altai-Sajan im Westen, die Region Amur-Heilong und die Daurische Steppe im Osten, alpine Gebiete, Taiga, Waldsteppe, Grassteppe, Halbwüste, Gobi-Wüste, Sanddünen, Salz- und Süßwasserseen, Flüsse und Feuchtgebiete. Das Uvs-Nuur-Becken und die Landschaften von Dauria sind UNESCO-Weltnaturerbestätten. Zudem gibt es in der Mongolei elf Ramsar-Feuchtgebiete mit einer Fläche von etwa 1.439.530 Hektar. Das Ministerium für Umwelt und Klimawandel (MECC) beaufsichtigt das nationale Schutzgebietssystem und die Umweltkontrolle. Das mongolische Gesetz über besonders geschützte Gebiete kennt Nationalparks, Naturkomplexgebiete, Naturschutzgebiete und nationale Naturdenkmalgebiete. MECC berichtete im Dezember 2025, dass rund 20,8 Prozent des Staatsgebiets beziehungsweise etwa 32,5 Millionen Hektar staatlich geschützt waren. Das Verzeichnis umfasste 23 Nationalparks, 37 Naturkomplexgebiete, 47 Naturschutzgebiete und 13 nationale Naturdenkmalgebiete. Diese Zahlen und Einstufungen können sich durch spätere Bestandsaufnahmen und Reformen ändern. Pufferzonen verringern schädliche Auswirkungen, regeln die Ressourcennutzung und fördern lokale Beteiligung. Ein Vorschlag für eine Pufferzone kann die Schutzgebietsverwaltung, den zuständigen Soum- oder Bezirksgouverneur und die örtliche Bevölkerung einbeziehen. In Schutzgebieten ist der Zugang im Allgemeinen auf genehmigte Wege beschränkt; übernachtet werden muss auf ausgewiesenen Plätzen. Besucher dürfen Lebensräume nicht verändern, Holz, Schilf, seltene Pflanzen oder Blumen sammeln, jagen, Wildtiere, Nester oder Baue stören, neue Wege anlegen oder Verschmutzungen verursachen. Haustiere und Schusswaffen benötigen die Genehmigung der örtlichen Naturschutzbehörde. Forschung in einem Schutzgebiet bedarf der Zustimmung der zentralen Umweltbehörde. Anträge zur Landnutzung gehen normalerweise zunächst an die Schutzgebietsverwaltung oder den Soum- beziehungsweise Bezirksgouverneur; anschließend entscheidet die zentrale Umweltbehörde. Eine Vereinbarung für eine begrenzte Nutzungszone kann bis zu fünf Jahre gelten und einmal um bis zu weitere fünf Jahre verlängert werden. Eintritts- und Dienstleistungsgebühren richten sich nach Schutzgebiet und Angebot; eine einheitliche landesweite Gebührenordnung für alle Schutzgebiete ist nicht bestätigt. Zur Tierwelt der Mongolei gehören das Takhi oder Przewalski-Pferd, das wilde Baktrische Kamel, der Gobi-Bär oder Mazaalai, der Schneeleopard, die mongolische Saiga, der Asiatische Esel, der Argali, der Sibirische Steinbock und Zugvögel wie der Weißnackenkranich, die Großtrappe, die Reliktmöwe und die Schneegans. Schutzgebiete, Artenschutzgesetze, Rangerarbeit und Überwachung unterstützen den Schutz. Die Nutzung von Wildtieren erfordert die jeweils geltende Genehmigung, Gebühr und Jahresquote. Jagdgenehmigungen sind auf berechtigte Staatsangehörige beschränkt. Für das Sammeln oder Ausführen seltener Tiere ist die Genehmigung der zentralen Umweltbehörde erforderlich. Mobile Weidewirtschaft nutzt saisonale Weideflächen und ist eng mit den Ökosystemen der Mongolei verbunden. Wasserknappheit, Weideverschlechterung, Überweidung, Konkurrenz zwischen Haus- und Wildtieren, Bergbau und Infrastruktur können Konflikte hervorrufen. Lokale Partnerschaften, Gouverneure und Umweltorganisationen der Soums können gemeinsames Management durch Vereinbarungen und Managementpläne unterstützen. Bergbau und andere Projekte zur Nutzung natürlicher Ressourcen erfordern eine Umweltverträglichkeitsprüfung, einen Umweltmanagement- und Sanierungsplan sowie Rückmeldungen aus der Öffentlichkeit oder örtlichen Gemeinschaft. Umweltschäden können zu Entschädigungsforderungen führen. Streitigkeiten über Bergbau in Schutzgebieten können von der Schutzgebietsverwaltung oder dem Soum- beziehungsweise Bezirksgouverneur an die Umweltkontrolle von MECC und anschließend über verfügbare Verwaltungs- oder Rechtsmittel weitergegeben werden. Die Nationale Agentur für Meteorologie und Umweltüberwachung (NAMEM) stellt Wetterinformationen, Umweltüberwachung, Vorhersagen und Warnungen bereit. Die Nationale Katastrophenschutzbehörde (NEMA) koordiniert Vorsorge und Reaktion auf Gefahren. Ein Dzud beginnt mit Dürre oder schlechter Weide und verschärft sich durch Schnee, Eis oder extreme Kälte, die den Zugang des Viehs zu Futter verhindert. Dürre, Dzud, Wald- und Steppenbrände, Staub- oder Sandstürme, Überschwemmungen, starke Wind- und Schneestürme, Blitze, Erdbeben und Tierkrankheiten beeinträchtigen die Sicherheit in der Natur. Klimaprojektionen weisen auf ein zunehmendes Risiko durch Dürre, Dzud, Brände und Überschwemmungen hin. Saisonale Vorhersagen und örtliche Warnungen sind deshalb für Reisen, Viehhaltung und Naturschutz wichtig. Schutzgebietsverwaltungen, lokale Behörden, Gemeinschaften und Nichtregierungsorganisationen bieten formelle, nicht formelle und gemeinschaftsbasierte Umweltbildung an. Die Umweltvorschriften der Mongolei unterstützen ökologische Bildung, öffentlichen Zugang zu Umweltinformationen und örtliche Beteiligung. Daten zur Umweltaufklärung stehen in der nationalen Datenbank bereit; Bürgerinnen und Bürger können Umweltverstöße melden. Ein gesetzlicher Anreiz kann 15 Prozent eines verhängten Bußgelds oder einer Entschädigung betragen. Der Zugang zur Natur umfasst daher sowohl Nutzungsrechte als auch Pflichten zum Schutz von Lebensräumen, Wildtieren, Wasser und Weideland.
Natur in der Mongolei
Die Mongolei umfasst Taiga, Waldsteppe, offene Steppe, Halbwüste, Gobi-Wüste, Gebirge, Dünen, Seen, Flüsse und Feuchtgebiete. Die Natur trägt Weidewirtschaft, Artenvielfalt, Wasserressourcen und Erholung, steht aber unter starkem Druck durch Dürre, Dzud, Wald- und Steppenbrände, Bergbau und Überweidung. Rund 20,8 Prozent des Staatsgebiets sind durch verschiedene Schutzgebietskategorien geschützt; Zahlen und rechtliche Einstufungen können sich ändern.
Tipp
Richten Sie Route, Aktivität und Zeitpunkt nach den Schutzgebietsvorschriften und aktuellen Umweltwarnungen in der Mongolei aus. Betrachten Sie Weideland, Wasser, Wildtiere und Lebensräume als gemeinsame Ressourcen: Mehr Flexibilität kann stärkere ökologische Auswirkungen haben; genehmigte Wege, ausgewiesene Lagerplätze und örtliche Erlaubnisse verringern vermeidbare Probleme. Planen Sie bei Bergbau, Landnutzung oder organisierter Ressourcennutzung die formellen Umweltverfahren, bevor Sie das Projekt verbindlich angehen.

