Das Nationale Statistikamt erfasst den mongolischen Arbeitsmarkt durch die Arbeitskräfteerhebung im ganzen Land, in Ulaanbaatar und in den 21 Aimags, den Provinzen der Mongolei. Zahlen für 2019 bis 2023 wurden nach einer 2024 eingeführten neuen Gewichtungsmethode überarbeitet; Vergleiche mit älteren Veröffentlichungen sind daher mit Vorsicht vorzunehmen. Im zweiten Quartal 2024 entfielen 53,5 % der Beschäftigung auf Dienstleistungen, 24,2 % auf Landwirtschaft und zusammen 22,4 % auf Industrie und Bau. Groß- und Einzelhandel, Bau und verarbeitendes Gewerbe schaffen wiederholt Nachfrage. Informelle Arbeit kann Beschäftigte ohne Sozialschutz, bezahlten Urlaub oder Krankheitsurlaub lassen; dazu zählen Selbstständige auf eigene Rechnung und mithelfende Familienangehörige. Die Nachfrage konzentriert sich stark auf Ulaanbaatar: Die Prognose für 2026 nannte etwa 82.600 offene Stellen, davon 66.600 in der Hauptstadt beziehungsweise 80,7 % der Gesamtzahl. Der Anteil der Nachfrage im ländlichen Raum ist insbesondere in den Regionen Khangai und Zentralregion zurückgegangen. Unterschiede zwischen Aimag und Soum können den Zugang zu Arbeitgebern, Schulungen und öffentlichen Diensten beeinflussen. Formelle Qualifikationswege umfassen technische und berufliche Bildung sowie Hochschulbildung im Rahmen des Nationalen Qualifikationsrahmens der Mongolei. Auch Vorkenntnisse und praktische Fähigkeiten können bewertet werden; die Fehlanpassung bleibt jedoch erheblich: 2024 arbeiteten 53 % der Beschäftigten außerhalb ihres Qualifikationsbereichs und verdienten durchschnittlich etwa 10 % weniger. Nur 15,7 % der Absolventen waren zufrieden damit, in ihrem Fachgebiet zu arbeiten. Öffentliche Programme verzeichneten 725 Teilnehmende an Kompetenzschulungen, 300 an Spezialisierungen und 200 Bewertungen früher erworbener Kompetenzen. Der durchschnittliche nominale Monatslohn betrug im ersten Quartal 2025 MNT 2.621.900, der Median MNT 2.245.300. Im Bergbau lag der Durchschnitt bei MNT 4.935.000, in Beherbergung und Gastronomie bei rund MNT 1,7 Millionen. Seit dem 1. April 2025 beträgt der gesetzliche Mindestlohn MNT 4.715 pro Stunde oder MNT 792.000 pro Monat. Arbeitgeber dürfen den Grundlohn nicht darunter ansetzen; qualifizierte Arbeit sollte nicht automatisch zum Mindestlohn bewertet werden. Zusätzliche Bezahlung kann sich aus Gesetzen, Tarifverträgen oder dem Arbeitsvertrag ergeben. Mit Ejob können Nutzende ein Profil und einen Lebenslauf anlegen, automatisierte Empfehlungen erhalten, sich auf Stellen bewerben und Berufsberatung nutzen. Job-Center bieten Kompetenzbewertung, Beratung, Vermittlung und Arbeitsmarktinformationen; 2024 wurden vier in Ulaanbaatar eröffnet, ein landesweiter Ausbau war geplant. Die Dienste werden über die Generalagentur für Arbeit und Sozialfürsorge, Aimag- und Bezirksämter für Arbeit und Sozialfürsorge, zugelassene Bildungsträger und Arbeitsvermittlungen bereitgestellt; aus den verfügbaren Untersuchungen ergibt sich keine allgemeine Nutzergebühr. Im zweiten Quartal 2024 wurden 53.198 offene Stellen registriert, aber nur 13.964 Vermittlungen erfasst; die Besetzungsquote betrug 26,2 %. Die Prognose für 2026 verteilte 80,5 % der Nachfrage auf das erste Halbjahr. 90,7 % der Stellen sollten unbefristet, 9,3 % befristet sein; 53,2 % waren neue Stellen und 46,8 % Ersatz- oder andere bestehende Stellen. Politische Maßnahmen konzentrieren sich auf die Integration von Ejob, den Ausbau von Job-Centern, nachfrageorientierte Schulungen, die Anerkennung früher erworbener Kompetenzen und die Zusammenarbeit öffentlicher und privater Vermittlungsdienste. Das Gesetz der Mongolei über Arbeitsmigration regelt mongolische Staatsangehörige, die im Ausland arbeiten, und ausländische Arbeitskräfte in der Mongolei. Jährliche Branchenquoten und prozentuale Begrenzungen gelten. Eine Einladungsgenehmigung des Arbeitgebers kann bis zu drei Monate gelten und einmalig um bis zu drei weitere Monate verlängert werden; eine Arbeitserlaubnis kann bis zu ein Jahr gelten. Ausländische Arbeitskräfte benötigen grundsätzlich Qualifikationsnachweise, Sozialversicherungsnachweise und müssen eine Dienstleistungsgebühr zahlen. Im Mai 2025 hatten 20.839 ausländische Einwohner eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Arbeit, bei insgesamt 40.003 ausländischen Einwohnern. Im ersten Quartal 2025 wurden 213 entsandte Arbeitskräfte für Beschäftigung im Ausland gemeldet: 178 gingen nach Südkorea und 35 nach Japan.
Arbeitsmarkt in der Mongolei
Der Arbeitsmarkt der Mongolei verbindet verfügbare Arbeitskräfte mit Arbeitgebern in Dienstleistungen, Landwirtschaft, Industrie und Bau. Im ersten Quartal 2025 waren rund 1,5 Millionen Menschen ab 15 Jahren Teil der Erwerbsbevölkerung; die Erwerbsquote lag bei 62,0 %, die Beschäftigungsquote bei 58,7 %. Die Nachfrage konzentriert sich auf Ulaanbaatar, doch Zugang, Qualifikationen, Löhne und formeller Schutz unterscheiden sich nach Branche und Region.
Tipp
Nutzen Sie Arbeitsmarktinformationen der Mongolei, um ein Ziel nach Beruf, Branche, Ort, Qualifikation und akzeptablem Lohn festzulegen. Die größere Zahl offener Stellen in Ulaanbaatar bietet einen Zugangsvorteil, beweist aber nicht, dass eine Stelle passt. Vergleichen Sie Aufgaben, Qualifikationsanforderungen, Vertragsdauer, Grundlohn und Sozialschutz. Nutzen Sie Ejob und ein Job-Center, um Passung zu prüfen und Qualifikations-, Lohn- oder Genehmigungsfragen vor einer Zusage zu klären.

