Die National Lifelong Learning Strategy 2023–2030 Maltas behandelt fortlaufendes Lernen als Möglichkeit, Zugang, Beschäftigungsfähigkeit, flexibles Lernen, Qualität und gesellschaftliche Teilhabe zu verbessern. Die Directorate for Lifelong Learning and Employability (DLE) im Department for Curriculum, Lifelong Learning and Employability des Ministry for Education and Sport koordiniert einen großen Teil der öffentlichen Angebote und ist Maltas nationale Koordinierungsstelle für die European Agenda for Adult Learning. Die Strategie richtet besondere Aufmerksamkeit auf Erwachsene mit geringen Fähigkeiten oder niedrigen Qualifikationen und Menschen, die von sozialer Ausgrenzung bedroht sind. Für das Studienjahr 2026/27 listete die DLE mehr als 450 Kurse in rund 100 Fachgebieten. Dazu gehörten Wirtschaft, Naturwissenschaft und Technik, kreative Künste, Geisteswissenschaften und persönliche Entwicklung, berufliche und entwicklungsbezogene Ausbildung, Grundkompetenzen und digitale Fähigkeiten. Angebote gab es vor Ort, online und im individuellen Tempo über Adult Learning Centres, Local Councils und NGOs in Malta und Gozo. Typische Dauer: 5, 8, 14 oder 30 Wochen. Der Hauptbeginn lag üblicherweise im Oktober; 14-Wochen-Kurse begannen häufig auch im Februar, während 8-Wochen-Kurse im Oktober, Dezember oder März beginnen konnten. Der veröffentlichte Antragszeitraum für 2026/27 war vom 1. bis 31. Juli 2026. Das öffentliche Angebot ist nicht hauptsächlich ein Sprachlernprogramm. Der DLE-Zugang beginnt normalerweise mit 15 Jahren. Antragsteller, die nicht maltesische Staatsangehörige sind, benötigen einen rechtmäßigen Wohnsitz in Malta; ein Kursantrag gewährt weder Aufenthaltserlaubnis noch Visum. Die Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Fach. Viele Kurse verlangen keine vorherige Qualifikation; bei MQF-Level-2-Kursen werden häufig MQF Level 1 oder gleichwertige Kenntnisse vorausgesetzt. Plätze sind begrenzt, und ein Kurs findet möglicherweise erst statt, wenn mindestens zehn Personen angemeldet sind. Deshalb kann er auf eine Warteliste gesetzt, durch einen anderen Kurs ersetzt oder abgesagt werden. Je nach Kurs sind Online- oder persönliche Anträge möglich; Zahlung und Bestätigung sichern die Aufnahme. Nach der Zahlung kann die Anmeldung normalerweise nicht geändert werden, es sei denn, die DLE ändert oder storniert den Kurs. Nach der veröffentlichten Gebührenordnung der DLE kostete ein kurzer Kurs bis zu 14 Wochen 18,63 €, ein Kurs von mehr als 14 bis 32 Wochen 34,94 €. Mittelstufen- oder Fortgeschrittenenkurse, Kurse auf MQF Level 4 und IT-Kurse kosteten 46,59 €. Ein Werktagsvormittagskurs in Msida kostete, außer Computerkurse, 11,65 €. Kurse in maltesischer oder englischer Literalität, Rechnen und digitalen Grundkenntnissen konnten gebührenfrei sein. Mit einer Senior Citizens Card war ein kostenloser Kurs pro Jahr möglich. Eine Härtefall- oder Sozialleistungsbefreiung musste vor Kursbeginn beantragt werden. Materialien konnten zusätzliche Kosten verursachen. Eine allgemeine Erstattung gibt es nicht allein deshalb, weil Lernende ihre Meinung ändern; normalerweise wird nur erstattet, wenn die DLE den Kurs ändert oder storniert. Ein mit MQF-Stufe gekennzeichneter Kurs wird anhand des Malta Qualifications Framework bewertet und über das einschlägige Qualitätssystem akkreditiert oder daran ausgerichtet. Die Malta Further and Higher Education Authority (MFHEA) lizenziert Anbieter für weiterführende und höhere Bildung und überwacht die Akkreditierung. Das Malta Qualifications Framework (MQF) umfasst acht ergebnisorientierte Stufen. Weiterführende Bildung deckt im Allgemeinen Level 1–4 und Hochschulbildung Level 5–8 ab; ein MQF-Punkt entspricht 25 Stunden Gesamtlernaufwand. Mit der Malta Qualifications Database lässt sich prüfen, ob Anbieter oder Programm anerkannt sind. MQF-gekennzeichnete DLE-Kurse verwenden normalerweise laufende Leistungsbewertung statt Abschlussprüfung. Nach Einreichung der erforderlichen Arbeiten und mindestens 80 % Anwesenheit erhält der Lernende ein Zertifikat. Ein nicht akkreditierter Kurs stellt normalerweise nur eine Teilnahmebescheinigung aus und führt nicht automatisch zu einem beruflichen Abschluss oder Studienplatz. Die Validierung nicht formalen und informellen Lernens (VNFIL), auch Anerkennung früheren Lernens (RPL) genannt, kann Fähigkeiten bewerten, die durch Arbeit, Familienpflichten, Freizeit oder geplantes Lernen außerhalb des formalen Bildungswesens erworben wurden. MFHEA ist für dieses System verantwortlich. Es ist etabliert, aber nach Branchen organisiert und nicht als einheitliches Universalverfahren. Die üblichen Schritte sind Identifizierung, Dokumentation, Bewertung und Zertifizierung. Das Ergebnis kann Teil oder ein vollständiger Abschluss sein, häufig anhand nationaler Berufsstandards. Zu den Validierungsstellen gehören Jobsplus, Institute of Tourism Studies, TCTC Malta, Learning Works, Astoria/Cesarani, AME, MFMAC, MISCO und PDTM. Dokumentierte Branchen umfassen Gesundheit und Pflege, pädagogische Unterstützung, Druck und digitale Medien, Kraftfahrzeugtechnik, Bau, Informationstechnologie, Haar- und Schönheitspflege, Gastgewerbe und Tourismus. Gebühren hängen vom Bewertungsverfahren ab; informelle Fähigkeiten werden ohne akkreditierten Kurs oder VNFIL/RPL nicht automatisch formell anerkannt. Mehrere Förderprogramme richten sich an unterschiedliche Gruppen. Jobsplus verwaltet das MySkills Scheme für beschäftigte, arbeitslose und nicht erwerbstätige Personen ab 15 Jahren mit rechtmäßigem Wohnsitz in Malta. Personen ab 65 Jahren kommen nur infrage, wenn sie durchgehend beschäftigt waren. Der Kurs muss im MySkills Course Catalogue aufgeführt und entweder akkreditiert oder eine gezielte nicht akkreditierte Schulung sein. Teilnahme ist freiwillig und keine allgemeine gesetzliche oder vom Arbeitgeber auferlegte Pflicht. Antragsteller bezahlen zunächst die gesamten Kurskosten; diese müssen mindestens 100 € ohne Mehrwertsteuer betragen. Der Antrag muss bis zum letzten Tag der strukturierten Schulungszeit gestellt werden. Erstattet werden können abhängig von den Bedingungen, verfügbaren Mitteln und De-minimis-Regeln bis zu 80 % für Beschäftigte oder 100 % für nicht Beschäftigte, höchstens 5.000 € je Antrag. Investing in Skills ist ein durch den Europäischen Sozialfonds Plus unterstützter Arbeitgeberzuschuss. Er kann bis zu 70 % förderfähiger Kosten für Präsenz- oder Digitalschulungen decken. Für Anträge ab 2. März 2026 waren Trainerkosten auf 30,90 € pro Stunde und Lohnkosten der Teilnehmenden auf 10,80 € pro Stunde begrenzt, zuzüglich 7 % Gemeinkosten. Der Arbeitgeber und nicht der einzelne Beschäftigte stellt den Antrag. Die Skills-Development-Maßnahme von Malta Enterprise unterstützt registrierte Unternehmen, einschließlich Selbstständiger mit Betrieb in Malta, wenn sie Beschäftigte in Kompetenzerweiterung, Umschulung, digitalen Themen oder Umwelt-, Sozial- und Governance-Kompetenzen schulen. Die Unterstützung kann als Zuschuss oder Steuergutschrift für förderfähige Lohn-, Trainer- und Reisekosten erfolgen. Ein Unternehmen darf je Dreimonatszeitraum ein Schulungsprogramm einreichen; der Antrag muss vor Schulungsbeginn gestellt werden. Veröffentlichte Frist für 2026 war der 30. September 2026. Bei externen Anbietern sollte der Arbeitgeber zuerst prüfen, ob Jobsplus-Förderung greift. Das Get Qualified Scheme 2026 von Malta Enterprise bietet Steuergutschriften für in Malta steuerlich ansässige Personen, die nach ihrem 16. Geburtstag einen qualifizierenden Kurs beginnen. Zu den förderfähigen Kosten können Anmeldung, Unterricht, Bildungs- und Prüfungsgebühren zählen, wenn der Kurs zu einer relevanten Qualifikation, einem Zertifikat oder einer branchenweit anerkannten Zertifizierung führt. Die veröffentlichte Antragsfrist war der 30. Dezember 2026. Selbstgesteuertes Lernen kann stark an Arbeit und persönliche Ziele anknüpfen, bleibt aber normalerweise nicht formal oder informell. Formell verwertbar wird es über ein akkreditiertes Programm oder eine VNFIL/RPL-Bewertung. Malta gewährt keinen allgemeinen individuellen Anspruch auf jeden Kurs; der Zugang kann von Alter, rechtmäßigem Aufenthalt, Kursvoraussetzungen, freien Plätzen, Zahlung und Förderbedingungen abhängen. Auch Teilnahmezahlen sind im Kontext ihrer Definition zu lesen: Das National Statistics Office meldete für 2024 eine Quote des lebenslangen Lernens von 18,6 % bei den 25- bis 64-Jährigen; die Erhebung zur Erwachsenenbildung 2022 erfasste 46,8 % der 18- bis 69-Jährigen in formaler oder nicht formaler Bildung beziehungsweise Ausbildung. Die Angaben messen unterschiedliche Bevölkerungsgruppen, Zeiträume und Lernformen.
Weiterbildung in Malta
Weiterbildung in Malta umfasst organisiertes oder selbstgesteuertes Lernen, das Fähigkeiten parallel zur oder nach der ersten Ausbildung oder Arbeit aktualisiert, vertieft oder erweitert. Das institutionell zersplitterte System verwendet Begriffe wie lebenslanges Lernen, Erwachsenenbildung, weiterführende Bildung, berufliche Entwicklung, Kompetenzerweiterung und Umschulung. Öffentliche Kurse, betriebliche Schulungen, Förderprogramme, akkreditierte Studiengänge und die Anerkennung früheren Lernens bieten unterschiedliche Wege mit jeweils eigenen Zugangs-, Kosten- und Anerkennungsbedingungen.
Tipp
Wählen Sie den Bildungsweg nach dem gewünschten Ergebnis: einen DLE-Kurs zur strukturierten Kompetenzentwicklung, ein MQF-gekennzeichnetes Programm oder VNFIL/RPL, wenn formelle Anerkennung wichtig ist, und eine Förderung für Arbeitgeber oder Einzelpersonen erst nach Prüfung von Berechtigung und Fristen. Betrachten Sie selbstgesteuertes Lernen als nützliche Vorbereitung oder Nachweis, aber nicht als formelle Anerkennung an sich. Prüfen Sie Aufenthalt, Alter, Voraussetzungen, Plätze, Gesamtkosten, Zertifikatsart und Fristen vor der Zahlung.

