Der Code du travail gilt für abhängige Arbeit unter Weisung eines Arbeitgebers. Kleinere Unternehmen sind grundsätzlich nicht ausgenommen. Er verbietet Zwangsarbeit und Diskriminierung aufgrund von Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Religion, politischer Meinung, nationaler oder sozialer Herkunft, Behinderung oder HIV-Status und unterstützt gleichen Lohn für Arbeit gleicher Qualifikation. Internationale Vereinbarungen können die Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte ebenfalls beeinflussen. Ein CDI ist die normale Form eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses. Ein CDD muss schriftlich abgeschlossen werden, dauert normalerweise höchstens zwei Jahre und kann höchstens zweimal verlängert werden. Eine Fortsetzung der Arbeit außerhalb der zulässigen Bedingungen kann das Arbeitsverhältnis in einen CDI umwandeln. Ein CDD von mehr als drei Monaten muss vor Arbeitsbeginn bei der zuständigen Inspection du Travail hinterlegt werden. Ein CDD sollte keine reguläre langfristige Stelle dauerhaft besetzen. Ein projektbezogener CDD hat keine Höchstdauer, darf aber nicht verlängert werden. Nachdem ein Arbeitgeber aus wirtschaftlichen Gründen Beschäftigte entlassen hat, darf dieselbe weggefallene Stelle im Allgemeinen sechs Monate lang nicht über einen CDD besetzt werden; begrenzt ist eine Ausnahme von bis zu drei Monaten ohne Verlängerung möglich. Eine Probezeit bedarf einer ausdrücklichen schriftlichen Vereinbarung, richtet sich normalerweise nach der anwendbaren Kündigungsfrist und darf einschließlich Verlängerung sechs Monate nicht überschreiten. Wird nach der Probezeit ohne neue Vereinbarung weitergearbeitet, entsteht ein CDI. Für Lehre, Ausbildung, Praktika und Qualifizierungsverträge gelten eigene Regeln; ein Qualifizierungsvertrag dauert sechs Monate bis zwei Jahre. Die übliche Arbeitszeitgrenze beträgt 40 Stunden pro Woche. Für die Landwirtschaft gilt eine besondere Jahresgrenze von 2.352 Stunden. Nachtarbeit liegt zwischen 21:00 und 05:00 Uhr. Beschäftigte erhalten mindestens 24 aufeinanderfolgende Stunden wöchentliche Ruhezeit, normalerweise sonntags; wenn die Organisation des Betriebs es erfordert, kann die Ruhezeit rotieren. Der Jahresurlaub wächst um 2,5 Tage pro Monat tatsächlicher Beschäftigung an, also etwa 30 Kalendertage pro Jahr. Eine Verschiebung ist im Allgemeinen auf drei Monate begrenzt oder kann auf Antrag bis zu zwei Jahre betragen; im ersten Jahr sollten mindestens acht Tage genommen werden. Überstundengrenzen und Zuschläge hängen von Branche, anwendbarem Erlass oder Tarifvertrag ab. Der amtlich dokumentierte SMIG beträgt seit dem 1. Januar 2016 nach Décret n°2015-0363 monatlich 40.000 FCFA oder 230,77 FCFA pro Stunde. In den geprüften Primärquellen wurde kein neuerer allgemeiner SMIG-Betrag festgestellt; prüfen Sie den Satz daher vor einer aktuellen Berechnung. Lohn-, Prämien- und Zulagenansprüche verjähren im Allgemeinen nach drei Jahren. Zulässige Abzüge umfassen Steuern und Sozialbeiträge sowie Abzüge, die durch Gesetz, Vertrag oder Tarifvertrag erlaubt sind. Ein Arbeitgeber darf einen Lohnabzug nicht als Disziplinarmaßnahme einsetzen; Sachleistungen als Zahlung sind eingeschränkt. Ein Tarifvertrag kann günstigere Bedingungen vorsehen. Arbeitgeber melden alle Beschäftigten ab Beginn des Arbeitsverhältnisses bei der INPS an und leisten die vorgeschriebenen Zahlungen einschließlich des vom Lohn abgezogenen Arbeitnehmeranteils. Zu den aufgeführten Beitragssätzen gehören arbeitgeberfinanzierter Arbeitsunfall- und Berufskrankheitsschutz von 1 % bis 4 %, Altersbeiträge von insgesamt 7 % – 3,6 % Arbeitnehmer- und 3,4 % Arbeitgeberanteil –, Arbeitgeberbeiträge von 2 % für Invalidität und Hinterbliebene, 8 % für Familienleistungen, 6,56 % für AMO – 3,06 % Arbeitnehmer- und 3,50 % Arbeitgeberanteil – und 1 % für ANPE. Arbeitgeber mit mehr als neun Beschäftigten melden und zahlen im Allgemeinen in den ersten 15 Tagen jedes Monats; kleinere Arbeitgeber tun dies im Allgemeinen in den ersten 15 Tagen jedes Quartals. CANAM und INPS wirken bei der Verwaltung der Krankenversicherung mit. Arbeitgeber haben Pflichten zu Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Sie melden einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit innerhalb von 48 Stunden an die Inspection du Travail. Ein Industriebetrieb richtet im Allgemeinen ab 50 Beschäftigten ein comité d'hygiène et de sécurité ein; andere Betriebe erreichen die Schwelle normalerweise bei 100 Beschäftigten. Bei entsprechender Gefährdung kann die Arbeitsaufsicht auch unterhalb der Schwelle einen Ausschuss verlangen. Schwangerschafts- und Mutterschutz umfassen 14 Wochen, normalerweise sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt; Lohn und medizinische Leistungen richten sich nach den Sozialschutzregeln. Eine Kündigung während Schwangerschaft oder Mutterschaft ist verboten. Eine nicht arbeitsbedingte Krankheit setzt den Vertrag bis zu sechs Monate und möglicherweise bis zur Ablösung aus; Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten setzen den Vertrag nach den anwendbaren Schutzregeln ebenfalls aus. Das allgemeine Mindestarbeitsalter beträgt 15 Jahre. Leichte Arbeit für Kinder von 13 oder 14 Jahren ist auf die Liste in Arrêté n°2024-2109 beschränkt; gefährliche Arbeit ist unter 18 Jahren verboten. Beschäftigte können Gewerkschaften beitreten und von Tarifverträgen profitieren. Personalvertreter (délégués du personnel) sind in einem Betrieb im Allgemeinen ab mehr als 10 Beschäftigten vorgeschrieben. Ihr Mandat dauert drei Jahre. Die Vertretungsstaffel reicht von je einem ordentlichen und stellvertretenden Mitglied bei 11 bis 25 Beschäftigten bis zu weiteren Vertretern für größere Betriebe; oberhalb von 1.000 Beschäftigten kommt je weitere 500 Beschäftigte ein weiteres Paar hinzu. Streiks und Aussperrungen unterliegen Verfahrensregeln. Ein rechtmäßiger Streik beendet das Arbeitsverhältnis normalerweise nicht, außer wenn schweres Fehlverhalten festgestellt wird. Die Inspection du Travail oder eine regionale Direction du Travail kann Arbeitsstreitigkeiten schlichten. Ein individueller Streit wird normalerweise dem Tribunal du Travail am Ort der Vertragsausführung vorgelegt; bei Kündigungsstreitigkeiten kann auch der Wohnort der beschäftigten Person in Betracht kommen. Ein kollektiver Streit wird unverzüglich an den regionalen Arbeitsinspektor oder bei mehreren betroffenen Regionen an den Directeur du Travail verwiesen. Ein Schlichtungsprotokoll wird innerhalb von sechs vollen Tagen erstellt. Eine vom Inspecteur bestätigte und unterzeichnete Einigung ist sofort vollstreckbar. Scheitert die Schlichtung, kann der Fall an den Arbeitsminister und einen Conseil d'arbitrage weitergeleitet werden. Ein Schiedsspruch wird innerhalb von 15 Tagen erlassen; eine Berufung kann im Allgemeinen innerhalb von acht vollen Tagen eingelegt werden. Bei Beendigung eines CDI muss der Arbeitgeber schriftlich kündigen und den Grund nennen. Sofern keine günstigere Regel gilt, beträgt die Frist acht Tage bei täglicher oder wöchentlicher Bezahlung, einen Monat bei monatlicher Bezahlung, zwei Monate für mittlere Führungskräfte oder vergleichbare Positionen und drei Monate für Führungskräfte oder Direktoren. Wird die Frist nicht eingehalten, sind Lohn und Leistungen für den fehlenden Zeitraum vollständig zu zahlen. Der Arbeitgeber sendet die Kündigung per Einschreiben an die Inspection du Travail; diese hat 15 Tage für eine Stellungnahme. Eine Anfechtung des Grundes vor dem Tribunal du Travail setzt die Entscheidung aus. Eine verfahrensfehlerhafte, aber sachlich begründete Kündigung kann dennoch eine Entschädigung von bis zu einem Bruttomonatslohn nach sich ziehen. Nach mindestens einem Jahr ununterbrochener Beschäftigung wird die gesetzliche Kündigungsentschädigung anhand des Durchschnittslohns der vorherigen 12 Monate berechnet: 20 % pro Jahr für das erste bis fünfte Jahr, 25 % pro Jahr für das sechste bis zehnte Jahr und 30 % pro Jahr ab dem elften Jahr. Ein Tarifvertrag oder eine andere anwendbare Vereinbarung kann den Betrag verbessern; schweres Fehlverhalten schließt ihn aus. Bei betriebsbedingter Kündigung sind Arbeitnehmervertreter zu konsultieren, Alternativen wie kürzere Arbeitszeiten, Teilzeitarbeit, vorübergehende Arbeitslosigkeit aus technischen Gründen oder Versetzung zu prüfen, objektive Auswahlkriterien anzuwenden und innerhalb von acht Tagen eine Sitzung abzuhalten. Der Arbeitgeber informiert die Inspection du Travail; betroffene Beschäftigte haben im Allgemeinen zwei Jahre Vorrang bei Wiedereinstellung. Die Kündigung eines délégué du personnel erfordert vorherige Genehmigung der Inspection du Travail, normalerweise innerhalb von 15 Tagen oder 30 Tagen bei erforderlicher sachverständiger Prüfung. Ein Verstoß kann zur Nichtigkeit und Wiedereinstellung führen. Diese Schutzregeln erreichen vor allem formelle abhängige Beschäftigung. Malis Arbeitsmarkt umfasst auch umfangreiche informelle Selbstständigkeit und Familienarbeit, bei denen der Code du travail möglicherweise nicht denselben praktischen Zugang zu Verträgen, Beiträgen, Arbeitsaufsicht oder Arbeitsgerichten bietet. Zuständige formelle Stellen sind das Arbeitsministerium, die Direction nationale du Travail, regionale Arbeitsdirektionen und Arbeitsinspektionen, das Tribunal du Travail, INPS und CANAM. Verwaltungsverfahren werden überwiegend auf Französisch geführt; bei Verfahren der Inspection du Travail oder einer regionalen Arbeitsdirektion ist die regionale Zuständigkeit maßgeblich.
Arbeitsrecht in Mali
Malis Code du travail, der hauptsächlich auf Loi n°92-020 und späteren Änderungen beruht, regelt abhängige Beschäftigung, Verträge, Arbeitszeit, Lohn, Schutz, Vertretung, Streitigkeiten und Beendigung. Er gilt landesweit für Beschäftigte; für Beamte, Richter und Angehörige der Streitkräfte gelten eigene Regeln. Das formelle System wird von der Inspection du Travail, dem Tribunal du Travail, INPS, CANAM und weiteren Arbeitsbehörden verwaltet.
Tipp
Betrachten Sie formelle abhängige Beschäftigung in Mali als dokumentengestütztes Arbeitsverhältnis: Vertrag, Lohnunterlagen, Sozialversicherung, Arbeitszeit und Kündigungsakte bestimmen, was später nachgewiesen werden kann. Ein CDI ist in der Regel die stabile Standardform. Ein CDD eignet sich nur für einen rechtlich zulässigen befristeten Bedarf und unterliegt strengen Regeln zu Schriftform, Dauer, Verlängerung und Einreichung. Behalten Sie die Wege über Inspection du Travail, INPS und Tribunal du Travail im Blick, wenn Fristen, Kündigung, Unfall, Beiträge oder Arbeitnehmervertretung betroffen sind.

