Das Schulsystem Litauens beginnt mit der vorschulischen Vorbereitung und führt über die Grundschule und die untere bis zur oberen Sekundarstufe. Die Schulen richten ihren Unterricht an nationalen Bildungszielen aus und organisieren den Schulalltag vor Ort. Die Grundschulbildung heißt pradinis ugdymas. Sie vermittelt in einer Klassenumgebung grundlegende Lese-, Schreib-, Mathematik-, Sozial-, Kreativ- und Lernkompetenzen. Die untere Sekundarbildung heißt pagrindinis ugdymas. Die Schülerinnen und Schüler lernen ein breiteres Fächerspektrum und arbeiten auf den Abschluss der zentralen Stufe der verpflichtenden allgemeinen Bildung hin. Die obere Sekundarbildung heißt vidurinis ugdymas. Sie wird unter anderem an Gymnasien angeboten, die gimnazijos heißen, und kann auch mit beruflichem Lernen verbunden werden. Nach der unteren Sekundarstufe können Schülerinnen und Schüler auf einen allgemeinbildenden Abschluss der oberen Sekundarstufe hinarbeiten oder eine berufliche Aus- und Weiterbildung aufnehmen. Die Wahl beeinflusst das Verhältnis von akademischen Fächern und beruflicher Vorbereitung; ein späterer Bildungsweg kann dennoch möglich sein. In den meisten Schulen ist Litauisch die normale Unterrichtssprache. Einige Schulen unterrichten in anerkannten Minderheitensprachen. Außerdem lernen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der allgemeinen Bildung Fremdsprachen. Das Schuljahr umfasst Unterricht, Hausaufgaben, Leistungsbewertung, Ferien und den Austausch zwischen Schule und Familie. Je nach örtlichen Bedingungen können Schulen Lernförderung, soziale Unterstützung, Mahlzeiten, Transportmöglichkeiten oder außerschulische Aktivitäten anbieten. Schülerinnen und Schüler der oberen Sekundarstufe legen für Bildungswege, bei denen sie erforderlich sind, in der Regel nationale Abschlussprüfungen ab, insbesondere für ein Hochschulstudium. Die Zulassung zu einem späteren Studium hängt von der abgeschlossenen Bildung, den Fächern und Ergebnissen sowie der gewählten Einrichtung ab. Familien, die aus dem Ausland zuziehen, sollten sich an die örtliche Gemeinde und passende Schulen wenden. Bei der Einstufung sollten Alter, bisherige Lernerfahrung, Sprachkenntnisse, Unterstützungsbedarf und verfügbare Schulplätze berücksichtigt werden.
Schule in Litauen
Das Schulwesen in Litauen ist in Stufen gegliedert: von der Grundschule über die untere bis zur oberen Sekundarstufe. Kinder besuchen meist eine allgemeinbildende Schule, eine mokykla genannt. Ältere Schülerinnen und Schüler können ein gimnazija besuchen oder eine berufliche Ausbildung wählen. Litauisch ist die hauptsächliche Unterrichtssprache; einige Schulen unterrichten in Minderheitensprachen.
Tipp
Wählen Sie eine litauische Schule anhand der Bildungsstufe des Kindes, der Unterrichtssprache, des Schulwegs, der Unterstützung und der Lernumgebung aus. Bringen Sie frühere Schulunterlagen mit. Die aufnehmende Schule wird wahrscheinlich auch die tatsächlichen Kenntnisse des Kindes besprechen. Ein früher Kontakt hilft, Sprach- und Lernförderung zu organisieren, bevor kleinere Schwierigkeiten wachsen.

