Lesotho ist ein Binnenstaat und über Straße, Schiene und Luft mit Südafrika verbunden. Das Straßennetz umfasst etwa 6.792 km: Bei der Klassifizierung von 2020 entfielen 1.736 km auf befestigte Straßen, 3.694 km auf Schotterstraßen, 1.280 km auf Erdstraßen und 82 km auf Wege. Bis Ende 2022 war das befestigte Netz auf etwa 1.877 km angewachsen, während das Schotterstraßennetz auf etwa 3.552 km zurückging. Die Roads Directorate, das Department of Rural Roads, Maseru und die Kommunalverwaltungen teilen sich die Zuständigkeit für verschiedene Teile des Netzes. A1, A2, A3, A4, A8 und A31 sind nationale Verkehrsachsen. Viele Landstraßen sind weiterhin unbefestigt. Steile Abschnitte, Erosion, Stürme, Überschwemmungen und Wartungsprobleme können Reisen unterbrechen. Etwa 40 % der Erd- und Schotterstraßen haben eine Steigung von mehr als 6 %, was in Bergregionen die Erreichbarkeit und Sicherheit beeinträchtigt. Der öffentliche Verkehr wird überwiegend von privaten Unternehmen und Einzelpersonen angeboten. Ein 4+1 ist ein Limousinentaxi für bis zu vier Fahrgäste plus Fahrer. Minibusse, Sprinter und Busse bedienen ebenfalls Stadt- und Landstrecken. Maseru hat 10 zentrale Haltestellenanlagen für den öffentlichen Verkehr, doch Wartebereiche, Unterstände, Gehwege und sichere Zugänge für Fahrgäste sind oft unvollständig. Ein landesweiter Fahrplan oder eine integrierte Karte des öffentlichen Verkehrs ist nicht bestätigt. Die Häufigkeit hängt von Haltestelle, Strecke, Nachfrage, Wetter und verfügbaren Fahrzeugen ab; abgelegene Gemeinden haben möglicherweise nur ein begrenztes kommerzielles Angebot. Fahrgäste halten üblicherweise ein 4+1 an oder nutzen einen Taxistand. Das Road Transport Board (RTB) regelt den Straßenverkehr und den Rahmen für Fahrpreise. Anbieter des öffentlichen Verkehrs benötigen Genehmigungen: Eine C Permit gilt für Fahrten zwischen festgelegten Orten, eine D Permit für Fahrten innerhalb eines lokalen Gebiets und eine F Permit für Fahrgastfahrten. Aktuelle Fahrpreise sollten beim RTB oder am jeweiligen Taxistand erfragt werden, da Kraftstoffpreise, Verbraucherpreise und Betriebskosten häufige Anpassungen verursachen. Eine lokale Quelle von 2023 nannte M13 für ein 4+1, M12 für einen Minibus, M9 für einen Sprinter und M8 für einen Bus; spätere Berichte über Änderungen waren jedoch nicht einheitlich. Zufußgehen und Radfahren sind in ganz Lesotho praktikable Verkehrsarten. In ländlichen und stadtnahen Siedlungen sind Fußwege, Fahrräder, gerittene Tiere und von Tieren gezogene Karren besonders verbreitet. Der Begriff nichtmotorisierter Verkehr (NMT) umfasst diese Fortbewegungsarten ohne Kraftfahrzeug. Die NMT-Politik fördert zusammenhängende Gehwege, Fußgängerbrücken, Zufahrtswege und Anlagen für Menschen mit Behinderungen; sichere Gehwege, Querungen und Haltestellen fehlen jedoch vielerorts. Fahrräder gelten rechtlich als Pedalfahrzeuge; ein landesweites Fahrradverleihsystem oder ein eigenes Radwegenetz ist nicht bestätigt. Die Bahn hat eine etablierte Funktion im Güterverkehr, aber keinen regelmäßigen Personenverkehr. Die Schienenverbindung zwischen Maseru Bridge und Maseru Station ist etwa 2,5 km lang und umfasst Industrie- und Mascon-Anschlussgleise. Transnet Freight Rail betreibt die Verbindung, die Maseru mit Bloemfontein und dem weiteren südafrikanischen Schienen- und Hafennetz verbindet. Mascon dient unter Aufsicht des Ministry of Public Works and Transport als Güter- und Zolleinrichtung. Ein Personenbahnsystem, eine eigene nationale Eisenbahnbehörde oder ein vollständiger rechtlicher Rahmen für den Schienenverkehr sind für Lesotho nicht belegt. Der Moshoeshoe I International Airport ist Lesothos wichtigster internationaler Flughafen. Mokhotlong und Qacha's Nek sind Regionalflughäfen; mehrere Flugplätze decken weitere Luftfahrtbedürfnisse ab. Die Luftfahrtpolitik von 2023 nannte Airlink als einzigen planmäßigen internationalen Anbieter mit Verbindungen zwischen dem Moshoeshoe I International Airport und dem OR Tambo International Airport in Südafrika. Planmäßige Inlandsflüge waren mit null angegeben. Medizinische, militärische und andere nicht planmäßige Flüge können verfügbar sein; Sanierungen von Flughäfen können Einrichtungen und Flugpläne beeinflussen. Das Department of Civil Aviation ist für Luftfahrtpolitik, Regulierung und Flughafenverwaltung zuständig. Prüfen Sie aktuelle Flugpläne, bevor Sie sich auf eine Flugreise verlassen. Das Department of Traffic and Transport ist für Fahrzeugzulassung, Führerscheine, Fahrzeuggenehmigungen und Prüfungen zuständig; mehrere Dienste sind über eCitizen erreichbar. Ein Führerscheinantrag erfordert im Allgemeinen zwei Passfotos, einen gültigen Identitätsnachweis sowie bestandene theoretische und praktische Prüfungen. Angegebene Gebühren betragen M200 für einen Führerschein für leichte Fahrzeuge, M250 für schwere Fahrzeuge und M400 für besonders schwere Fahrzeuge; die angegebene Bearbeitungszeit beträgt drei Tage, kann sich in einzelnen Distrikten aber unterscheiden. Für einen Public Driving Permit müssen Antragstellende mindestens 21 Jahre alt sein, mindestens zwei Jahre Fahrerfahrung, ein ärztliches Attest, ein polizeiliches Führungszeugnis und eine bestandene praktische Prüfung nachweisen. Die angegebene Gebühr beträgt M200, die Bearbeitungszeit zwei Monate. Für eingeführte Fahrzeuge und Fahrzeuge aus der SADC-Region können Zoll- und Mehrwertsteuernachweise, Prüfungen durch Interpol oder die CID und Verkehrssicherheitsunterlagen erforderlich sein. Die Prüfungen auf Verkehrssicherheit und Verkehrstauglichkeit haben je nach Fahrzeug unterschiedliche Gebühren. Angegeben sind M320 für eine Verkehrssicherheitsprüfung eines leichten Kraftfahrzeugs und M300 für eine Verkehrstauglichkeitsprüfung; bei schweren Nutzfahrzeugen und Bussen sind es jeweils M400 und M450, bei Motorrädern bis 350 ccm M300 und M450. Für eine neue C Permit sind ein Verkehrstauglichkeitszertifikat, Identitätsnachweis, Zulassung und Antrag erforderlich. Die angegebenen Gebühren liegen je nach Fahrgastkapazität zwischen M205 und M395; die angegebene Bearbeitungszeit beträgt drei Monate. Da sich Vorschriften, Gebühren und Bearbeitungszeiten ändern und die Praxis je nach Distrikt abweichen kann, sollten sie beim Department of Traffic and Transport bestätigt werden. Das Road Traffic Act 1981 und die Road Traffic Regulations 1981 regeln Fahren, Fahrzeuge und Straßennutzung; das Road Transport Act 1981 und die Road Transport Regulations 1981 regeln Verkehrsdienste. In Lesotho herrscht Linksverkehr. Sofern keine Beschilderung etwas anderes vorgibt, gelten als allgemeine Höchstgeschwindigkeiten 50 km/h in bebauten Gebieten und 80 km/h außerhalb. Auf steilen Bergstraßen hat bergauf fahrender Verkehr im Allgemeinen Vorrang, wenn das Ausweichen schwierig ist; bergab fahrende Fahrzeuge müssen daher warten. Verkehrsschilder und Anweisungen der Polizei sind zu beachten. Vorschriften gelten unter anderem für Bremsen, Beleuchtung, Reifen, Fahrzeugbau, Ladung, Fahrgastkapazität, Parken, Emissionen und Lärm. Fahrer benötigen einen gültigen Führerschein, ein zugelassenes und verkehrstaugliches Fahrzeug sowie alle für Dienst oder Nutzung erforderlichen Genehmigungen. Der National Road Safety Council, das Road Safety Department, der Lesotho Mounted Police Service, die Roads Directorate, Gesundheitsdienste und der Road Fund teilen sich Aufgaben der Verkehrssicherheit. Fußgänger und andere gefährdete Verkehrsteilnehmer sind stark exponiert; Unfalldaten, Durchsetzungskapazitäten und die Versorgung nach Unfällen bleiben begrenzt. Eine auf Daten von 2016 beruhende politische Schätzung wies 28,9 Verkehrstote je 100.000 Einwohner aus; sie ist kein aktuelles Risikomaß für einzelne Distrikte. Staus in Maseru, die Flotte importierter Gebrauchtlimousinen, schädliche Emissionen und die schwache Koordination des öffentlichen Verkehrs beeinträchtigen Sicherheit und Umweltbilanz. Höhere Temperaturen, Stürme und Überschwemmungen können die Infrastruktur beschädigen und die Zuverlässigkeit mindern. Südafrika ist die wichtigste grenzüberschreitende Verkehrsverbindung. Lesotho hat 11 Grenzübergänge; der Grenzübergang Maseru ist ein wichtiger Weg für Pendler. Grenzüberschreitende Fahrten können je nach Reise und Fahrzeug Anforderungen zu Einwanderung, Zoll, Fahrzeugen, Versicherung und Verkehrstauglichkeit mit sich bringen. Für Lesotho relevante Seehäfen gibt es nicht. Auf einigen Flüssen, darunter Malibamatso, Senqu und Senqunyane, verkehren Fähren mit geringer Kapazität. Diese Dienste sind informell oder fragmentiert, hängen von Ort und Wetter ab und haben eine begrenzte Kapazität. Das Ministry of Public Works and Transport stellt manche Fähren bereit oder betreibt sie; Vorschriften der Lesotho Highlands Development Authority betreffen Sicherheit und Wasserqualität. Ein umfassendes nationales Wasserverkehrsgesetz oder vollständige Aufsicht über private Fährdienste sind nicht belegt.
Verkehr in Lesotho
Der Verkehr in Lesotho beruht vor allem auf Straßen, privaten Taxis, Minibussen und Bussen. In ländlichen und stadtnahen Gebieten bleiben Zufußgehen, Fahrräder, Pferde und von Tieren gezogene Karren wichtig. Die Bahn befördert ausschließlich Güter; planmäßige Inlandsflüge gibt es nicht. Gelände, Wetter, Straßenzustand, Genehmigungen und veränderliche Fahrpreise wirken sich stark auf Fahrzeit, Sicherheit und Erreichbarkeit aus.
Tipp
Planen Sie Fahrten in Lesotho anhand der konkreten Strecke, des Wetters, des Straßenzustands und der verfügbaren Fahrzeuge; ein landesweiter Fahrplan ist keine verlässliche Grundlage. Erfragen Sie aktuelle Fahrpreise, Abfahrtsorte und Angebote und planen Sie für ländliche oder bergige Fahrten zusätzliche Zeit ein. Nutzen Sie nur zugelassene, registrierte und verkehrstaugliche Fahrzeuge. Prüfen Sie lokal, ob Fußwege, Radfahren, Fähren, Flüge und grenzüberschreitende Verbindungen verfügbar sind.

