Die drei Hauptinseln sind Ngazidja, auch Grande Comore genannt, Ndzouani oder Anjouan sowie Mwali oder Mohéli. Moroni, Mutsamudu und Fomboni sind die wichtigsten städtischen Zentren und Verkehrsknoten. Zwischen den Inseln reist man hauptsächlich auf dem Seeweg; Straßen dienen den meisten Fahrten vor Ort, Inlandsflüge verbinden die Inseln, sofern Flüge verfügbar sind. Sammeltaxis, taxis-brousse, Kleinbusse und andere Gemeinschaftstaxis sind weit verbreitet, bilden aber kein einheitliches nationales Netz. Abfahrten, Fahrpreise und Fahrzeugzustand können variieren. Fahrgäste vereinbaren den Taxipreis in der Regel vor der Fahrt und führen Bargeld in kleinen Scheinen mit. Eine verlässliche landesweite Quelle zu aktuellen Taxi- oder Fährpreisen und regelmäßigen Fahrplänen gibt es nicht. Die Komoren haben etwa 815 Kilometer klassifizierte Straßen: ungefähr 404 Kilometer Nationalstraßen, 296 Kilometer Regionalstraßen, 54 Kilometer Stadtstraßen und 61 Kilometer nicht klassifizierte Straßen. 2021 wurden etwa 49 % des Netzes als schlecht oder sehr schlecht bewertet. Nationalstraßen waren im Allgemeinen besser; mehr als 60 % der Regional- und Landstraßen galten als schlecht oder sehr schlecht. Hauptstraßen sind oft befestigt, Nebenstraßen können unbefestigt oder schwer passierbar sein. Laut Rural Access Index haben etwa 240.000 Menschen auf dem Land keinen guten Straßenzugang; der Indexwert wurde mit 65,3 % angegeben. Der 49,2 Kilometer lange Abschnitt der RN2 wurde 2024 fertiggestellt. Ein klimaresistentes Sanierungsprojekt über 12 Kilometer für den Abschnitt Mtsangadjou–Foumbouni der RN3 wurde 2025 angekündigt und unterstützt. Sein Projektstatus ist kein Nachweis, dass die Bauarbeiten überall bereits abgeschlossen und in Betrieb sind. Treibstoffengpässe können auftreten; prüfen Sie vor längeren Fahrten die Versorgung. Der Seeweg ist die wichtigste Verbindung zwischen den Inseln. Die Haupthäfen sind Moroni, Mutsamudu und Fomboni, auch Boingoma genannt. Kleine traditionelle Fischerboote namens kwassa kwassa befördern ebenfalls Fahrgäste; Projektunterlagen zufolge nutzen jährlich mehr als 100.000 Menschen informelle Dienste. Überladung, fehlende Sicherheitsausrüstung, schlechte Wartung und wechselndes Wetter sind Risiken. Nutzen Sie kommerziell zugelassene Fähren, prüfen Sie, ob Schwimmwesten und freie Kapazität vorhanden sind, und fahren Sie bei schlechtem Wetter nicht zur See. Ein Projekt für einen Nebenhafen plante ein Schiff mit 46 Sitzplätzen, einer täglichen Hin- und Rückfahrt und einer Bauzeit von 24 Monaten. Dies beschreibt einen Projektplan, keinen bestätigten regelmäßigen Dienst. Ein maritimer Korridor der Afrikanischen Entwicklungsbank wurde 2025 mit einer Finanzierung von 137 Millionen USD gestartet; die Umsetzung läuft noch. Zu den derzeit für Linienverkehr aufgeführten Flugplätzen gehören Moroni beziehungsweise Prince Said Ibrahim Airport, Anjouan beziehungsweise Ouani Airport und Mohéli beziehungsweise Bandaressalam Airport. Moroni wickelt internationalen und nationalen Verkehr ab und unterstützt IFR- und VFR-Betrieb; die anderen beiden Flughäfen sind für nationalen VFR-Betrieb aufgeführt. Flüge zwischen den Inseln sparen Zeit, aber Buchung und Check-in können unvorhersehbar sein. Die Preise werden mit ungefähr dem Zwei- bis Dreifachen einer Seefähre angegeben. Das macht den Flug strategisch nützlich, begrenzt aber seine Erschwinglichkeit für regelmäßige Fahrten. Auf Hauptstraßen wird viel zu Fuß gegangen, doch Gehwege sind selten und Bordsteinrampen fehlen meist oder sind rar; nachts ist das Unfallrisiko höher. Der Zugang für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist vielerorts sehr begrenzt oder nicht vorhanden. Verlässliche Belege für eine formelle landesweite Fahrradinfrastruktur, ein Fahrradverleihsystem oder eine eigene Fahrradbehörde liegen nicht vor; Radfahren ist nicht als eigenständiges Verkehrssystem dokumentiert. Die Komoren haben kein Schienennetz; Straßen-, See- und Luftverkehr sind die funktionalen Alternativen. Fahrende und Mitfahrende sollten auf den Vordersitzen Sicherheitsgurte anlegen. Die US-Reisehinweise empfehlen eine Höchstgeschwindigkeit von 30 mph, ungefähr 48 km/h. Verkehrsschilder sind selten und die Durchsetzung der Regeln ist schwach; häufiges Rasen wird berichtet. Klären Sie örtlich, ob ein internationaler Führerschein erforderlich ist. Laut britischen Hinweisen kann ein britischer Führerschein im Kartenformat bis zu drei Monate akzeptiert werden; das begründet keine allgemeine Regel für jeden Führerschein. Rufen Sie bei einem Unfall die Polizei oder Gendarmerie unter 17. Vermeiden Sie, wenn möglich, Nachtfahrten; ein Taxi oder Fahrzeug mit Fahrer ist oft die sicherere praktische Wahl. Das Ministerium für maritime und Luftverkehrsangelegenheiten leitet Verkehrspolitik und öffentliche Projekte. ANAM ist für maritime Angelegenheiten zuständig, die Société Comorienne des Ports verwaltet den Hafenbetrieb und ANACM beaufsichtigt Zivilluftfahrt und Meteorologie. ASECNA erbringt Flugsicherungsdienste. Polizei und Gendarmerie setzen Straßenverkehrsregeln durch und reagieren auf Unfälle. Die Nationale Kommission für maritime und Straßenverkehrssicherheit, NMCRS, befasst sich mit Verkehrssicherheit, verfügt aber über begrenzte Kapazitäten und Mittel. Zyklone, Starkregen, Überschwemmungen, Erdrutsche, Steinschläge, Küstenerosion und steigender Meeresspiegel können Fahrten unterbrechen. Zyklon Kenneth beschädigte 2019 etwa 90 Kilometer Straßen. Bau und Nutzung von Häfen können Sediment und Trübung erhöhen, Korallenriffe und Mangroven schädigen, Verschmutzung durch Kohlenwasserstoffe oder Abwasser verursachen und das Risiko von Schiffskollisionen mit Wildtieren erhöhen, auch in Gewässern des Coelacanth-Nationalparks. Klimaresistente Straßen- und Hafeninvestitionen sind daher ein wiederkehrendes öffentliches Ziel. Umweltgutachten empfahlen eine Ökoabgabe; eine bestätigte Einführung sollte jedoch nicht vorausgesetzt werden.
Verkehr auf den Komoren
Der Verkehr auf den Komoren stützt sich hauptsächlich auf Straßen, Sammeltaxis und den Seeverkehr zwischen den Inseln. Inlandsflüge sind eine schnellere, aber meist teurere Alternative. Der öffentliche Verkehr ist zersplittert; einen verlässlichen landesweiten Fahrplan oder einheitliche Tarife gibt es nicht. Straßenverhältnisse, Wetter, Fahrzeugwartung und begrenzte Notfalldienste können Fahrzeit und Sicherheit beeinflussen.
Tipp
Betrachten Sie Verkehr auf den Komoren als Entscheidung über Zuverlässigkeit und Sicherheit, nicht nur über den Preis. Wählen Sie für Fahrten zwischen den Inseln eine kommerziell zugelassene Fähre, wenn der Preis wichtig ist und Wetter, Ausrüstung sowie Kapazität akzeptabel sind. Wählen Sie einen Flug, wenn die Zeit zählt und der höhere Preis sowie unsichere Buchungsabläufe tragbar sind. Für Fahrten vor Ort ist bei unbekannten Strecken oder Nachtfahrten ein Taxi oder Fahrzeug mit Fahrer oft sinnvoller. Planen Sie wegen Straßenverhältnissen, Treibstoffengpässen und wechselnder Abfahrten zusätzliche Zeit ein.

