Das Ministry of Education, meist MoE genannt, beaufsichtigt das Schulsystem in Kiribati. Early Childhood Care and Education (ECCE) umfasst die vorschulische Bildung und wird in kirchlichen, kommunalen und gemeinschaftlichen Zentren angeboten. Ein Kind beginnt normalerweise im Jahr, in dem es bis zum 31. Juli sechs Jahre alt wird, die Grundschule. Diese reicht von Jahrgang 1 bis 6. Es folgt die untere Sekundarstufe, Junior Secondary School (JSS), in den Jahrgängen 7 bis 9. Die obere Sekundarstufe, Senior Secondary School (SSS), umfasst die Jahrgänge 10 bis 13 und ist nicht verpflichtend. Nach dem Education Act 2013 müssen Eltern ihre Kinder anmelden und den Schulbesuch sicherstellen, bis das Kind Jahrgang 9 abgeschlossen hat oder das Jahr endet, in dem es 15 Jahre alt wird – je nachdem, was zuerst eintritt. Für Fehlzeiten braucht es einen anerkannten Grund. Es ist verboten, ein Kind während der Schulzeit zu beschäftigen. Das Gesetz sieht dafür Strafen von bis zu 50 USD für die Eltern und bis zu 500 USD für den Arbeitgeber vor. In bestimmten Fällen sind Befreiungsbescheinigungen erhältlich. In Kiribati gibt es staatliche Schulen, Missions- und Glaubensschulen sowie weitere registrierte private Schulen. Grund- und untere Sekundarschulen sind geografisch breit zugänglich; die Bildung in den Jahrgängen 1 bis 9 ist gesetzlich kostenlos. Staatliche Zuschüsse und Unterstützung mit Schreibwaren mindern die Kosten für Haushalte. Konkrete Gebühren für einzelne Materialien oder Leistungen können jedoch unterschiedlich ausfallen. Plätze und Standorte der oberen Sekundarstufe sind begrenzter, besonders außerhalb von South Tarawa. Üblicherweise wechseln Lernende nach Form 3 in Form 4. Einige benötigen einen Internatsplatz oder Transport, da sich die oberen Sekundarschulen auf bestimmte Orte konzentrieren. Im Jahr 2021 besuchten 38 % der Jugendlichen im Alter der oberen Sekundarstufe keine Schule; in der Grundschule waren es 3 % und in der unteren Sekundarstufe 10 %. Auf den Line- und Phoenix-Inseln war der Anteil der Jugendlichen ohne Zugang zur oberen Sekundarstufe besonders hoch. Der National Curriculum and Assessment Framework (NCAF) gilt für staatliche und private Schulen und schließt Lernende mit Behinderungen ein. Kiribatische und englische Sprache prägen den Unterricht: Die verfügbaren Befunde verknüpfen Unterricht in Kiribatisch mit besseren Leseergebnissen und Unterricht in Englisch mit besseren Mathematikergebnissen. Bei der MICS-Erhebung 2021 erreichten 36 % der Kinder in Jahrgang 3 die grundlegenden Lesekompetenzen. Bei Kindern in den Jahrgängen 2 bis 4 lag das grundlegende Mathematikverständnis unter 20 %. MICS bezeichnet die Multiple Indicator Cluster Surveys, mit denen Ergebnisse für Kinder und Haushalte erhoben werden. Kinder mit Behinderungen haben Anspruch auf kostenlose Grund- und untere Sekundarbildung. Eine Einschulung darf nicht wegen einer Behinderung, des Geschlechts, der Religion oder der ethnischen Zugehörigkeit verweigert werden. Wo es praktisch möglich ist, soll das Schulsystem Lernende in reguläre Klassen integrieren. Der Bildungsminister kann zudem Fördereinrichtungen schaffen. Die School for Children with Special Needs wird öffentlich unterstützt, doch Gebäude, Ausstattung und Umsetzung sind auf den Außeninseln unterschiedlich gut verfügbar. Die geografische Lage beeinflusst den Schulalltag stark. South Tarawa ist mit Überbelegung und Zuwanderungsdruck konfrontiert, während Grundschulen auf Außeninseln teils weniger Einrichtungen haben und örtlich errichtete Gebäude nutzen. Drei staatliche weiterführende Schulen unterstützen den Zugang mit Internatsplätzen und jährlichen Fahrten von der Heimatinsel. Das Kiribati Education Management Information System (KEMIS) erfasst Infrastruktur, Lehrkräfteeinsatz, Fortbildung und Schülergebnisse. Ein 2026 gestartetes Programm zur digitalen Transformation soll Informations- und Technologiesysteme stärken; der Start belegt noch keine flächendeckende Umsetzung. Die Bruttoeinschulungsquote betrug 2024 in der Grundschule 95,3 % und in der unteren Sekundarstufe 100,5 %. Diese Quoten setzen die Einschreibungen ins Verhältnis zu einer Bezugsbevölkerung und entsprechen nicht der altersspezifischen Schulbesuchsquote.
Schule in Kiribati
Das Schulsystem in Kiribati umfasst frühkindliche Bildung, Grundschule, untere Sekundarstufe und obere Sekundarstufe. Die Grundschule reicht von Jahrgang 1 bis 6, die untere Sekundarstufe von Jahrgang 7 bis 9 und die obere Sekundarstufe von Jahrgang 10 bis 13. Die Schulbildung ist in den Jahrgängen 1 bis 9 kostenlos. Der Zugang zur oberen Sekundarstufe hängt von verfügbaren Plätzen, dem Standort und der Haushaltslage ab.
Tipp
Wähle die Schule in Kiribati anhand der Jahrgangsstufe des Kindes, eines bestätigten Platzes, des Standorts und des Unterstützungsbedarfs, nicht nur nach dem Schulnamen. Plane die Jahrgänge 1 bis 9 als grundlegenden verpflichtenden Bildungsweg ein. Bereite den Übergang von Form 3 zu Form 4 früh vor, da Plätze, Internate und Verkehrsmittel für die obere Sekundarstufe begrenzt sind. Kläre Anwesenheitspflichten, wahrscheinliche Haushaltskosten und Unterrichtssprachen mit der gewählten Schule.

